ANS – Guten Appetit

Ja, ich weiß ich bin überfällig, denn der folgende Beitrag ist mein Bericht zum ANS vom vorigen Donnerstag (24.08.2017) und er kommt erst jetzt und nicht, wie gewohnt, am Folgetag der Veranstaltung. Wie dem auch sei, es ging halt nicht früher.

Wie bereits gefühlte 100.000mal erwähnt ist für mich der Donnerstags-ANS immer einer der schönsten. Kleine, überschaubare Runde, keine Hektik und viel Spaß garantiert. So auch diesmal, denn der Apotheker unseres Vertrauens ist nicht nur ein hochgebildeter Mensch, sondern auch ein echter Gourmet. Deshalb präsentierte er uns auch das Appetitlexikon von Habs und Rosner aus dem Jahre 1894 und zitierte diverse Abschnitte daraus. Dies geschah zum größten Vergnügen aller anwesenden Zuhörer, denn die gezwirbelte Sprache, die in diesem Buch Verwendung findet, mag seinerzeit angebracht gewesen sein, wirkt aber heute absolut überzogen und die reichlich im Text vorkommenden Vergleiche sorgten für wahre Lachsalven.

Damit Ihr wisst, wovon ich schreibe, hier ein kurzer Auszug zum Thema Hummer:

Dir tönt mein Lied! Grob bist Du freilich, aber von göttlicher Grobheit und anstößig nur für jene Unglücklichen, die sich gegenüber der Gänseleberpasteten Dir von vornherein dem Tode verfallen fühlen…

Soviel dazu!

Vor lauter Lachen blieb diesmal meine Bilderauswahl eher überschaubar. Ein paar gibt es hier trotzdem.

Das Appetitlexikon hat mich übrigens nicht mehr losgelassen und ich habe sofort nach dem ANS gestöbert um eines zu ergattern, denn es ist nur noch antiquarisch erhältlich. Ich war erfolgreich und heute lag mein Exemplar in der Post. Zwar nur eine (Nachdruck-) Taschenbuch-Ausgabe, dafür aber in sehr gutem Zustand und für sage und schreibe gerade einmal 3,49€.

ANS 2017-12-18 - 1

In diesem Sinne Guten Appetit und

CU

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ANS – Ehe für Alle

Der ANS ist bekanntermaßen eine gesellschaftlich hochstehende und politisch anerkannte Veranstaltung, bei welcher omni-kompetente Teilnehmer tiefschürfend über neueste gesellschaftspolitische Themen diskutieren und wertvolle Impulse für die Entscheidungsträger liefern.

Natürlich ist der ANS das nicht!!!

Und das ist auch gut so, denn die Anwesenden möchten vor allem einen schönen Abend in angenehmer Runde verbringen, was auch vorgestern wieder voll umfänglich gewährleistet war. Nichtsdestotrotz gab es aber auch Gesprächsthemen aus der Politik, so z. B. die Initiative der FDP und Nordrhein-Westfalen wieder Raucherlounges zu gestatten und natürlich die Ehe für Alle (Nicht zu verwechseln mit Elend für Alle oder Ehe für Aale). Insbesondere dieses Thema sorgte für allerbeste Unterhaltung, da hierzu natürlich die abstrusesten Paar-Konstellationen entworfen wurden. Näheres möchte ich in diesem Zusammenhang lieber nicht ausführen, ebenso wenig, wie die plötzlich auftauchende Broschüre über Erkektionsstörungen damit zusammenhängt … 🤣😜

Es waren auch wieder ein paar Gäste aus der Ferne angereist, die sich aber größtenteils in den hintersten Winkel des Innenhofs verkrümelt hatten (hoffentlich nicht um dort die Ehe einzugehen). Da ich zu faul war, dorthin zu marschieren bleibt es nachfolgend bei den Bildern einiger der üblichen Verdächtigen.

CU

Burger Time, diesmal mit professioneller Anleitung 

Wer hier im Blog die Suchfunktion nutzt, findet diverse Beiträge zum Thema Essen. In diesen habe ich versucht meine Nicht-Kochkünste zu protokollieren und in Form von Rezepten an den Leser zu bringen, oft sogar mit positivem Feedback. Als bekennender Fleisch(fr)esser und Burger-Fan gab es natürlich auch die Unterrubrik Burger-Time.

Burger Time war bei mir auch heute – aber diesmal habe ich professionelle Hilfe in Anspruch genommen, nämlich das Buch World Wide Burger meines lieben Freundes (diese Titulierung nehme ich mir jetzt einfach mal dreist raus) Heiko Blumentritt. Heiko ist nicht nur Liebhaber guter Zigarren sondern auch ein Grillmeister par excellence, der seine Rezepte gerne mit anderen teilt. Klar, sonst würde er ja keine Bücher schreiben. Bücher? Ja, denn WWB ist bereits sein zweites Buch nach dem Erstlingswerk BBQ, Burger und Co. War das erste Buch noch mehr ein Heft(chen), so hat Heiko mit World Wide Burger mächtig zugelegt und ein über 270 Seiten dickes Werk abgeliefert. Nun behaupten böse Zungen natürlich, dass es Bücher mit Burger-Rezepten gibt wie Sand am Meer, was sicherlich nicht verkehrt ist. WWB hebt sich von diesen aber vor allem dadurch ab, das der Autor alle 87 Burger (sowie diverse Beilagen etc.) selbst kreiert, zubereitet fotografiert und gegessen hat. Hinzu kommt noch, dass alles im Eigenverlag abgewickelt wird. Hier steckt also eine Menge Herzblut drin, was man dem Buch auch anmerkt. Sämtliche Rezepte sind nach Kategorien sortiert, klar gegliedert und mit einer vollständigen Zutatenliste versehen (was bei manchen „professionellen“ Kochbüchern nicht selbstverständlich ist). Wer hier nicht fündig wird ist Vegetarier.

Nach so viel Lob fällt es mir schwer Kritikpunkte aufzuzählen. Gefunden habe ich etwas, auch wenn ich dafür sozusagen in den Hackfleischkrümeln suchen musste. Also das Folgende bitte nicht überbewerten. So schreibt man groß, großzügig und ähnliche Wörter mit „ß“ und nicht mit „ss“. Die farblich absolut gelungenen Bilder haben für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Unschärfe, eine kleinere Blende hätte gut getan. Es haben sich viele Schweizer Begriffe eingeschlichen, die in Deutschland möglicherweise für Fragezeichen auf der Stirn sorgen. Als Beispiel möchte ich nur den Nüsslisalat erwähnen, bei dem es sich um Feldsalat handelt.

Nun noch kurz zu meinem Selbstversuch. Ich hatte mir als Testobjekt den Schweizer Raclette Burger ausgesucht, der mir schmackhaft und nicht zu kompliziert wirkte und ich war begeistert. Das Rezept findet Ihr übrigens auf Seite 214. Folgende Abweichungen habe ich aber vorgenommen: Appenzeller statt Raclettekäse, der hier nur Saisonware ist und Briochebuns, da mir die Zubereitung der eigentlich vorgesehenen Ciabattabuns zu langwierig war. Dazu darf ich jetzt noch – mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors – die Rezeptur für das ebenfalls benötigte Raclettegewürz ergänzen, welches in Deutschland so nicht erhältlich ist:

  • 15g Knoblauchpulver
  • 2g   Muskat, gemahlen
  • 5g   Thymian
  • 50g Paprikapulver, süss
  • 9g   Schwarzer Pfeffer, grob gemahlen

Jetzt folgen noch ein paar Bilder, die Euch hoffentlich hungrig machen, das Buch zu kaufen und dafür einen der Links hier aus dem Artikel zu benutzen, dann dann freut sich nicht nur Heiko über viele verkaufte Exemplare sondern auch ich über ein paar Cents von Amazon.

 CU

Gier noch einmal die Links zu Amazon.de in Bildform:

m4c – Dezember, nicht Weihnachten

Wie in den vergangenen Jahren auch titelte der Dezember-Smoke von meet4cigars nicht unter Weihnachtsfeier sondern als ganz normales Monatstreffen. So versammelte sich also eine recht große Runde (Sorry, ich habe vergessen zu zählen) in der weihnachtlich dekorierten Adega um es sich dort bei Speis, Trank und Rauch gutgehen zu lassen.

Das dieses Treffen keine Weihnachtsfeier war hinderte Präsident Martin nicht daran, jedem Anwesenden ein Geschenk in Form einer leckeren AJ Fernandez New World zu überreichen. Auch hinderte es ZZB-Präsident Walter nicht daran, uns mit einigen weihnachtlichen Versen aus seiner reichhaltigen Bibliothek gewohnt eloquent zu beglücken. Ich habe zwar bis jetzt nicht verstanden, was Tango tanzende alte Damen mit Weihnachten zu tun haben aber egal, schön war´s.

Da der Frühdienst rief habe ich die Runde diesmal als einer der ersten verlassen. Bilder gibt´s trotzdem. Diesmal sogar ordentlich verraucht und verrauscht aber ich hoffe, sie gefallen trotzdem ein wenig.

CU

ANS – Wiederkehr

Neulich lief im Kino Independence Day: Wiederkehr. Hier gehr es um die Rückkehr der Aliens, deren Invasionsversuch 25 Jahre vorher durch den heldenhaften Einsatz der Erdlinge verhindert wurde. Beim gestrigen ANS gab es zwar keine Invasion aber eine Art Alien tauchte nach sehr langer Zeit (Ich glaube, vier Jahre gehört zu haben) wieder einmal auf und wurde mit großem Getöse (allerdings nicht wie bei Roland Emmerich mit Explosionen) begrüßt. Für diejenigen, die Ihn nicht kennen bzw. immer noch nicht darauf gekommen sind, ich meine Alexander H. aus D.

Natürlich waren außerdem noch viele der üblichen Verdächtigen anwesend um gemeinsam einen vergnüglichen und genussreichen Abend bei leckeren Zigarren und ebenso leckeren Getränken (naja, beim Pastis würde zumindest ich dieses Adjektiv nicht benutzen) zu verbringen. Zu Essen gab es wie immer praktisch nichts, wenn mal mal von den frischen, selbstgemachten Frühlingsrollen, der leckeren Suppe und diversen Wurst- und Käsesorten absieht😉. So wurde es nach Mitternacht bis ich aufbrach. (In diesem Zusammenhang einen herzlichen Dank an meine Frau, die mir am nächsten Morgen noch ein Extrastündchen Schlaf gegönnt hat.)

Selbstverständlich habe ich auch dieses zeitgeschichtlich relevante Ereignis in Bildern festgehalten. Diesmal auch mit so etwas, wie einem Alien, denn ich hatte, seit langer Zeit einmal wieder, meine Nikon 1J5 mit dem 18,5mm f1.8-Objektiv dabei. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es das Material heute – zur Feier der Wiederkehr – in edlem Schwarzweiß.

CU

Fixes Futter (Teil 9)

In letzter Zeit habt Ihr hier wenige Beiträge zu irgendwelchen Zigarren-Events gelesen, was daran liegt, dass es mein Arbeitgeber „gut“ mit mir meint und ich überwiegend Spätdienste habe. Noch länger habe ich allerdings nichts zum Thema Essen, oder besser gesagt, Essen selbst zubereiten, geschrieben. Teil 8 von Fixes Futter datiert tatsächlich aus dem Dezember 2014.

Zurück zu den Spätdiensten, die auch dazu führen, dass ich mittags oft alleine esse, da der Rest der Familie noch in Sachen Arbeit bzw. Schule unterwegs ist. Heute war es wieder einmal so und ich öffnete die Kühlschranktür und lies mich inspirieren. 😜

Es fanden sich Tiefsee-Scallops (Verwandte der Jakobsmuschel) als TK-Ware vom Discounter meines Vertrauens und Bacon. Damit war das Essen geritzt und so ging es:

Die (aufgetauten) Scallops abspülen, trockentupfen, mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit einer Scheibe Bacon umwickeln und diese ggf. mit einem Holzspießchen fixieren. Das ganze in einer gut vorgeheizten Pfanne bei mittlerer Hitze schön anbraten, bis die Scallops und der Bacon eine schöne Farbe haben. Dazu habe ich mir dann noch ein schöne Portion Pommes Frites genehmigt.

Okay, das ganze war zugegebenermaßen keine kulinarische Höchstleistung oder sehr stilvoll aber es war richtig LEGGÄH!

Wer noch mehr Fixes Futter lesen oder gar nachkochen möchte findet hier Gelegenheit: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8

CU

P.S. Auch bei den Bildern kam diesmal eine Kamera zum Zuge, die aktuell ein wenig das Schattendasein hat, meine Nikon 1J5 mit dem 32mm f 1.2 Objektiv.

 

13 Tage, 4 Kilo, 1.000 Bilder

PisstderBauer-1

13 Tage, 4 Kilo, 1.000 Bilder – das ist die Bilanz meines/unseres diesjährigen Schwarzwaldurlaubs. Vier Kilo habe ich in den 13 Tagen zugenommen und währenddessen deutlich über 1.000 Bilder mit drei verschiedenen Kameras gemacht.

An der ersten Zahl (13) kann ich nichts mehr ändern, an der zweiten (4) bin ich noch am abarbeiten und die dritte (1.000) verändert sich aktuell auch ein wenig nach unten, da gerade das große Aussortieren in vollem Gange ist.

Heute – am 12. Tag nach unserer Rückkehr – bin ich zumindest soweit, mein übliches Roundup zu präsentieren. Sprich: ich habe alle Urlaubsbeiträge überarbeitet und vor allem die versprochenen (Mehr-)Bilder hinzugefügt. Es lohnt sich also, jeden Beitrag noch einmal anzuklicken. Hier sind sie nun:

Viel Spaß damit

CU

P.S. Wer den Rechtschreibfehler im obigen Bild findet, darf ihn behalten 😉

Oops! … I Do It Again


Sehr frei nach Britney Spears ist es wieder einmal soweit. Wie im Lied Oops! … I Did It Again besungen, spiele ich mit Euren Gefühlen. Insbesondere wohl mit dem Gefühl der Langeweile, weil ich schon wieder einmal in den Ferien im Schwarzwald gelandet bin und schon wieder einmal hiervon berichten werde.

Hatte ich nicht bereits letztes Jahr versprochen nicht so viel Tourikram abzuliefern? Ach was geht mich mein dummes Geschwätz vom Vorjahr an. Deshalb zum Abschluss noch etwas schön kitschiges


und natürlich ein herzliches

Stay tuned

P.S. Bilder geschossen mit Nikon 1 J5 mit 1Nikkor 10-100 f4-5.6 SuppenZoomobjektiv, Nachbearbeitung mit Snapseed.

Edit 23.08.2016: Flattersatz entfernt, Links aktualisiert

The Cams They Are A-Changin‘

Bob Dylan gilt als einer der einflussreichsten Musiker unserer Zeit und wurde kürzlich 75 Jahre alt, was sich in diversen Ehrungen, Artikeln, Berichten und Filmen in den einschlägigen Medien bemerkbar machte. Ich selbst konnte mit seiner Art von Musik nie etwas anfangen, da bin ich wohl zu 80er-Sythiepop-verseucht. Einer von Dylans Klassikern ist der Song „The Times They Are A-Changin'“ aus dem gleichnamigen Album, erschienen in meinem Geburtsjahr. Ich habe mir den Titel in Vorbereitung dieses Artikels noch einmal angehört und muss sagen es handelt sich für mich um eines der grausamsten Stücke Musik, das ich mir je antun musste. Aber wie heißt es (sinngemäß) so schön: Selbst etwas Schlechtes kann etwas Gutes bewirken. In diesem Fall die Inspiration für den Titel dieses Beitrages, der – Ihr habt es sicher schon geahnt – nicht das Geringste mit Bob Dylan oder seiner Musik zu tun hat.

Camlogos

Ich halte die geneigte Leserschaft ja gerne über meine Kameraausstattung informiert, auch wenn diese (die Kameraausstattung natürlich!) nicht professionell ist und bei einen oder anderen sogar Kopfschütteln hervorrufen mag. Was soll´s, schließlich bin ich ja auch kein Profi sondern Hobbyknipser mit Spaß an Technik und dem Drang hin und wieder einfach etwas neues ausprobieren oder lernen zu wollen – nicht nur bei der Art meiner Fotografie sondern auch bei den zugehörigen Gerätschaften.

Bevor es also mit den Neuerungen los geht, habe ich hier für Euch noch einmal chronologisch meine Blogbeiträge zum Themas Kameras zusammengefasst (und hoffentlich keinen vergessen:

Einen vollständigen Gesamtüberblick meiner Kamera-Historie erhaltet Ihr im ersten Teil meiner grandiosen Beitragsreihe zur Bildbearbeitung.

Jetzt aber endlich zur Neuheit – einer Fujifilm X-Pro2, kombiniert mit dem 35mm f2- und dem 56mm f1.2-Objektiv. Einfach ein Super-Gerät, das schon in den ersten Tagen richtig Spaß macht. Allein die Auswahl des Autofokusfelds mit dem Joystick an der Kamerarückseite ist die Krönung und lässt mich in vielen Fällen deutlich schneller zum Schuss kommen. Dazu noch das schicke Retro-Design, die tollen jpegs direkt aus der Kamera (Ich sage nur Filmsimulationen), das für mich sinnvoll durchdachte Bedienkonzept und vieles mehr.

Ähnliche Lobeshymnen habe ich natürlich auch über meine früheren Gerätschaften losgelassen, war das jetzt alles gelogen? Natürlich nicht. Aber ich habe mich eben (weiter)entwickelt und neue bzw. veränderte Qualifikationen und Vorlieben entwickelt. Ja, ich maße mir sogar an zu sagen, dass ich besser geworden bin, was jedoch absolut nicht an den verwendeten Werkzeugen liegt. Diese dienen/dienten auch immer als Lernobjekte unter der Überschrift trial and error. Im Rahmen der Neuanschaffung mussten auch insgesamt drei Kameras (J1, V1, D7100) nebst diverser Objektive und das Feld räumen, denn erstens habe ich keinen Dukatenesel und zweitens wäre es echt eine Schande, das gute Zeug im Schrank verstauben zu lassen. Ich habe für alle Teile richtig gute Preise erzielt und bin der festen Überzeugung, dass die Käufer noch lange viel Spaß und den Kameras haben werden.

Abschliessend fehlt also nur noch die Übersicht über mein aktuelles Kamera-Lineup und wenn jetzt jemand beim Anschauen mit dem Kopf schüttelt, verweise ich auf den zweiten Absatz dieses Artikels 😎

Camchange - 1 (1)
Die Nikon 1 J5 mit einem reduzierten Objektivpark
Camchange - 2 (1)
Die Leica Q
Camchange - 3 (1)
Die Fujifilm X-Pro2 mit 35mm f2 und 56mm f1.2

 Übrigens geht es heute Abend für die Fuji in den ersten „richtigen“ Einsatz – zum ANS!

CU

Der Würgefloh oder Gefährliches Halbwissen (2)

Wie im ersten Teil dieser Serie versprochen, erzähle ich Euch heute etwas darüber, wie ich meine digitalen Bilder im Rahmen meines Würgeflohs Workflows speichere und sortiere. Vorab aber eine Warnung: Dies ist lediglich eine Beschreibung dessen, was ich tue und erhebt keinerlei Anspruch auf „Richtigkeit“. Und genau wie Ihr im ersten Teil die Abfolgegeschichte meiner Kameras erfahren habt, gibt es hier auch eine Zeitreise von den Anfängen bis heute.

Es begab sich also zu der Zeit, als Computer noch mechanisch funktionierten …

Am Anfang habe ich einfach eine Ordnerstruktur auf der Festplatte angelegt und meine Bilder nach Datum in Unterordner sortiert und diese dann noch mit einem Titel versehen. Das ganze sah dann ungefähr so aus:

2016-04-17 Familienfeier oder 2016-03-10 … 20 Urlaub auf Malle.

Die Bilder habe ich dann innerhalb des Ordners mit Namen und fortlaufender Nummer versehen. Das ging damals richtig toll mit kostenlosen Tools wie FileBuddy, womit ruckzuck ganze Massen von Dateien umbenannt sequenziert oder anderweitig „manipuliert“ werden konnten.

iPhotoDann kam Apple mit iPhoto und ich war begeistert, denn nun konnte ich einfach alle Bilder importieren, diese wurden automatisch in sogenannte Ereignisse sortiert, die ich aber noch manuell „nachbessern“ konnte um z. B. einen zweiwöchigen Urlaub nicht aufzuspalten sondern in ein Ereignis zu legen. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit noch gezielt Alben anzulegen, Gesichter erkennen zu lassen, Druckerzeugnisse zu bestellen, Bilder zu sharen etc. Ausserdem wir natürlich direkt mit iOS-Geräten abgeglichen. Ganz zu schweigen von der Nachbearbeitung, doch dazu komme ich in Teil 3 dieser Serie.
Ganz ohne Haken war diese Sache natürlich nicht, denn so schön die Darstellung und Sortierung in iPhoto auch war, im Hintergrund lief alles in der iPhoto Library ab, einem undurchsichtigen Ordner, der die Originalbilder sowie alle Bearbeitungen speicherte. Aber es war halt bequem und ich sparte mir den Schritt der Benennung der Einzelbilder.

ios-7-photos-icon-pn1Irgendwann entschied sich Apple iPhoto (und auch das professionelle Schwesternprogramm Aperture) einzustellen und durch eine neu App namens Fotos zu ersetzen. Hintergrund war vor allem der, alles auf allen Apple-Geräten (Mac und iOS) mit dem gleichen „look and feel“ zu versehen. Natürlich war der Import weiterhin super-easy und die Synchronisierung klappte fantastisch aber die Struktur mit den Ereignissen wurde in eine Timeline geändert, was mir überhaupt nicht zusagte. Dazu kam noch, das (zumindest in den ersten Versionen) die Bearbeitungsfunktionen minimal waren und die Bedienung derselbigen mir völlig dämlich erschien. Was also tun?

17690Nächstes Kapitel: Zurück auf Anfang. Nach einigem Überlegen hatte ich mich entschlossen als Bildbearbeitungsprogramm DxO OpticsPro 10 zu nutzen (auch dazu mehr im nächsten Teil), weil dies seinerzeit das einzige Programm war, das bereits meine  J5 unterstützte, aber keinerlei Sortier- oder Katalogfunktion beinhaltet. Also begann ich wieder Ordner anzulegen, muss aber zugeben, dass ich mittlerweile zu faul bin, die einzelnen Bilder umzubenennen, auch weil ich noch kein schönes Tool dafür gefunden habe, das unter OS X so funktioniert, wie früher der o. g. FileBuddy. Alle Dateien in den Ordner heissen jetzt also DSC_0343.NEF oder so ähnlich. Hoffentlich geht mir das nicht irgendwann nach hinten los.

lighroom_cc_icon_580x388-100580445-largeDiese Phase währte nicht lange, denn ich entschied mich relativ schnell zu Adobe Lightroom zu wechseln als hier die Version 6 auf den Markt kam. Lightroom sortiert und katalogisiert nun wieder – allerdings in deutlich anderer Form als die Apple-Produkte. Insbesondere kommt nur das in den Katalog, was man willentlich importiert und nicht alles, was irgendwie ein Foto ist, das gerade mit dem iPhone aufgenommen wurde. Darüber hinaus sind die Bearbeitungsmöglichkeiten deutlich weitreichender als bei DxO (aber Ihr wisst ja: hierzu mehr im nächsten Teil).

Damit das hier jetzt nicht völlig ausufert, komme ich zu einer Art Abschluss. Meine aktuelle Speicherlösung ist eine Kombination von gestern und heute und erfüllt derzeit meine Anforderungen am besten. Nachteile git es trotzdem und zwar jede Menge. So habe ich eben noch die Fotos-Library von mehreren Jahren mit mehr als 10.000 Bildern, die ich nun manuell wieder in besagte Ordnerstruktur zurückführen muss und das ist eine (Straf-)Arbeit für jemanden der Vater und Mutter erschlagen hat.

In diesem Sinne

Stay tuned

P. S. Gerade ist mir aufgefallen, dass ich noch nichts zum wichtigen Thema Backup gesagt habe. Das schiebe ich noch ein, deshalb gibt den Teil zur eigentlichen Bildbearbeitung erst in der übernächsten Folge.