Burger Time v5.0

Nun bin ich schon seit einer Woche Strohwitwer, da mein Arbeitgeber nicht in der Lage war, einem Vater schulpflichtiger Kinder (mir) in den Sommerferien Urlaub zu gewähren und so meine Frau samt Mädels und Hund ohne mich an die Nordsee getuckert ist. Wer jetzt allerdings glaubt, dass ich hier herumsitze und mir einen Lenz mache, der irrt sich gewaltig, denn an den Arbeitstagen bemühe ich mich um Überstunden (es wartet ja sowieso niemand zuhause auf mich) und nach Feierabend und an meinen freien Tagen weiß ich vor lauter Arbeit im und ums Haus manchmal gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Allein die Aufbereitung des Autos meiner Frau, welches ich aktuell nutze, hat sicherlich acht Stunden (verteilt auf mehrere Sessions) in Anspruch genommen. Dafür kann ich mich jetzt aber wieder ohne „Vorbehalte“ reinsetzen.

Jetzt aber genug des Vorspiels, schließlich hat mein lieber Freund Holger S. schon von seinem Urlaubsdomizil aus einen neuen Blogbeitrag angefordert und nachdem ich heute Wäsche gewaschen, Betten bezogen und den Rasen gemäht habe, dachte ich mir, so ein leckerer Burger schließt den Tag versöhnlich ab. Natürlich habe ich wieder Heikos Buch zu Rate gezogen, diesmal aber kein Rezept daraus nachgebaut, sondern mich zu einer Eigenkreation inspirieren lassen.

Einen Namen dafür habe ich (noch) nicht, hier aber die Zutaten
(für zwei Burger):

  • 300g Schweinemett
  • Appenzeller Käse
  • 2 Laugenbrötchen
  • 1 Zwiebel
  • Senf
  • Honig
  • Preiselbeeren aus dem Glas (in meinem Fall mit Birne 🍐)

Als erstes das Mett zu Patties pressen und diese mehrere Stunden im Kühlschrank kaltstellen. Die Zwiebeln in grobe Stücke schneiden, in Butter andünsten und mit Honig karamellisieren. Die Brötchen aufschneiden, Innenseiten anrösten und die Unterseiten großzügig mit Senf bestreichen. Darauf kommen dann die fertigen Zwiebeln. Die Patties von beiden Seiten anbraten und den Käse darauf anschmelzen lassen. Auf´s Brötchen damit und einen ordentlichen Löffel Preiselbeeren als „Ketchup“ verwenden. (Brötchen-)Deckel drauf – fertig.

Was soll ich sagen. Das Experiment hat sich gelohnt und die Burger waren L E G G Ä H !

Und da ein Bild bekannterweise mehr als 100 Worte sagt, folgt jetzt noch das Äquivalent zu mehr als 900 Worten.

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CCC – April, April

Bereits vor vier Tagen (bei Erstellung dieses Beitrags) fand der CCC Monatssmoke im Chilli Pepper Rock Café in Mainz statt. Eigentlich wollte ich ja irgendetwas in Richtung Frühlingsgefühle titulieren, insbesondere nach dem m4c-Treffen in der Woche davor, aber es war weiterhin draußen recht frisch , so dass dies unmöglich wurde. Dessen ungeachtet traf sich (trotz einiger kurzfristiger Absagen) eine stattliche Zahl von Aficionados um bei guten Gesprächen und guter Bewirtung sich an guten Zigarren zu erwärmen. Zumindest an „meinem“ Tisch gab es ein breites Spektrum, das von Autos über den anstehenden Bootstörn einiger CCCler bis hin zu diversen Wehwehchen reichte. Nun ja, alte Männer unter sich 😜.

Apropos Männer 1: wir konnten einen männlichen Neuzugang in der Runde verzeichnen. Herzlich willkommen!

Apropos Männer 2: die Damenfraktion war diesmal stark unterrepräsentiert. Da ist noch Luft nach oben.

Jetzt aber genug gesülzt, sonst werde ich wieder nicht fertig, bevor ich am Tag der Arbeit zur Arbeit muss. Es folgen die Bilder

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ANS – Die Zwei-Zonen-Republik

Gestern habe ich das großzügige Angebot meines Arbeitgebers Überstunden machen zu dürfen ebenso großzügig abgelehnt, denn gestern war ANS-Abend – und zwar ein ganz besonderer. Ganz besonders deshalb, weil der nächste ANS erst wieder im Juni stattfinden wird. Eine so lange Unterbrechung des üblichen Turnus habe zumindest ich in meiner ANS-Karriere noch nie erlebt.

Besondere Gäste kamen auch, nämlich aus dem Saarland und aus den Niederlanden, die natürlich herzlich willkommen waren. Diese Gäste hatten allerdings nichts mit der Zwei-Zonen-Teilung zu tun, die ich seit einiger Zeit beim ANS feststelle. So versammeln sich im eigentlichen alten Labor, die „Laborratten“ und im Vorraum führen die „Bacchusjünger“ ihre kultischen Trinkopfer aus, vornehmlich mit Schatto Migrän 😜. Wie auch immer es zustande kam fing man aber irgendwann in beiden Zonen an zu sächseln, ganz stilecht auf Texte der Musik von Earth, Wind & Fire und Kool and the Gang. Seid froh, dass ich hier keine Tondokumente einfügen kann!

Zum Schluss und vor den Bildern die gute Nachricht. Im Gegensatz zu früheren Zonenteilungen in diesem, unserem Lande sind und waren die Übergänge beim ANS nicht durch Mauern oder Minenfelder getrennt sondern absolut durchlässig. Denn am Ende bleibt die gemeinsame Liebe zur guten Zigarre, die alle vereint.

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ANS – Der Müdigkeit zum Trotz

Gestern bin ich bereits am Nachmittag auf dem Sofa kurz eingenickt und hatte dann, als ich aus meinem Halbschlaf in unwürdiger Position aufwachte, irgendwie so keine Lust auf gar nichts mehr. Die Müdigkeit verfolgt mich schon seit ein paar Tagen, denn auf der Arbeit ist es aktuell sehr stressig (Pech, wenn man überwiegend für eine japanische Airline tätig ist und Japan das Gastland der aktuellen Cebit ist).

Gestern war aber auch wieder einmal ANS-Termin und den wollte ich wahrnehmen, da es sich um den einzig möglichen Zigarrentermin handelte, den ich diesen Monat wahrnehmen kann/konnte. Also habe ich der Müdigkeit getrotzt und bin hingefahren. Wie immer war dies kein Fehler, denn während ich dort war, war meine Müdigkeit wie weggeblasen und ich erfreute mich an meiner Zigarre und der Anwesenheit guter Freunde.

Vernünftig, wie ich nun einmal bin 😜, habe ich meinen Besuch trotzdem relativ kurz gehalten und fiel dann als ich wieder zuhause war sofort ins Bett – das aber mit guter Laune.

Warum es sich immer lohnt zum ANS zu gehen? Keine Ahnung – aber bei mir bessert es einfach die Stimmung.

Ach ja, ein paar Bilder gibt´s natürlich auch:

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Burger-Time v4.0

Mittlerweile habe ich schon oft in Heikos Buch herumgestöbert, kürzlich einen seiner Burger „nachgebaut “ und dafür sogar Lob vom Meister selbst erhalten. Danke.

Heute habe ich mich aber wieder einmal zu einer Eigenkreation hinreißen lassen:  Thunfisch-Burger (insbesondere weil eine meiner Töchter derzeit den Rappel hat, kein Fleisch zu essen 🙄).

Dabei habe ich es mir ganz einfach gemacht und als Grundlage   die Thunfischfrikadellen low carb von Schlank mit Verstand benutzt. Die doppelte Menge des dortigen Rezepts ergibt bei Verwendung der Burgerpresse genau vier schöne Paddies, die ich vor dem Braten noch ca. 30-45 Minuten in der Tiefkühlung hatte. Als Brötchen kamen die fertigen Brioche-Buns, die ich neulich bei Rewe gefunden habe, zum Testeinsatz. Ich muss sagen, die waren echt okay und praktisch, da ich absolut keine Zeit hatte selbst zu backen. Dazu noch etwas Käse, frischer Salat, Tomate und Röstzwiebeln – fertig ist der Lack Burger.

Was soll ich sagen, es war L E G G Ä H. Und so sahen sie aus:

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Hyper Hyper

Viele Blogger und Instagrammer verdienen mit Ihren Seiten richtig viel Kohle, weil Sie irgendwelche Produkte in ihren Beiträgen verwenden oder vorstellen und dafür von den Herstellern dieser Produkte, auf welche Weise auch immer, Geld erhalten. Einen interessanten und hilfreichen Beitrag dazu könnt Ihr hier lesen. Diese Art der Werbung ist nicht nur einträglich für die Blogger sondern auch sehr effektiv für die Produktgeber und dazu noch deutlich kostengünstiger als klassische Werbemaßnahmen. Ich muss offen gestehen, dass ich von dieser Idee irgendwie fasziniert bin und auch nichts dagegen hätte gewisse Einnahmen aus meinem Blog zu erzielen, sei es nun cash oder z. B. Produktproben usw. Natürlich ist das eher Wunschdenken – aber man wird ja wohl noch träumen dürfen. Deshalb habe ich auch neulich damit angefangen Amazon-Links in Artikel einzubauen, bei denen ich ein paar Cents verdiene, wenn darüber jemand kauft (und zwar irgendetwas, nicht nur den verlinkten Artikel). Wie auch immer, heute mache ich ganz offen Werbung – und zwar ohne Bezahlung, unaufgefordert und sogar ohne Wissen des Herstellers, denn das Produkt begeistert mich.

Als Anhänger irgendeines Hobbys ist man (wie Ihr sicherlich schon am eigenen Leib erfahren habt) gerne gewillt Geld in dieses Hobby zu investieren. Das gilt auch und immer wieder für Dinge, die zur Kategorie Zubehör bis hin zu unnützem aber schickem Schnickschnack gehen, der eigentlich gar nicht benötigt wird. Hand aufs Herz, braucht der Autonarr wirklich Wurzelholzeinlagen im Armaturenbrett oder der Zigarrenfan ein Dutzend verschiedene Cutter, sicher nicht. Bei mir und meinen Kameras ist das ähnlich, denn ich bin ein großer Freund von Verschönerungen, man denke nur an die neulich vorgestellten Halfcases. Ausserdem bin ich ein Fan von alternativen Kameragurten und Handschlaufen, von denen ich mittlerweile auch eine gewisse Auswahl mein eigen nenne.

Trotzdem möchte ich Euch Hyperion Camera Straps ans Herz legen, denn die haben es mir echt angetan. Die Straps sind als klassischer Nackengurt (in Wunschlänge!) und als Handschlaufe erhältlich. Sie bestehen aus stabilem Nylonseil und jedes einzelne Teil ist handgemacht. Sowohl das eigentliche Seil als auch der zugehörige „Bindefaden“ sind in zig Farbvarianten erhältlich, die frei kombiniert werden können. Hersteller ist keine große, anonyme Firma irgendwo in Asien sondern ein griechisches Fotografenehepaar und das allerbeste ist der Preis, denn der liegt für alle Produkte bei unglaublich niedrigen 13,00 € das Stück, inklusive Versand! Das ist echt ein Witz, verglichen mit dem, was sonst für ähnliche Produkte aufgerufen wird. Auf der Webseite kann man sich seine Farbkombination zusammenstellen und das Ganze dann bequem mit PayPal zahlen. Aufgrund der handwerklichen Herstellung kommt die Lieferung natürlich nicht am Folgetag sondern dauert ca. 14 Tage.

Ich habe mir zwei Handschlaufen machen lassen, eine schwarze mit bordeauxfarbener Bindung für meine X-Pro2 und eine rote mit schwarzer Bindung für die Leica Q – sieht beides sehr gut aus.

Irgendwie juckt es mir schon wieder in den Fingern, denn ich habe noch diverse chice Farbkombinationen im Kopf. Und ausserdem sind die Dinger so stabil, dass man sie sicherlich auch für andere Sachen gebrauchen kann, Fesselspiele, zum Beispiel 😇.

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m4c – Leckeres Essen und leere Versprechungen

Es war der dritte Mittwoch im Februar und wie an jedem dritten Mittwoch eines Monats traf die Runde von meet4cigars zum gemeinsamen Smoke in der Adela Alentejana in Darmstadt zusammen. In lockerer und gut gelaunter Runde wurden nicht nur karibische Laubrollen thermisch verwertet sondern auch das eine oder andere leckere Gericht aus der sehr empfehlenswerten Küche der Adega verspeist. Wie üblich waren auch bereits deutlich vor dem „offiziellen“ Beginn der Veranstaltung einige der üblichen Verdächtigen bereits anwesend und hatten ihre Duftmarke aus Zigarrenrauch gesetzt.

Nachdem ich bereits vorige Woche am Freitags-ANS teilnehmen konnte , war der Besuch bei m4c der nächste Schritte zu einem klassischen Triple, denn tags darauf war das CCC-Monatstreffen in Mainz terminiert. Dies wurde auch von CCC-Presidente Gabriel erkannt, der mich mit „Hast du gerade eine Serie?“ begrüßte.

Jetzt zu den leeren Versprechungen (okay, es war nur eine), denn ich verabschiedete mich mit einem deutlich hörbaren „bis morgen“ von denen, die auch zum CCC-Smoke wollten. Doch der Folgetag meinte es nicht gut mit mir. Es ging so ziemlich alles schief, was schiefgehen konnte und spätestens am Nachmittag war ich so geladen, dass ich niemandem meinen Frust und meine schlechte Laune zumuten wollte und zuhause blieb. Glaubt mir, es war besser so.

Deshalb gibt es jetzt natürlich auch nur Bilder aus Darmstadt, have Fun.

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Tschöörmenies next Camera-Topmodel

Gestern war es wieder einmal soweit, die neue Staffel von Germany´s next Topmodel (GNTM), auch bekannt als Bulimie-Parade, startete im TV und meine 14-jährige Tochter war „natürlich“ Feuer und Flamme und saß vor der Glotze. Da ich mich nicht aus meinem eigenen Wohnzimmer aussperren lassen wollte, blieb mir nichts anderes übrig, als die Sendung soweit wie möglich zu ignorieren und irgendetwas anderes zu machen, was mir auch (zumindest teilweise) unter Zuhilfenahme einer nicht unerheblichen Menge Alkohol gelungen ist. Natürlich möchte ich mich jetzt und hier nicht über Heidis Klappergestell-Wanderzirkus auslassen aber ein Gutes hatte die Sache, denn ich bin auf die Idee für diesen Beitrag gekommen.

Um jetzt endlich die Kurve zu kriegen… Ich habe in der Vergangenheit bereits über Verschönerungen, die ich an meinen Kameras vorgenommen habe berichtet – und zwar hier und hier. Zu Weihnachten habe ich dann sowohl meiner Fuji xPro2 als auch meiner Leica Q ein chices Lederjäckchen, im offiziellen Sprachgebrauch Halfcase genannt, gegönnt. Die Teile sind nicht nur schön, sondern auch praktisch, denn sie vergrößern die Kameras nicht allzu sehr, verbessern den Griff und schränken trotzdem nicht die Funktionalität ein. Der Hersteller hat sogar mitgedacht und ein Stativgewinde sowie eine magnetisch schliessende Klappe für den Zugang zu Akku und/oder Speicherkarte integriert.

Bevor ich aber zu viel schreibe schicke ich meine Models jetzt auf den Laufsteg.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, welche ich heute Abend zum Freitags-ANS mitnehme. Ein der beiden oder meine Nikon 1J5, mit der ich die obigen Bilder geschossen habe? Schwere Entscheidung.

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P.S. Okay, ich gebe es zu, einige Parts der GNTM-Sendung habe ich mitbekommen. Besonders gut gefiel mir dieser Dialog:

Heidi K.: „Was unterscheidet dich von den anderen Mädchen?“ 
Bewerberin: „Ich hab Titten.“

ANS – Der Wau-Effekt

Der ANS und damit seine Gäste haben ganz viele Facetten. Die Besucher sind nicht nur weltgewandte, hoch gebildete und gut aussehende Genussmenschen sondern auch Tierfreunde. Insbesondere die nicht unerhebliche Anzahl der Hundebesitzer. 😄

So begab es sich gestern, dass neben den üblichen gut gelaunten Gästen in der Spitze noch sechs Hunde anwesend waren. Da gleichzeitig auch  – wie immer – kein Essen (das war der Runnning Gag!) in Form von Fleischwurst, Leberwurst, Mett und diversen Käsesorten vorhanden war führte dies zu teilweise recht lautstarken (Bell-) Auseinandersetzungen zwischen den Vierbeinern. Nach einer Weile hatten sie dann aber wohl ihre Rangordnung gefunden und es kehrte wieder Ruhe ein. Ansonsten war Business as usual im besten Sinne angesagt und es war wieder einmal ein sehr schöner Abend unter Freunden.

Die Bilder enthalten diesmal natürlich auch einen hohen Prozentsatz Hundeporträts. Ausserdem muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich wohl irgendwie zittrig war (klarer Fall von Alkoholmangel) und einiges verwackelt habe, was jetzt natürlich nicht hier auftaucht. Leider auch das „Mädelsbild“ für Angela. Ich gelobe Besserung!

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P.S. Falls dies irgendwelche gutmenschelden Tierschützer lesen, hier die Entwarnung:
Alle anwesenden Hunde wurden nicht zum Rauchen von Zigarren gezwungen, es war für ausreichend Lüftung uns Auslauf gesorgt und die Fleischwurst war bio. 😇

 

 

Tourikram West (Madeira 3)

Weiter geht´s mit meinem ganz subjektiven Reisebericht über Madeira. Dem nicht immer vertrauenswürdigen Reiseführer folgend haben wir natürlich diverse Ziele auf der Insel angesteuert, die uns aufgrund der Beschreibungen interessant erschienen und/oder mit einem Strand lockten, den sich zwei gewisse, jüngere Familienmitglieder gewünscht hatten. Dieser Beitrag befasst sich jetzt mit den Orten westlich unserer Homebase – aber schön der Reihe nach.

Calheta ist der nur einen Tunnel entfernte Ort, der mit einer, für Madeira untypischen , Besonderheit aufwartet, nämlich mit hellem Sandstrand. Dieser ist aber nicht etwa eine Laune der Natur sondern Menschenwerk, denn besagter Sand wurde extra aus Afrika herangeschippert und hier aufgeschüttet. Damit das ganz dann nicht direkt von der Brandung wieder weggespült wird, hat man es auch  noch schön eingefasst. Wo ein Strand ist sind natürlich auch größere Hotels nicht weit, die direkt an die Promenade gebaut sind. Dazu gibt es noch einen schicken Yachthafen und natürlich jede Menge Gastronomie. Der eigentliche Ort zieht sich ein wenig den Hügel hoch und lebte früher überwiegend vom Zuckerrohr und dessen Produkten. Mangels Zeit haben wir hiervon aber praktisch nichts gesehen.

Ein ganzes Stück weiter im Nordwesten liegt Porto Moniz. Nachdem man über schöne, gewundene Sträßchen den Inselrücken überquert hat geht es auf einer Serpentinenstraße hinab in den Ort, dessen (größte) Touristenattraktion wohl die Lavapools sind. Hier wurden natürliche, durch Vulkanismus entstandene Bassins, die zum Meer hin offen sind, zu einem „Freibad“ erweitert und umgebaut. Das ist sicherlich sehr attraktiv, führt aber auch dazu, dass die gesamte Promenade (für mich) geradezu Touristenkaff schreit. Parkplätze (kostenpflichtig) für PKW und Busse, Imbissbuden und Restaurants mit „internationaler Küche“ und einige Hotel-Betonklötze bestimmen das Bild. Baden war zum Zeitpunkt unseres Besuchs absolut nicht drin, denn es stürmte wie verrückt und wir mussten dann irgendwann auch vor heftigem Regen im örtlichen Meeresaquarium Schutz suchen.

Natürlich gibt es noch viele weitere Örtchen und andere Ausflugsziele im Westen der Insel, ich habe z.B. schöne Bilder von Jardim do Mar gesehen. Wir wären auch gerne einfach ´mal ein wenig gewandert, aber das Wetter und unser nur einwöchiger Aufenthalt machten uns einen Strich durch die Rechnung.

Was mir allerdings seit dieser Woche durch den Kopf geht ist die Frage, wie es wohl in den beiden besuchten Orten in der Hauptsaison aussieht. Das stelle ich mir – gelinde gesagt – grauenhaft vor und habe Bilder von aus Reisebussen quellenden englischen Touristen im Kopf, die kurz darauf rot wie Hummer neben ihren geleerten Bierdosen am Strand liegen. Upps – war das jetzt ein Vorurteil? 😏

Stay tuned