Burger Time v5.0

Nun bin ich schon seit einer Woche Strohwitwer, da mein Arbeitgeber nicht in der Lage war, einem Vater schulpflichtiger Kinder (mir) in den Sommerferien Urlaub zu gewähren und so meine Frau samt Mädels und Hund ohne mich an die Nordsee getuckert ist. Wer jetzt allerdings glaubt, dass ich hier herumsitze und mir einen Lenz mache, der irrt sich gewaltig, denn an den Arbeitstagen bemühe ich mich um Überstunden (es wartet ja sowieso niemand zuhause auf mich) und nach Feierabend und an meinen freien Tagen weiß ich vor lauter Arbeit im und ums Haus manchmal gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Allein die Aufbereitung des Autos meiner Frau, welches ich aktuell nutze, hat sicherlich acht Stunden (verteilt auf mehrere Sessions) in Anspruch genommen. Dafür kann ich mich jetzt aber wieder ohne „Vorbehalte“ reinsetzen.

Jetzt aber genug des Vorspiels, schließlich hat mein lieber Freund Holger S. schon von seinem Urlaubsdomizil aus einen neuen Blogbeitrag angefordert und nachdem ich heute Wäsche gewaschen, Betten bezogen und den Rasen gemäht habe, dachte ich mir, so ein leckerer Burger schließt den Tag versöhnlich ab. Natürlich habe ich wieder Heikos Buch zu Rate gezogen, diesmal aber kein Rezept daraus nachgebaut, sondern mich zu einer Eigenkreation inspirieren lassen.

Einen Namen dafür habe ich (noch) nicht, hier aber die Zutaten
(für zwei Burger):

  • 300g Schweinemett
  • Appenzeller Käse
  • 2 Laugenbrötchen
  • 1 Zwiebel
  • Senf
  • Honig
  • Preiselbeeren aus dem Glas (in meinem Fall mit Birne 🍐)

Als erstes das Mett zu Patties pressen und diese mehrere Stunden im Kühlschrank kaltstellen. Die Zwiebeln in grobe Stücke schneiden, in Butter andünsten und mit Honig karamellisieren. Die Brötchen aufschneiden, Innenseiten anrösten und die Unterseiten großzügig mit Senf bestreichen. Darauf kommen dann die fertigen Zwiebeln. Die Patties von beiden Seiten anbraten und den Käse darauf anschmelzen lassen. Auf´s Brötchen damit und einen ordentlichen Löffel Preiselbeeren als „Ketchup“ verwenden. (Brötchen-)Deckel drauf – fertig.

Was soll ich sagen. Das Experiment hat sich gelohnt und die Burger waren L E G G Ä H !

Und da ein Bild bekannterweise mehr als 100 Worte sagt, folgt jetzt noch das Äquivalent zu mehr als 900 Worten.

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Fixes Futter (Teil 11)

Dies ist wieder einmal ein Beitrag, den ich mit einem Warnhinweis versehen möchte, denn es geht um Essen bzw. die Zubereitung des selbigen. Da ich weiß, dass mir einige Foodblogger folgen, die viel Wert auf frische Zutaten, fehlende Konservierungsstoffe, Low Carb usw. legen, sollten insbesondere diese das Folgende beachten.

Im nachfolgenden Blogpost wird über die Zubereitung einer Speise berichtet. Hierzu wurden nahezu ausschließlich Fertigprodukte verschiedener Art verwendet. Wer sich dadurch in irgendeiner Weise negativ angesprochen fühlt, sollte die Lektüre hier beenden.

Für alle Anderen geht es jetzt weiter.

Zuerst eine kurze Erklärung, wie ich auf das nachfolgende Fixe Futter gekommen bin.

  1. Beim Discounter meines Vertrauens gibt es seit einiger Zeit immer einmal wieder fertiges Pulled Pork, in 550g Portionen eingeschweißt. Das hatte ich schon einmal gekauft und siehe da, es war gar nicht so übel. Natürlich weit entfernt von dem Geschmack, wenn es richtig zubereitet wird, aber okay.
  2. Wenn ich meine Töchter frage, was ich Ihnen zu Essen machen soll, kommt meistens die Antwort „Was mit Nudeln“.

Also gut, dann gibt es heute ein PPNG (Pulled Pork Nudel Gratin), für das ich folgende Zutaten verwendet habe:

  • 1 Packung (550g) fertiges Pulled Pork
  • 500g Nudeln
  • 1 Tüte (200g) geriebener Käse
  • Salz, Pfeffer, Tabasco, Ketchup mit hohem Tomatenanteil oder BBQ-Sauce
  • 1 Glas selbst eingelegte Chilis (nach dem Rezept von Heiko, dass Ihr hier nachlesen könnt), alternativ ein Fertigprodukt

Das Pulled Pork gemäß Anleitung im Backofen erhitzen und die Nudeln kochen. Beides sollte ungefähr zur gleichen zeit fertig sein. Das Fleisch mit zwei Gabeln zerreissen und mit Salz, Pfeffer, Tabasco und Ketchup nachwürzen. Fleisch und Nudeln in einer großen Auflaufform vermengen, den Käse und die Chili-Slices darauf verteilen. Dann kommt das Ganze noch einmal zum Überbacken in den Ofen, am besten mit der Grillstufe – sofern vorhanden – bis sich eine schöne Kruste gebildet hat.

So, das war´s. Fertig und L E G G Ä H !

Habt Ihr an den Bildern erkannt, dass alles nur Fertigzeug war?
Wohl kaum!

Vielleicht hat ja jetzt eine/r der kochenden bzw. grillenden Leser/innen Lust bekommen, so etwas mit frischen Zutaten zuzubereiten und ggf. noch zu verfeinern. Es würde mich sehr freuen, wenn ich hier eine Idee geliefert habe.

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P. S. Zu allen anderen Teilen der Serie „Fixes Futter“ kommt Ihr über die Suchfunktion in der Seitenleiste oben rechts. Schaut mal rein.

Burger Time, diesmal mit professioneller Anleitung 

Wer hier im Blog die Suchfunktion nutzt, findet diverse Beiträge zum Thema Essen. In diesen habe ich versucht meine Nicht-Kochkünste zu protokollieren und in Form von Rezepten an den Leser zu bringen, oft sogar mit positivem Feedback. Als bekennender Fleisch(fr)esser und Burger-Fan gab es natürlich auch die Unterrubrik Burger-Time.

Burger Time war bei mir auch heute – aber diesmal habe ich professionelle Hilfe in Anspruch genommen, nämlich das Buch World Wide Burger meines lieben Freundes (diese Titulierung nehme ich mir jetzt einfach mal dreist raus) Heiko Blumentritt. Heiko ist nicht nur Liebhaber guter Zigarren sondern auch ein Grillmeister par excellence, der seine Rezepte gerne mit anderen teilt. Klar, sonst würde er ja keine Bücher schreiben. Bücher? Ja, denn WWB ist bereits sein zweites Buch nach dem Erstlingswerk BBQ, Burger und Co. War das erste Buch noch mehr ein Heft(chen), so hat Heiko mit World Wide Burger mächtig zugelegt und ein über 270 Seiten dickes Werk abgeliefert. Nun behaupten böse Zungen natürlich, dass es Bücher mit Burger-Rezepten gibt wie Sand am Meer, was sicherlich nicht verkehrt ist. WWB hebt sich von diesen aber vor allem dadurch ab, das der Autor alle 87 Burger (sowie diverse Beilagen etc.) selbst kreiert, zubereitet fotografiert und gegessen hat. Hinzu kommt noch, dass alles im Eigenverlag abgewickelt wird. Hier steckt also eine Menge Herzblut drin, was man dem Buch auch anmerkt. Sämtliche Rezepte sind nach Kategorien sortiert, klar gegliedert und mit einer vollständigen Zutatenliste versehen (was bei manchen „professionellen“ Kochbüchern nicht selbstverständlich ist). Wer hier nicht fündig wird ist Vegetarier.

Nach so viel Lob fällt es mir schwer Kritikpunkte aufzuzählen. Gefunden habe ich etwas, auch wenn ich dafür sozusagen in den Hackfleischkrümeln suchen musste. Also das Folgende bitte nicht überbewerten. So schreibt man groß, großzügig und ähnliche Wörter mit „ß“ und nicht mit „ss“. Die farblich absolut gelungenen Bilder haben für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Unschärfe, eine kleinere Blende hätte gut getan. Es haben sich viele Schweizer Begriffe eingeschlichen, die in Deutschland möglicherweise für Fragezeichen auf der Stirn sorgen. Als Beispiel möchte ich nur den Nüsslisalat erwähnen, bei dem es sich um Feldsalat handelt.

Nun noch kurz zu meinem Selbstversuch. Ich hatte mir als Testobjekt den Schweizer Raclette Burger ausgesucht, der mir schmackhaft und nicht zu kompliziert wirkte und ich war begeistert. Das Rezept findet Ihr übrigens auf Seite 214. Folgende Abweichungen habe ich aber vorgenommen: Appenzeller statt Raclettekäse, der hier nur Saisonware ist und Briochebuns, da mir die Zubereitung der eigentlich vorgesehenen Ciabattabuns zu langwierig war. Dazu darf ich jetzt noch – mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors – die Rezeptur für das ebenfalls benötigte Raclettegewürz ergänzen, welches in Deutschland so nicht erhältlich ist:

  • 15g Knoblauchpulver
  • 2g   Muskat, gemahlen
  • 5g   Thymian
  • 50g Paprikapulver, süss
  • 9g   Schwarzer Pfeffer, grob gemahlen

Jetzt folgen noch ein paar Bilder, die Euch hoffentlich hungrig machen, das Buch zu kaufen und dafür einen der Links hier aus dem Artikel zu benutzen, dann dann freut sich nicht nur Heiko über viele verkaufte Exemplare sondern auch ich über ein paar Cents von Amazon.

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Gier noch einmal die Links zu Amazon.de in Bildform:

Fixes Futter (10) = Burger Time v3.0

Ja, ich weiß, dass ich hier versprochen habe mit vielen Bildern über meinen Urlaubsaufenthalt auf Madeira zu berichten. Was soll also dieser Beitrag, bereits der zweite seit meiner Rückkehr, zu einem völlig anderen Thema? Ganz einfach, ungefähr 500 Bilder liegen noch wie ein Berg vor mir und im Moment fehlt mir einfach der Zug, richtig loszulegen.

Allerdings hatte ich heute morgen eine Essensidee zum Thema (teenagergeeignetes) Fixes Futter, die ich jetzt vorstellen möchte. Da es sich (im weitesten Sinne) um einen Burger handelt, ist dies hier also nicht nur Folge 10 von Fixes Futter sondern auch Nr. 3 von Burger Time (Ist ewig her, deshalb zur Erinnerung bitte hier oder hier klicken).

Vor dem Rezept noch der Warnhinweis:

Dies ist keine kulinarische Offenbarung sondern einfach nur der Versuch eines arbeitenden Vaters, sich und seiner Tocher ein leckeres und schnell zubereitetes Mittagessen auf den Tisch zu bringen.

Es gibt also einen Lachs-Burger mit selbstgemachter Cocktailsauce, wozu es für zwei Portionen folgender Zutaten bedarf:

  • 2 (Hotdog-)Brötchen
  • 2 Lachsfiltes (TK)
  • Salat
  • 1 weiße Zwiebel
  • 200g Creme fraiche
  • 3 EL Tomatenketchup
  • 2-3 EL Sherry
  • 2-3 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, gehackte Petersilie

Die Brötchen werden aufgeschnitten und auf den „Belegeseiten“ angetoastet, das Lachsfilet mit Salz und Pfeffer gewürzt und in Olivenöl angebraten, bis es eine schöne Kruste hat. Trotzdem keine hohe Hitze verwenden. Für die Cocktailsauce werden Creme fraiche, Ketchup, Sherry und Zitronensaft mit Salz, Pfeffer und der Petersilie vermengt und glattgerührt. Gegebenenfalls variiert Ihr etwas mit den Mengen, um die von euch gewünschte Viskosität zu erreichen.

Das gebratene Lachsfilet legt Ihr dann auf die mit Salatblättern belegte Unterseite des Brötchens. Darauf dann ein paar Zwiebelringe und ordentlich Cocktailsauce. Brötchendeckel drauf, feddich und L E G G Ä H !

Hier noch eine Anmerkung: Natürlich könnt Ihr auch ordentliche, frische Brötchen vom örtlichen Bäcker nehmen. Ich fand nur die Idee mit den Hotdog-Brötchen gut, da diese so ideal zur Größe der Lachsfilet-Stücke passen.

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Fixes Futter (Teil 9)

In letzter Zeit habt Ihr hier wenige Beiträge zu irgendwelchen Zigarren-Events gelesen, was daran liegt, dass es mein Arbeitgeber „gut“ mit mir meint und ich überwiegend Spätdienste habe. Noch länger habe ich allerdings nichts zum Thema Essen, oder besser gesagt, Essen selbst zubereiten, geschrieben. Teil 8 von Fixes Futter datiert tatsächlich aus dem Dezember 2014.

Zurück zu den Spätdiensten, die auch dazu führen, dass ich mittags oft alleine esse, da der Rest der Familie noch in Sachen Arbeit bzw. Schule unterwegs ist. Heute war es wieder einmal so und ich öffnete die Kühlschranktür und lies mich inspirieren. 😜

Es fanden sich Tiefsee-Scallops (Verwandte der Jakobsmuschel) als TK-Ware vom Discounter meines Vertrauens und Bacon. Damit war das Essen geritzt und so ging es:

Die (aufgetauten) Scallops abspülen, trockentupfen, mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit einer Scheibe Bacon umwickeln und diese ggf. mit einem Holzspießchen fixieren. Das ganze in einer gut vorgeheizten Pfanne bei mittlerer Hitze schön anbraten, bis die Scallops und der Bacon eine schöne Farbe haben. Dazu habe ich mir dann noch ein schöne Portion Pommes Frites genehmigt.

Okay, das ganze war zugegebenermaßen keine kulinarische Höchstleistung oder sehr stilvoll aber es war richtig LEGGÄH!

Wer noch mehr Fixes Futter lesen oder gar nachkochen möchte findet hier Gelegenheit: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8

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P.S. Auch bei den Bildern kam diesmal eine Kamera zum Zuge, die aktuell ein wenig das Schattendasein hat, meine Nikon 1J5 mit dem 32mm f 1.2 Objektiv.

 

Es muss nicht immer Tomate sein

Wir erwarten heute Abend Gäste, mit denen wir eine kleine Gin-Tonic-Verkostung abhalten wollen. Da aber Trinken alleine zu langweilig ist, gibt es natürlich auch etwas zu essen. Der Jahreszeit und Außentemperatur von derzeit über 30 Grad Celsius angepasst, hat meine Frau ein paar leckere kalte „Häppchen“ vorbereitet, von denen ich eines hier präsentieren möchte, weil es es besonders interessant finde.

Es ist ein Salat aus Mozzarella, Lauchzwiebeln und Mango (Ja genau, keine Tomaten). Ihr benötigt also:

  • 2 Kugeln Mozzarella
  • 1 reife (aber nicht zu weiche) Mango
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • Olivenöl, Weißweinessig, Salz, Pfeffer

Diese Zutaten werden in mundgerechte Würfelchen geschnitten und mit Essig und Öl sowie den Gewürzen angemacht.  Das war’s auch schon und das Ergebnis ist einfach L E G G Ä H.

Aussehen tut das dann etwa so:



Wenn Ihr Euch jetzt wundert, warum dieser Artikel so ganz anders aussieht als sonst, dann liegt das daran, dass ich ihn genau so schnell zusammengezimmert habe, wie meine Frau den Salat.

  • Bilder aus der Leica Q über WiFi aufs iPad
  • Schnelle Bearbeitung mit Snapchat
  • Text in die mobile WordPress-App geklimpert
  • Fertig

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Die Pseudo-Griechin

Auch wenn es überall vor Ideen und Inspiration geradezu wimmelt, frage ich mich doch des öfteren und immer wieder, was ich denn zu Essen geben soll. Die zu findenden Ideen sind zwar vielfältig, oft scheitert die Umsetzung aber an Kleinigkeiten wie fehlenden Gewürzen, die man nicht besorgen kann oder will oder schlicht und ergreifend an mangelnder Zeit. Aus diesem Gedanken heraus hatte ich auch seinerzeit meine Fixes Futter-Serie begonnen.

Mein heutiges Rezept (oh, welche Übertreibung) benötigt zwar etwas Zeit für die Zubereitung, steht aber unter der Prämisse, dass alle Zutaten (diese können durchaus auch Reste sein) in einem gut sortierten Haushalt vorhanden sind bzw. schnell beim Supermarkt in der Nähe besorgt werden können und das die Zubereitung einfach einfach ist. Auf Mengen- oder Gewichtsangaben habe ich diesmal absichtlich verzichtet, ich denke das kann jede(r) für sich entsprechend skalieren. Ach ja, es handelt sich um eine vereinfachte Version von Moussaka.

Hier also nun die Zutaten:

  • Kartoffeln
  • Aubergine
  • Hackfleisch
  • Tomaten (Dose), Zwiebel, Knoblauch
  • geriebener Käse
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • Olivenöl

Und so einfach geht es:

Aubergine in Scheiben schneiden, salzen und ruhen lassen. Kartoffeln mittels Reibe oder Küchenmaschine in dünne Scheiben schneiden, diese dann in einem Topf mit bereits kochenden Wasser aus dem Wasserkocher übergießen und einige Minuten bis zur gewünschten Festigkeit kochen. Danach in einem Sieb abgießen. Die Auberginenscheiben in ordentlich Olivenöl anbraten, bis sie eine schöne Farbe haben. Dann beiseite legen, in der selben Pfanne das Hackfleisch mit Zwiebel und Knoblauch anbraten und zum Schluss die Tomaten hinzufügen.

Wenn alles fertig ist, den größten Teil der Kartoffeln in eine Auflaufform verladen. Darauf das Tomatenhack verteilen, mit Auberginenscheiben belegen. Obendrauf kommt eine ganz dünne Schicht Kartoffelscheiben und schließlich geriebener Käse.

Das ganze im Backofen (Ober-Unterhitze) bei 200 Grad, ggf mit Unterstützung der Grillstufe, fertig backen, bis der Käse schön braun und knusprig ist. Das war´s schon. Einfach aber LEGGÄH!

Für die, die es wissen wollen: Alle Fotos mit Nikon 1J5 und 1 Nikkor 18,5mm f1.8.

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Mittagstorte

„Man nehme Eier aus dem Stall, Mehl auf jeden Fall,
Zucker Milch und Salz – und Butter ebenfalls …“

So heißt es im Kinderlied, wenn Pettersson und Findus eine Pfannkuchentorte zubereiten. Ich habe heute ein ähnliches Rezept für Euch, zu dem mich vor einigen Wochen – während eines langweiligen Spätdienstes – ein Kollege inspiriert hat.

Fangen wir also mit den Pfannkuchen an. Dafür benötigt Ihr:

  • 200g Mehl
  • 5 Eier
  • 400ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 Schuss Mineralwasser (Sprudel)

Alle Zutaten werden mit dem Mixer in einer Schüssel verrührt und dann die Pfannkuchen in einer gut gefetteten Pfanne gebacken.

„und für die Füllung Sahneschnee, Himbeerfruchtgelee,
Vollmilchschokoladenplätzchen …“

Nicht ganz, denn die heutige Pfannkuchentorte wird herzhaft und deshalb mit folgenden Zutaten bereitet:

  • 500g Rinderhackfleisch
  • 200g Fetakäse
  • Blattspinat (frisch oder TK)
  • geriebener Käse
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer, Paprika

Das Hackfleisch wird mit Zwiebel und Knoblauch bröselig angebraten und kräftig gewürzt. Der Feta wird einfach nur zerbröselt und der Spinat, je nach Aggregatzustand, kurz gedämpft oder in der Pfanne gedünstet und mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt.

Dann wird folgendermaßen in einer (Kuchen-)Springform geschichtet:
Pfannkuchen – Hackfleisch – Pfannkuchen – Feta – Pfannkuchen – Spinat – Pfannkuchen – geriebener Käse.

Zu guter letzt wird die Torte im Backofen (idealerweise auf Grillstufe) bei 180-200 Grad überbacken, bis der Käse eine schöne Farbe angenommen hat. LEGGÄH!

Zum Schluss noch einige Zusatzbemerkungen:

  • Falls Ihr keinen Feta mögt, geht natürlich auch anderer (Frisch-)Käse, nur kräftig im Geschmack sollte er sein.
  • Statt Spinat könnt Ihr auch z. B. Mangold nehmen oder andere Gemüse, die Euch zusagen
  • Ich habe statt Paprikapulver „Scharf“ benutzt. Ihr wisst schon, das Zeug, was auf den Döner kommt 😉 )
  • Falls Ihr einfach nur einmal süße Pfannkuchen essen wollt, ergänzt zur Teigmasse einfach 25g Zucker, voila.

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P. S. Die Herstellung dieser exklusiven, kulinarischen Kreation wurde natürlich standesgemäß mit meiner Leica Q festgehalten 😉

Das fünfte Lichtlein

„Und wenn das fünfte Lichtlein brennt, dann hast Du Weihnachten verpennt.“

So lautet die inoffizielle, letzte Zeile eines bekannten Kinderreims für die Adventszeit. Der eine oder andere Leser war sicher bereits der Meinung, dass auch ich Weihnachten verpennt habe, denn es gab hier im Blog keine Lästereien über irgendwelchen Weihnachtskommerz, kein Weihnachtsmarktglühwein-Tasting (nach dem Motto: Aus welcher Chemiefabrik kommt der denn?) und noch nicht einmal meine üblichen Auslassung um betrunkene, sich umarmende und abknutschende Menschen an Silvester.

Wie auch immer, ich habe nichts verpennt sondern dieses Mal die fünfte Kerze sozusagen bei vollem Bewusstsein selbst entzündet. Advents- oder Weihnachtsstimmung stellte sich bei mir nicht ein, abgesehen davon, dass ich sowieso nicht weiß, wie sich so etwas „anfühlt“. Heiligabend und den ersten Feiertag habe ich dann auf Arbeit verbracht und an Silvester habe ich vergangenes Jahr bereits vor 22:00 Uhr an der Matratze gehorcht. Was soll ich sagen: beim Anblick des Feuerwerksrestmülls, der überall verteilt herumliegt, wußte ich, dass ich nichts verpasst habe.

Jetzt ist aber genug mit dem Rückblick, denn schließlich schreiben wir 2016 und natürlich habe ich auch ein paar Vorsätze für mich und auch für mein Blog gefasst.

Beim Blick auf die Jahresstatistik ist mir direkt ins Auge gesprungen, dass die Zahl der Zugriffe im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10% zurückgegangen ist und unter 20.000 lag. Der Schuldige dafür war schnell gefunden: Ich! Ja Holger, Du hast recht. Ich habe einige Themen vernachlässigt, die immer wieder viele Leser angezogen haben und allein vom Publikum der „Zigarrenberichterstattung“ reicht es halt nicht für mehr. Deshalb habe fest vor wieder deutlich mehr Bereiche abzudecken. Fotografie, Essen und Trinken, vielleicht auch mal wieder eine Musik- oder Filmkritik und – sofern es mein langweiliges und ereignisarmes Leben hergibt – Themen, an die ich mich bisher nicht gewagt habe (wie wäre es mit Fashion 😉 ). Und natürlich werde ich mich auch wieder verstärkt in andere Blogs und Foren einbringen (und nicht nur YouTube glotzen), denn nur so kann ich neue Leser gewinnen und vorhandene binden und behalten.

Ein paar Sachen, die sich in meiner geistigen Pipeline befinden hier schon einmal als Teaser vorab:

  • Bald kommt meine erste Kamera-Review
  • Ich habe gerade ein leckeres Rezept aufgeschnappt, das hier Einzug finden wird
  • Es kommt die lang ersehnte Fortsetzung zu Tiefstes Mittelalter
  • Vielleicht steige ich sogar bald in eine höhere Existenzebene auf

Also Leute, wie heißt es immer so schön: share like and subscribe.

So das war´s. Heute keine Bilder aber zum Abschluss noch einen Wunsch fürs neue Jahr an eine ganz gewisse Person: Astrid, schreibe weiter an Deinem Blog! Ich sehe Dir sogar nach, dass du es auf englisch tust. Aber höre nicht auf, es macht Spaß!

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Ganz und gar nicht low-carb

Wie ich bereits einmal erwähnte, habe ich in letzter Zeit hier auf meinem Blog einige neue Follower aus dem weiten Gebiet der Foodblogs gewonnen. Es macht mich schon irgendwie stolz, dass es Leute gibt, die sich für meine „Kochkünste“ interessieren und im Gegenzug habe ich auch einiges gefunden, was ich bereits selbst in der Küche ausprobiert habe. Vor allem die low-carb Fraktion hat es mir irgendwie angetan.

Dies vorausgeschickt kommt heute ein Rezept, von dem ich glaube, dass insbesondere die vorgenannte low-carb Fraktion beim Lesen laut aufschreien wird. Also, liebe low-carber (und auch die Fraktion Gesunde Ernährung) wenn Euch das zu sehr mitnimmt, schaut in den Kalender, stellt fest, dass heute Halloween ist und nehmt es einfach als Horrorstory. 😱

Jetzt aber endlich zum Thema. Es gibt den in unserer Familie allseits beliebten Nachosalat.

Dafür braucht Ihr:

  • 500g Rinderhackfleisch
  • 1 Eisbergsalat
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Dosen Mais
  • 2 Dosen Kidneybohnen
  • 1 Flasche Salsasauce
  • 1 Becher Creme fraiche oder Schmand
  • 200g geriebenen Käse
  • 1 Tüte Maischips (Tortillachips, Nachos)
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer, Chilipulver

Los geht’s:

Kleingewürfelte Ziebel und Knobi im Olivenöl glasig dünsten, das Hackfleisch hinzufügen, auf mittlerer Stufe schön krümelig braten und ordentlich würzen. Abkühlen lassen. Währenddessen den Salat in mundgerechte Stücke schneiden und die Flüssigkeit aus den Mais- und Bohnendosen ablaufen lassen.

Dann jeweils die Hälfte der Zutaten – außer Schmand, Käse und Nachos – in dieser Reihenfolge in eine Salatschüssel schichten: Hackfleisch-Mais-Bohnen-Salsa-Salat. Das selbe noch einmal und dann auf den Salat den Schmand verteilen, mit geriebenem Käse bestreuen und zum Schluss mit den Nachos toppen. Dazu passt am besten natürlich ein eisgekühltes Corona.

Natürlich können die Kritker jetzt loslegen uns sagen, dass dieses Gericht, nicht nur wegen der verwendeten Fertigprodukte, geradezu primitiv ist aber fest steht, es ist einfach  LEGGÄH!

In diesem Sinne Mahlzeit

Zum Schluss noch ein Tip: Das Schichten klappt besser in einer Salatschüssel, die unten nicht schmaler wird. Leider besitze ich so etwas nicht.

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P.S. für die Fotofraktion: Alle Bilder diesmal mit meiner Nikon 1 J5 und dem 18,5mm f1.8-Objektiv ohne jeglichen Blitzeinsatz. Nachbearbeitung erfolgte in Adobe Lightroom.