Besser spät als nie

In den vergangenen Wochen war ich ein ziemlich fauler Sack, insbesondere, was die Bearbeitung meiner Bilder aus dem letzten Urlaub anbelangt. Heute habe ich nun aber endlich einen Punkt erreicht, an dem ich sagen kann, es ist (halbwegs) erledigt.

Wie versprochen kommen hier nun die Links zu den überarbeiteten Beiträgen. Ich hoffe, Ihr schaut noch einmal rein:

Und damit es hier nicht ganz so öde aussieht, noch einige Restanten

CU

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Hai Faideladai

Gestern ging es hier im Blog um Männergespräche, Männerträume und Traumautos. Jetzt geht es direkt weiter mit einem anderen Thema, von dem wohl auch hauptsächlich Männer träumen, zumindest, wenn man auf die Geschlechterverteilung bei den Besuchern achtet. Ich spreche von (High End) HiFi.

Jetzt aber von vorne. Der liebe Holger, auch bekannt als The Incredibe Holg, fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm die Deutschen Hifi Tage in Darmstadt zu besuchen. Na klar wollte ich und so tuckerten wir heute morgen los, um uns beschallen zu lassen. Da ich mit HiFi-Messen bisher keine Berührung hatte, war ich zuerst einmal etwas verwundert und suchte die große Halle mit den Ausstellungsständen. Die gab es aber nicht, was mir bei einer gewissen Denkleistung auch hätte klar sein müssen. Stattdessen verteilt sich die Ausstellung auf viele einzelne Räume in denen die Hersteller ihre Produkte präsentieren und  – natürlich und vor allem – Musik spielen lassen. So kamen wir dann auch in den Genuss himmlischer Klänge, teilweise aus Gerätschaften, die Preise erreichen, bei denen man auch im Immobilienmarkt des Rhein-Main-Gebiets dabei ist.

Ob das alles sinnvoll oder nützlich ist steht nicht zur Diskussion, hier geht es um etwas völlig anderes als die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse. Ich konnte halt ein bisschen träumen und mir – zumindest in Gedanken – ein Traum-Anlage zusammenstellen. Es gab aber auch eine rein sachliche Erkenntnis, nämlich, dass die Sachen, die ich zuhause stehen habe, so gut sind (zumindest für meine Ohren), dass die teilweise enormen Aufpreise die Umsetzung des Traums nicht rechtfertigen.

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen, verbunden mit der Hoffnung, dass diese Veranstaltung nächste Jahr wieder in Darmstadt sein wird. Nur zum träumen natürlich 😇.

 

CU

Traumauto einmal anders

Bei typischen Männergesprächen geht es in der Regel um eines der drei folgenden Themen: Frauen, Fußball, Autos. Soweit das gängige Klischee, welches sich sicher in irgendeiner Weise belegen lässt.

Diesem Klischee folgend schreibe ich heute einmal etwas über ein Traumauto. Bei Traumautos in Männergesprächen wird es sehr schnell italienisch, sich sage nur Ferrari, Lamborghini, Maserati. Alles irgendwelche Flundern, denen irgendwie der Touch einer Ludenschyaukel anhaftet. Oft fotografiert mit sehr leicht bekleideten, dafür aber stark silikonbeladenen jungen Frauen.

Hier kommt jetzt etwas ganz anderes: deutsch, solide und so gar nicht sexy. Obwohl ich mir vorstellen kann, dass entsprechend zurechtgemachte, leicht bekleidete junge Frauen auch zu diesem Auto sehr dekorativ wirken würden. Aber lassen wir das und lüften endlich den Vorhang für den UNIMOG, genauer gesagt für den Unimog 421, den sich „unser“ Schwarzwaldbauer vor kurzem unter den Nagel gerissen hat. Ein echter Klassiker, Baujahr 1970, mit sagenhaften 45 Diesel-PS. Ursprünglich eingesetzt beim Schweizer Militär gelangte er über diverse Stationen in eine Garage, wo er die letzten 17 Jahre stand, um entdeckt und reaktiviert zu werden, was auch ohne Probleme funktionierte. So leistet er aktuell schon seine Dienste dem Hof und demnächst bekommt er neue Schlappen, TÜV und eine Anmeldung.

Natürlich gibt es jetzt auch ein paar Bilder des etwas anderen Traumautos, die leicht bekleideten jungen Frauen müsst Ihr Euch, sofern gewünscht, aber dazu denken.

CU

Soll ich wirklich?

( X ) JA

(   ) NEIN

Wer mir auf Instagram folgt (es gibt völlig unverständlicherweise immer noch Menschen, die das nicht tun), weiß natürlich schon lange, wo ich mich gerade wieder einmal aufhalte. Wer dieses Blog schon länger verfolgt, kann es sich aufgrund der Jahreszeit und der Tatsache, dass in Hessen aktuell Herbstferien sind, schnell zusammenreimen.

Der verbleibenden Minderheit erkläre ich es jetzt einfach: Ich bin mitsamt Familie wieder einmal zu Gast auf dem schönen Haghof in Seelbach im Schwarzwald. Da ich über diese Location und das ganze Drumherum schon sehr viel geschrieben habe, war ich mir nicht sicher, ob ich es diesmal wieder tun sollte und habe mich entschlossen, die obige Umfrage durchzuführen. Hierbei wurde bei 100%iger Wahlbeteiligung (ich) mit 100%iger Zustimmung (ich) beschlossen, erneut zu berichten. Ich verspreche, dass ich mich bemühe, nicht nur Wiederholungen zu bringen, aber ganz wird sich das wohl nicht vermeiden lassen.

Natürlich wird es auch wieder Bilder geben. Hierbei habe ich mir selbst ein kleine Challenge auferlegt und habe mich beim Kameraequipment nur auf meine Nikon 1J5 mit dem dazugehörigen Objektivpark beschränkt. Es muss halt nicht immer Leica sein 😜.  Ein paar Fotos, die nicht nicht auf Instagram zu sehen waren, gibt es jetzt:

In diesem Sinne: genießt die Ferien (sofern ihr welche habt) und

Stay tuned

 

Edit 20.10.2017: Flattersatz entfernt, Links aktualisiert, Bilder geordnet.

CCC – Play it loud

Wie gestern bereits angekündigt folgt nun meine Beitrag zum diesjährigen Sommerfest des CCC, welches diesmal an neuer Location, nämlich in Gau-Odernheim bei Deheck´s Tochter Event Werkstatt stattfand. Neu waren auch die Witterungsbedingungen, denn nachdem wir in den Vorjahren durch angenehme Temperaturen verwöhnt waren, war es diesmal ganz anders. 14° Celsius tagsüber im August sind nun wirklich nicht schön zu nennen, was insbesondere einige, leicht und sommerlich gekleidete, Damen sprichwörtlich am eigenen Leibe erfahren mussten. Trotzdem tat dies der vorzüglichen Stimmung keinen Abbruch.

Natürlich gibt es den Haupt-Artikel zum Sommerfest auf der Webseite des CCC, doch einige Highlights möchte ich auch hier zum besten geben. So waren diesmal erstmalig Gäste von befreundeten Zigarrenclubs anwesend  (St. Wendel, Balingen und Freiburg), das granatenmäßig leckere Essen wurde von der überregional bekannten Metzgerei Hauck geliefert und als besonderes Event spielte Mission Possible, die vermutlich beste Coverband diesseits des Urals, bei der unser Clubmitglied Mario – auch genannt „die Diva“ – den Gesangspart innehat. Die Jungs heizten ordentlich ein, so dass die Außentemperaturen irgendwann kein Thema mehr waren.

Hier folgen jetzt ein paar Teaser-Bilder, wer mehr sehen will klickt sich bitte weiter zur CCC-Webseite. Viel Spaß dabei.

CU

Qheim-Fotowalk

Die traurige Nachricht zuerst, der Fotowalk Mainz Wiesbaden existiert nicht mehr. Vor kurzem gab es auf Facebook eine kurze Nachricht des Organisators unter dem Tenor „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“. Wenig später waren sowohl der Facebook-Account als auch die Webseite verschwunden. Lediglich der YouTube-Kanal ist noch existent, dieser wurde aber nie so richtig gepflegt. Als alter Verschwörungstheoretiker kann ich der obigen Aussage nicht so recht glauben und vermute vielmehr, dass es irgendwo Knatsch, Unfrieden, Missverständnisse oder welche anderen Gründe auch immer gab. Ich finde es richtig schade, denn Fotografieren in der Gruppe bei einem Fotowalk macht Spaß und der Austausch mit den Mitwalkern ist eigentlich immer anregend.

Das Fotografieren ist bei mir in der letzten Zeit deutlich zu kurz gekommen, was ich sehr bedauere. Natürlich hat die geneigte Leserschaft hier jede Menge Bilder gesehen, aber die waren ja „nur“ Beiwerk zu anderen Themen. Eine richtige Fotostrecke – einfach nur der Bilder halber – gab es schon lange nicht mehr hier im Blog zu sehen. Deshalb hatte ich mich am vergangenen Sonntag zu einem privaten Einzel-Fotowalk aufgemacht und, da das Gute bekanntlich nah liegt, einfach vor meiner Haustür. Ganz in der Tradition meiner „Pfannkuchen-Reihe“ (Wie, Ihr wisst nicht, wovon ich schreibe? Dann klickt mal hier, hier und hier) habe ich mich auf eine Kamera, meine Leica Q, beschränkt und dazu noch alles in schwarz-weiß geschossen.QWein - 1 Als glückliche Fügung ergab es sich, dass ich auch meiner Vorliebe für das Fotografieren kaputter Dinge nachkommen konnte und das mich meine Tour rein zufällig 😜🤣 am Weinstand vorbeiführte, um dort lecker Riesling zu genießen.

 

Hier kommen nun also endlich die Ergebnisse meines Ausflugs. Mir gefällt´s und vor allem hat es wieder einmal richtig Spaß gemacht. Natürlich freue ich mich auch über jedwedes Feedback eurerseits.

CU

Berlin-essen (und trinken)

Wer sich noch nicht durch meinen Berlin-Reisebericht gequält gelesen hat, kann die über die folgenden Links nachholen: Teil 1, Teil 2, Teil 3. Dies ist aber nicht Voraussetzung für diesen Beitrag, in dem es um das leibliche Wohl geht und wie wir es in Berlin gepflegt haben.

Wie bereits erwähnt nächtigten wir im Hotel Savoy, das uns nicht nur ein schönes Zimmer bot, auch das morgendliche Frühstücksbuffet im gediegenen Restaurant erfüllte alle Wünsche, die ich/wir an ein gutes und reichliches Frühstück haben, inklusive Sektchen. Der Knaller ist allerdings die Times Bar im Savoy, eine richtig schön altmodische Bar mit gedämpftem Licht, tiefen, bequemen Ledersesseln und einer vollständigen Ausstattung an geistigen Getränken. Darüber hinaus ist auch noch eine Dependance der Casa del Habano angegliedert, aus der einem die kompetenten Kellner auch noch zu später Stunde eine gute kubanische Zigarre reichen. Die Bar ist natürlich auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich und daher ein absoluter Tip meinerseits. Nur mit den (hohen) Preisen muss man sich halt arrangieren.

Das kulinarische Angebot Berlins ist nahezu unüberschaubar und neben den überall präsenten, unvermeidlichen Currywurst-Buden präsentieren sich Restaurants nahezu aller denkbarer Nationalitäten. Uns verschlug es, auf Empfehlung einiger CCC-Mitglieder, ins Mimino Royal, ein georgisches Restaurant ganz in der Nähe unseres Hotels aber etwas zurückgesetzt von der Straße. Danke für die Empfehlung, das Essen war vorzüglich, der Service aufmerksam und die Preise absolut in Ordnung. Ich nehme es gerne als Qualitätsbeweis, wenn Ausländer im Restaurant ihrer Nationalität sitzen und hörte um mich herum fast nur georgisch (russisch?).

Aus dem Fernsehen (hier zeichnet der Musiksender Deluxe Music seine Live Sessions auf) kannte ich die Location des Folgetags, Stone Brewing. Hier wird nicht nur Craft Beer gebraut sondern auch im riesigen Brauereigasthof, einem ehemaligen Gaswerk, ausgeschenkt, passende moderne Speisekarte inklusive. Trotz der enormen Größe kommt hier kein „Bahnhofshallen-Feeling“ auf und man sitzt irgendwie gemütlich. Die Speisen sind von guter Qualität und die Preise zwar nicht billig aber völlig in Ordnung. Die große Auswahl verschiedener Craft Biere aus eigener Herstellung und von befreundeten Brauereien kann man sogar in 0,15l-Portionen geniessen, was ich sehr angenehm fand, denn so kann man mehr testen und hat nicht gleich einen in der Krone. Stone Brewing liegt etwas außerhalb in Marienfelde, ist aber die S-Bahn Fahrt von ca. 20 Minuten und den knappen Kilometer Fußmarsch vom Bahnhof mehr als wert.

Zu guter Letzt noch eine Berliner Institution, die Dicke Wirtin. Am Savignyplatz, und damit zu Fuß vom Hotel erreichbar, befindet sich diese „original“ Berlin Kneipe. „Original“ natürlich in Anführungszeichen, denn es ist rappelvoll mit Touristen (jeden Tag!) und die Einheimischen sind hier in der Minderzahl. Nichtsdestotrotz hat sich das Lokal seinen Charme bewahrt und es findet weder Abfertigung noch Abzocke statt. Die Speisekarte ist übersichtlich und ausschließlich mit deutscher/berliner Küche bestückt. Auf dem Tresen steht sogar noch eine riesiges Einmachglas mit Soleiern. Die Portionen sind riesig – das Schnitzel meiner Frau ragte beidseitig ca. 5cm über den Teller – kommen ultraschnell aus der Küche und schmecken vorzüglich. Falls das immer noch nicht reicht, kann man sich zum Nachtisch eine Portion Kalter Hund oder Kühle Katze bestellen, geballte, konzentrierte Kalorien. Dazu gibt es eine große Auswahl an Bier und Spirituosen. Der Service ist, trotz aller Hektik, sehr aufmerksam, flott und hat immer einen Spruch in echt Berliner Schnauze auf den Lippen. Auch hier sind die Preise absolut fair.

Natürlich haben wir kulinarisch nur an Berlins Oberfläche gekratzt aber vielleicht ist ja bei den obigen Empfehlungen etwas dabei, was dem/r einen oder anderen Leser/In das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Würde mich freuen. Gerne hätten wir auch die Kult-Currywurtsbude Konnopke´s Imbiss getestet aber dafür reichte einfach die Zeit nicht aus.

Ein paar Bilder zu den Lokalitäten gibt es natürlich auch.

CU

Die geteilte Stadt (3)

Dies ist bereits der dritte Teil meines Berlin-Reiseberichts und weil ich bisher doch viel Text hatte, möchte ich diesmal an Worten sparen und überwiegend Bilder sprechen lassen. Ich stelle Euch hier drei Spots vor, die wir besuchten und die uns, aus verschiedenen Gründen, gut gefallen haben. Alle liegen übrigens im ehemaligen Ost-Berlin.

1. Gedenkstätte Berliner Mauer

Hier wurden Teile der ehemaligen Mauer und andere Grenzsicherungen erhalten und um ein Dokumentationszentrum ergänzt. Ach wenn nur Steine, Mauern und Stacheldraht zu sehen sind bekommt man spätestens bei der Gedenkwand für die Todesopfer mulmige Gefühle und ist andererseits froh, dass diese Monstrosität nicht mehr existiert. Sehr interessant ist auch der angrenzende Nordbahnhof, durch den die Mauer hindurch verlief.

2. Friedrichshain

Wenn man es etwas böse ausdrücken möchte der Hipster-Stadtteil. Hier gibt es noch echtes Kiezfeeling mit jeder Menge Gastronomie (wenn auch bereits teilweise touristisch unterwandert), netten Geschäften, stillen Plätzen mit Markt usw. Ich habe gleich bei einem Second Hand-Plattenladen zugeschlagen.

3. Hackescher Markt/Hackesche Höfe und Umgebung

Hier waren wir am Sonntag, was sich überaus positiv auswirkte, da die umliegenden Geschäfte größtenteils geschlossen hatten und somit einfach mehr Platz vorhanden war, um die Location zu genießen.  Im Anschluss ging es dann noch in die nahe gelegene Ampelmann Strandbar um dort im Liegestuhl, mit einer Berliner Weisse ausgestattet, die Sonne und die Aussicht zu geniessen.

Das soll es für den Reisebericht gewesen sein. Ihr seid aber noch nicht erlöst, denn es folgt noch ein Bonusbeitrag zu einem wichtigen Thema. Also:

Stay tuned

Hier geht es zu Teil 1

Hier geht es zu Teil 2

Die geteilte Stadt (2)

Wat? Da warste in Berlin und meckerst nur rum, olle Flitzpiepe?

Nach dem ersten Teil meines Berlin-Reiseberichts, der ja doch einiges an Kritik bzw. Nichtgefallen beinhaltete,  möchte ich nun die zugesagten versöhnlicheren Töne anstimmen, denn, wie der Titel schon andeutet ist Berlin – in gewisser Weise – immer noch eine geteilte Stadt.

Es fängt bereits damit an, dass man nur vom Ku’damm abbiegen muss um direkt Ruhe zu haben, schöne Häuser und Begrünung. Ein gutes Beispiel dafür ist die Fasanenstraße, in welcher sich auch unser Hotel befand. Da wir gerade bei Grün sind: die Parks und Grünanlagen, die überall in der Stadt zu finden sind, sind einfach riesig und geben dem Bewohner und auch dem müden Touristen immer wieder die Gelegenheit, einfach einmal eine schöne Pause einzulegen.

Natürlich hat Berlin außer den Konsumtempel-Klötzen auch architektonisch viel zu bieten. Reichstag, Dom, Museumsinsel usw. sind einfach imposant und sehenswert. Leider finden das viele, viele andere Menschen auch, dazu mehr zu einem späteren Zeitpunkt. Jetzt möchte ich erst einmal eine kleine Rückwärtsschleife drehen und ein Einkaufszentrum, sorry ich meinte natürlich eine Shopping Mall, positiv erwähnen, nämlich Bikini Berlin. Von außen im Stil der 60er Jahre gehalten und innen „luftig“ und mit Shops außerhalb der üblichen Verdächtigen ausgestattet. Witzig sind vor allem die Giiterboxen, in denen sich immer wieder neue Läden für befristete Zeiträume befinden. Und sogar für Männer wird etwas geboten: Cyberport (Computer/Elektronik), Teufel (HiFi) und Beast Cigars. Außerdem gibt es eine riesige Glasfront mit direktem Blick auf das Affengehege des Berliner Zoos. Fragt sich dann nur, wer wen beobachtet. 😜

Jetzt nochmal zu Museen und Bauwerken. Wir haben kein Museum besucht und kein Bauwerk besichtigt, weil alles einfach viel zu voll war. Beim Reichstag z. B. musste man ca. 100m anstehen um ein Ticket für die Glaskuppel – für den nächsten Tag! – zu bekommen. Bei sämtlichen Museen der Museumsinsel standen auch lange Schlangen vor den Kassen und dann noch einmal vor den Eingängen, denn hier waren Ordner, die Besucher nur schubweise hinein ließen. Ich bin ein großer Museumsfan, aber das wollte ich mir wirklich nicht zumuten. Gerechterweise gebe ich zu, dass ein solches Wochenende auch der völlig falsche Zeitpunkt war. Wer hier wirklich Interesse hat sollte „außerhalb der Saison“ kommen, vielleicht Februar oder März, wenn die Touriströme geringer sind.

Was noch? Sehenswert fand ich auch die Arkaden unter den S-Bahn-Trassen, die für Geschäfte Bars Restaurants etc. genutzt werden. Und wenn man etwas in die Peripherie fährt gibt es noch ehemalige Industriekomplexe, die umgewidmet wurden aber auch solche Monster wie die Mercedes Benz Arena.

Bevor es jetzt zu lang(weilig) wird schreibe ich lieber noch einen dritten Teil (coming soon) und präsentiere zum Abschluss dieses Teils noch ein paar Bilder.

Stay tuned

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Die geteilte Stadt (1)

Heute gibt es hier seit langer Zeit einmal wieder einen Reisebericht. Okay, das Wort Reise ist vielleicht etwas überzogen, denn es handelte sich nur um ein verlängertes Wochenende, dafür ging es aber in die geteilte Stadt – nach Berlin.

Hä? Berlin geteilt? Hat da jemand Jahrzehnte verschlafen oder beim Tagesschau-Sehen nicht aufgepasst? Natürlich nicht, denn das Ende der Teilung Berlins (und ganz Deutschlands) durch Mauer und eisernen Vorhang habe ich natürlich mitbekommen. Für mich teilte sich Berlin in laut/hässlich/ätzend und schön/sehenswert/interessant, und auch hier waren die Grenzen oft nur eine Straße voneinander entfernt.

Da meine Frau schon einige Male geschäftlich in Berlin war, hatte sie eine Vorstellung davon, was „man“ gesehen haben sollte, sozusagen das Touristen-Pflichtprogramm mit Brandenburger Tor, Reichstag, Holocaust-Denkmal und und und. Natürlich haben wir zumindest einige dieser Stätten besucht aber glücklicherweise kein „koreanisches Touristenprogramm“ abgespult. Ihr wisst schon, da, wo die Herde einem Leittier mit hochgehaltenem Fähnchen oder Regenschirm hinterher läuft.

Jetzt aber endlich der Reihe nach. Wir haben ein Angebot von BAHNHIT.de gewählt, da es bei diesem Anbieter richtig preisgünstige Kombiangebote und eine gute Hotelauswahl gibt. Die Reise im ICE verlief sehr glatt, bis auf die Tatsache, dass auf der Teilstrecke von Hannover nach Berlin genau in unserem Wagen die Klimaanlage ausgefallen war. Eingemietet hatten wir uns im Hotel Savoy, einem eleganten und liebevoll altmodischen Haus in zentraler Lage zwischen Bahnhof Zoo und Kurfürstendamm, sehr empfehlenswert. Dort trafen wir dann erst einmal CCC-Presidente Gabriel, der geschäftlich in Berlin war und auch dort nächtigte. Die Welt ist halt ein Dorf. Als wir später dann unser sehr schönes Zimmer betraten fanden wir dort zur Begrüßung eine leckere Flasche Rotwein aufs Haus vor. Schön, wenn man eine Frau hat, die den Hoteleigentümer kennt und mit ihm geschäftlich zu tun hatte 😀.

Da wir bereits gegen Mittag ankamen, sind wir natürlich als erstes die nähere Nachbarschaft abgelaufen, wobei wir zur Kategorie laut/hässlich/ätzend kommen, denn das war die Gegend Bahnhof Zoo, Kurfürstendamm, Gedächtniskirche. Für mich als Besucher aus der Provinz war das alles zu viel. Menschenmassen (u. a. koreanische Touristengruppen an der Gedächtniskirche), Verkehr ohne Ende und eine Aufreihung aller weltweit existierenden Modeketten und alle Arten weiterer Konsumtempel. Vom Bahnhof Zoo ganz zu schweigen, der Gestank haut einen teilweise echt aus den Latschen, da möchte ich gar nicht wissen, wie es zu Zeiten des bekannten Buches hier aussah. Das dort „wohnende“ Publikum ist auch nicht gerade vertrauenerweckend. Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Obdachlose oder Leute die betteln müssen, um über die Runden zu kommen. Im Gegenteil, ich finde es mehr als schlimm, dass es so was  in einem reichen Land wie hier gibt. Wenn ich aber Bettelmütter sehe, die ihre (schulpflichtigen) Kinder auf der Straße „anlernen“, wie man möglichst penetrant Passanten anbettelt, dann geht mir einfach die Galle über – selbst jetzt beim Schreiben.

Bevor es zu lange und zu böse wird, mache ich hier erst einmal Pause. Natürlich folgen noch ein paar Touristen-Schnappschüsse. Für die Fotografie-Interessierten mag mein mitgenommenes Equipment interessant sein, es war meine Fujifilm X-Pro2 mit den 3 Musketieren XF23mmf2, XF35mmf2 und XF50mmf2, wobei aber 98% aller Bilder mit dem 23er entstanden.

Das war Teil 1. Teil 2 folgt bald und ich verspreche er wird etwas versöhnlicher für Berlin ausfallen. Also …

Stay tuned.

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