CCC – Play it loud

Wie gestern bereits angekündigt folgt nun meine Beitrag zum diesjährigen Sommerfest des CCC, welches diesmal an neuer Location, nämlich in Gau-Odernheim bei Deheck´s Tochter Event Werkstatt stattfand. Neu waren auch die Witterungsbedingungen, denn nachdem wir in den Vorjahren durch angenehme Temperaturen verwöhnt waren, war es diesmal ganz anders. 14° Celsius tagsüber im August sind nun wirklich nicht schön zu nennen, was insbesondere einige, leicht und sommerlich gekleidete, Damen sprichwörtlich am eigenen Leibe erfahren mussten. Trotzdem tat dies der vorzüglichen Stimmung keinen Abbruch.

Natürlich gibt es den Haupt-Artikel zum Sommerfest auf der Webseite des CCC, doch einige Highlights möchte ich auch hier zum besten geben. So waren diesmal erstmalig Gäste von befreundeten Zigarrenclubs anwesend  (St. Wendel, Balingen und Freiburg), das granatenmäßig leckere Essen wurde von der überregional bekannten Metzgerei Hauck geliefert und als besonderes Event spielte Mission Possible, die vermutlich beste Coverband diesseits des Urals, bei der unser Clubmitglied Mario – auch genannt „die Diva“ – den Gesangspart innehat. Die Jungs heizten ordentlich ein, so dass die Außentemperaturen irgendwann kein Thema mehr waren.

Hier folgen jetzt ein paar Teaser-Bilder, wer mehr sehen will klickt sich bitte weiter zur CCC-Webseite. Viel Spaß dabei.

CU

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Qheim-Fotowalk

Die traurige Nachricht zuerst, der Fotowalk Mainz Wiesbaden existiert nicht mehr. Vor kurzem gab es auf Facebook eine kurze Nachricht des Organisators unter dem Tenor „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“. Wenig später waren sowohl der Facebook-Account als auch die Webseite verschwunden. Lediglich der YouTube-Kanal ist noch existent, dieser wurde aber nie so richtig gepflegt. Als alter Verschwörungstheoretiker kann ich der obigen Aussage nicht so recht glauben und vermute vielmehr, dass es irgendwo Knatsch, Unfrieden, Missverständnisse oder welche anderen Gründe auch immer gab. Ich finde es richtig schade, denn Fotografieren in der Gruppe bei einem Fotowalk macht Spaß und der Austausch mit den Mitwalkern ist eigentlich immer anregend.

Das Fotografieren ist bei mir in der letzten Zeit deutlich zu kurz gekommen, was ich sehr bedauere. Natürlich hat die geneigte Leserschaft hier jede Menge Bilder gesehen, aber die waren ja „nur“ Beiwerk zu anderen Themen. Eine richtige Fotostrecke – einfach nur der Bilder halber – gab es schon lange nicht mehr hier im Blog zu sehen. Deshalb hatte ich mich am vergangenen Sonntag zu einem privaten Einzel-Fotowalk aufgemacht und, da das Gute bekanntlich nah liegt, einfach vor meiner Haustür. Ganz in der Tradition meiner „Pfannkuchen-Reihe“ (Wie, Ihr wisst nicht, wovon ich schreibe? Dann klickt mal hier, hier und hier) habe ich mich auf eine Kamera, meine Leica Q, beschränkt und dazu noch alles in schwarz-weiß geschossen.QWein - 1 Als glückliche Fügung ergab es sich, dass ich auch meiner Vorliebe für das Fotografieren kaputter Dinge nachkommen konnte und das mich meine Tour rein zufällig 😜🤣 am Weinstand vorbeiführte, um dort lecker Riesling zu genießen.

 

Hier kommen nun also endlich die Ergebnisse meines Ausflugs. Mir gefällt´s und vor allem hat es wieder einmal richtig Spaß gemacht. Natürlich freue ich mich auch über jedwedes Feedback eurerseits.

CU

Berlin-essen (und trinken)

Wer sich noch nicht durch meinen Berlin-Reisebericht gequält gelesen hat, kann die über die folgenden Links nachholen: Teil 1, Teil 2, Teil 3. Dies ist aber nicht Voraussetzung für diesen Beitrag, in dem es um das leibliche Wohl geht und wie wir es in Berlin gepflegt haben.

Wie bereits erwähnt nächtigten wir im Hotel Savoy, das uns nicht nur ein schönes Zimmer bot, auch das morgendliche Frühstücksbuffet im gediegenen Restaurant erfüllte alle Wünsche, die ich/wir an ein gutes und reichliches Frühstück haben, inklusive Sektchen. Der Knaller ist allerdings die Times Bar im Savoy, eine richtig schön altmodische Bar mit gedämpftem Licht, tiefen, bequemen Ledersesseln und einer vollständigen Ausstattung an geistigen Getränken. Darüber hinaus ist auch noch eine Dependance der Casa del Habano angegliedert, aus der einem die kompetenten Kellner auch noch zu später Stunde eine gute kubanische Zigarre reichen. Die Bar ist natürlich auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich und daher ein absoluter Tip meinerseits. Nur mit den (hohen) Preisen muss man sich halt arrangieren.

Das kulinarische Angebot Berlins ist nahezu unüberschaubar und neben den überall präsenten, unvermeidlichen Currywurst-Buden präsentieren sich Restaurants nahezu aller denkbarer Nationalitäten. Uns verschlug es, auf Empfehlung einiger CCC-Mitglieder, ins Mimino Royal, ein georgisches Restaurant ganz in der Nähe unseres Hotels aber etwas zurückgesetzt von der Straße. Danke für die Empfehlung, das Essen war vorzüglich, der Service aufmerksam und die Preise absolut in Ordnung. Ich nehme es gerne als Qualitätsbeweis, wenn Ausländer im Restaurant ihrer Nationalität sitzen und hörte um mich herum fast nur georgisch (russisch?).

Aus dem Fernsehen (hier zeichnet der Musiksender Deluxe Music seine Live Sessions auf) kannte ich die Location des Folgetags, Stone Brewing. Hier wird nicht nur Craft Beer gebraut sondern auch im riesigen Brauereigasthof, einem ehemaligen Gaswerk, ausgeschenkt, passende moderne Speisekarte inklusive. Trotz der enormen Größe kommt hier kein „Bahnhofshallen-Feeling“ auf und man sitzt irgendwie gemütlich. Die Speisen sind von guter Qualität und die Preise zwar nicht billig aber völlig in Ordnung. Die große Auswahl verschiedener Craft Biere aus eigener Herstellung und von befreundeten Brauereien kann man sogar in 0,15l-Portionen geniessen, was ich sehr angenehm fand, denn so kann man mehr testen und hat nicht gleich einen in der Krone. Stone Brewing liegt etwas außerhalb in Marienfelde, ist aber die S-Bahn Fahrt von ca. 20 Minuten und den knappen Kilometer Fußmarsch vom Bahnhof mehr als wert.

Zu guter Letzt noch eine Berliner Institution, die Dicke Wirtin. Am Savignyplatz, und damit zu Fuß vom Hotel erreichbar, befindet sich diese „original“ Berlin Kneipe. „Original“ natürlich in Anführungszeichen, denn es ist rappelvoll mit Touristen (jeden Tag!) und die Einheimischen sind hier in der Minderzahl. Nichtsdestotrotz hat sich das Lokal seinen Charme bewahrt und es findet weder Abfertigung noch Abzocke statt. Die Speisekarte ist übersichtlich und ausschließlich mit deutscher/berliner Küche bestückt. Auf dem Tresen steht sogar noch eine riesiges Einmachglas mit Soleiern. Die Portionen sind riesig – das Schnitzel meiner Frau ragte beidseitig ca. 5cm über den Teller – kommen ultraschnell aus der Küche und schmecken vorzüglich. Falls das immer noch nicht reicht, kann man sich zum Nachtisch eine Portion Kalter Hund oder Kühle Katze bestellen, geballte, konzentrierte Kalorien. Dazu gibt es eine große Auswahl an Bier und Spirituosen. Der Service ist, trotz aller Hektik, sehr aufmerksam, flott und hat immer einen Spruch in echt Berliner Schnauze auf den Lippen. Auch hier sind die Preise absolut fair.

Natürlich haben wir kulinarisch nur an Berlins Oberfläche gekratzt aber vielleicht ist ja bei den obigen Empfehlungen etwas dabei, was dem/r einen oder anderen Leser/In das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Würde mich freuen. Gerne hätten wir auch die Kult-Currywurtsbude Konnopke´s Imbiss getestet aber dafür reichte einfach die Zeit nicht aus.

Ein paar Bilder zu den Lokalitäten gibt es natürlich auch.

CU

Die geteilte Stadt (3)

Dies ist bereits der dritte Teil meines Berlin-Reiseberichts und weil ich bisher doch viel Text hatte, möchte ich diesmal an Worten sparen und überwiegend Bilder sprechen lassen. Ich stelle Euch hier drei Spots vor, die wir besuchten und die uns, aus verschiedenen Gründen, gut gefallen haben. Alle liegen übrigens im ehemaligen Ost-Berlin.

1. Gedenkstätte Berliner Mauer

Hier wurden Teile der ehemaligen Mauer und andere Grenzsicherungen erhalten und um ein Dokumentationszentrum ergänzt. Ach wenn nur Steine, Mauern und Stacheldraht zu sehen sind bekommt man spätestens bei der Gedenkwand für die Todesopfer mulmige Gefühle und ist andererseits froh, dass diese Monstrosität nicht mehr existiert. Sehr interessant ist auch der angrenzende Nordbahnhof, durch den die Mauer hindurch verlief.

2. Friedrichshain

Wenn man es etwas böse ausdrücken möchte der Hipster-Stadtteil. Hier gibt es noch echtes Kiezfeeling mit jeder Menge Gastronomie (wenn auch bereits teilweise touristisch unterwandert), netten Geschäften, stillen Plätzen mit Markt usw. Ich habe gleich bei einem Second Hand-Plattenladen zugeschlagen.

3. Hackescher Markt/Hackesche Höfe und Umgebung

Hier waren wir am Sonntag, was sich überaus positiv auswirkte, da die umliegenden Geschäfte größtenteils geschlossen hatten und somit einfach mehr Platz vorhanden war, um die Location zu genießen.  Im Anschluss ging es dann noch in die nahe gelegene Ampelmann Strandbar um dort im Liegestuhl, mit einer Berliner Weisse ausgestattet, die Sonne und die Aussicht zu geniessen.

Das soll es für den Reisebericht gewesen sein. Ihr seid aber noch nicht erlöst, denn es folgt noch ein Bonusbeitrag zu einem wichtigen Thema. Also:

Stay tuned

Hier geht es zu Teil 1

Hier geht es zu Teil 2

Die geteilte Stadt (2)

Wat? Da warste in Berlin und meckerst nur rum, olle Flitzpiepe?

Nach dem ersten Teil meines Berlin-Reiseberichts, der ja doch einiges an Kritik bzw. Nichtgefallen beinhaltete,  möchte ich nun die zugesagten versöhnlicheren Töne anstimmen, denn, wie der Titel schon andeutet ist Berlin – in gewisser Weise – immer noch eine geteilte Stadt.

Es fängt bereits damit an, dass man nur vom Ku’damm abbiegen muss um direkt Ruhe zu haben, schöne Häuser und Begrünung. Ein gutes Beispiel dafür ist die Fasanenstraße, in welcher sich auch unser Hotel befand. Da wir gerade bei Grün sind: die Parks und Grünanlagen, die überall in der Stadt zu finden sind, sind einfach riesig und geben dem Bewohner und auch dem müden Touristen immer wieder die Gelegenheit, einfach einmal eine schöne Pause einzulegen.

Natürlich hat Berlin außer den Konsumtempel-Klötzen auch architektonisch viel zu bieten. Reichstag, Dom, Museumsinsel usw. sind einfach imposant und sehenswert. Leider finden das viele, viele andere Menschen auch, dazu mehr zu einem späteren Zeitpunkt. Jetzt möchte ich erst einmal eine kleine Rückwärtsschleife drehen und ein Einkaufszentrum, sorry ich meinte natürlich eine Shopping Mall, positiv erwähnen, nämlich Bikini Berlin. Von außen im Stil der 60er Jahre gehalten und innen „luftig“ und mit Shops außerhalb der üblichen Verdächtigen ausgestattet. Witzig sind vor allem die Giiterboxen, in denen sich immer wieder neue Läden für befristete Zeiträume befinden. Und sogar für Männer wird etwas geboten: Cyberport (Computer/Elektronik), Teufel (HiFi) und Beast Cigars. Außerdem gibt es eine riesige Glasfront mit direktem Blick auf das Affengehege des Berliner Zoos. Fragt sich dann nur, wer wen beobachtet. 😜

Jetzt nochmal zu Museen und Bauwerken. Wir haben kein Museum besucht und kein Bauwerk besichtigt, weil alles einfach viel zu voll war. Beim Reichstag z. B. musste man ca. 100m anstehen um ein Ticket für die Glaskuppel – für den nächsten Tag! – zu bekommen. Bei sämtlichen Museen der Museumsinsel standen auch lange Schlangen vor den Kassen und dann noch einmal vor den Eingängen, denn hier waren Ordner, die Besucher nur schubweise hinein ließen. Ich bin ein großer Museumsfan, aber das wollte ich mir wirklich nicht zumuten. Gerechterweise gebe ich zu, dass ein solches Wochenende auch der völlig falsche Zeitpunkt war. Wer hier wirklich Interesse hat sollte „außerhalb der Saison“ kommen, vielleicht Februar oder März, wenn die Touriströme geringer sind.

Was noch? Sehenswert fand ich auch die Arkaden unter den S-Bahn-Trassen, die für Geschäfte Bars Restaurants etc. genutzt werden. Und wenn man etwas in die Peripherie fährt gibt es noch ehemalige Industriekomplexe, die umgewidmet wurden aber auch solche Monster wie die Mercedes Benz Arena.

Bevor es jetzt zu lang(weilig) wird schreibe ich lieber noch einen dritten Teil (coming soon) und präsentiere zum Abschluss dieses Teils noch ein paar Bilder.

Stay tuned

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Die geteilte Stadt (1)

Heute gibt es hier seit langer Zeit einmal wieder einen Reisebericht. Okay, das Wort Reise ist vielleicht etwas überzogen, denn es handelte sich nur um ein verlängertes Wochenende, dafür ging es aber in die geteilte Stadt – nach Berlin.

Hä? Berlin geteilt? Hat da jemand Jahrzehnte verschlafen oder beim Tagesschau-Sehen nicht aufgepasst? Natürlich nicht, denn das Ende der Teilung Berlins (und ganz Deutschlands) durch Mauer und eisernen Vorhang habe ich natürlich mitbekommen. Für mich teilte sich Berlin in laut/hässlich/ätzend und schön/sehenswert/interessant, und auch hier waren die Grenzen oft nur eine Straße voneinander entfernt.

Da meine Frau schon einige Male geschäftlich in Berlin war, hatte sie eine Vorstellung davon, was „man“ gesehen haben sollte, sozusagen das Touristen-Pflichtprogramm mit Brandenburger Tor, Reichstag, Holocaust-Denkmal und und und. Natürlich haben wir zumindest einige dieser Stätten besucht aber glücklicherweise kein „koreanisches Touristenprogramm“ abgespult. Ihr wisst schon, da, wo die Herde einem Leittier mit hochgehaltenem Fähnchen oder Regenschirm hinterher läuft.

Jetzt aber endlich der Reihe nach. Wir haben ein Angebot von BAHNHIT.de gewählt, da es bei diesem Anbieter richtig preisgünstige Kombiangebote und eine gute Hotelauswahl gibt. Die Reise im ICE verlief sehr glatt, bis auf die Tatsache, dass auf der Teilstrecke von Hannover nach Berlin genau in unserem Wagen die Klimaanlage ausgefallen war. Eingemietet hatten wir uns im Hotel Savoy, einem eleganten und liebevoll altmodischen Haus in zentraler Lage zwischen Bahnhof Zoo und Kurfürstendamm, sehr empfehlenswert. Dort trafen wir dann erst einmal CCC-Presidente Gabriel, der geschäftlich in Berlin war und auch dort nächtigte. Die Welt ist halt ein Dorf. Als wir später dann unser sehr schönes Zimmer betraten fanden wir dort zur Begrüßung eine leckere Flasche Rotwein aufs Haus vor. Schön, wenn man eine Frau hat, die den Hoteleigentümer kennt und mit ihm geschäftlich zu tun hatte 😀.

Da wir bereits gegen Mittag ankamen, sind wir natürlich als erstes die nähere Nachbarschaft abgelaufen, wobei wir zur Kategorie laut/hässlich/ätzend kommen, denn das war die Gegend Bahnhof Zoo, Kurfürstendamm, Gedächtniskirche. Für mich als Besucher aus der Provinz war das alles zu viel. Menschenmassen (u. a. koreanische Touristengruppen an der Gedächtniskirche), Verkehr ohne Ende und eine Aufreihung aller weltweit existierenden Modeketten und alle Arten weiterer Konsumtempel. Vom Bahnhof Zoo ganz zu schweigen, der Gestank haut einen teilweise echt aus den Latschen, da möchte ich gar nicht wissen, wie es zu Zeiten des bekannten Buches hier aussah. Das dort „wohnende“ Publikum ist auch nicht gerade vertrauenerweckend. Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Obdachlose oder Leute die betteln müssen, um über die Runden zu kommen. Im Gegenteil, ich finde es mehr als schlimm, dass es so was  in einem reichen Land wie hier gibt. Wenn ich aber Bettelmütter sehe, die ihre (schulpflichtigen) Kinder auf der Straße „anlernen“, wie man möglichst penetrant Passanten anbettelt, dann geht mir einfach die Galle über – selbst jetzt beim Schreiben.

Bevor es zu lange und zu böse wird, mache ich hier erst einmal Pause. Natürlich folgen noch ein paar Touristen-Schnappschüsse. Für die Fotografie-Interessierten mag mein mitgenommenes Equipment interessant sein, es war meine Fujifilm X-Pro2 mit den 3 Musketieren XF23mmf2, XF35mmf2 und XF50mmf2, wobei aber 98% aller Bilder mit dem 23er entstanden.

Das war Teil 1. Teil 2 folgt bald und ich verspreche er wird etwas versöhnlicher für Berlin ausfallen. Also …

Stay tuned.

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Lieber WEW als WWE

Habt Ihr schon einmal die Abkürzung WWE gesehen/gelesen/gehört? Dann gehört Ihr bestimmt zu einer Unterart der Sportbegeisterten, nämlich der Wrestling-Fans. Das ist per se nicht schlimmes, auch wenn es schon beinahe ein Witz ist, Wrestling als Sport zu bezeichnen. Aber lassen wir das, denn wie so oft, geht es auch in diesem Beitrag um etwas völlig anderes.

Dieses völlig andere ist das Weinerlebnisweg(WEW)-Fest. Hier spielen nicht mit Testosteron und Steroiden vollgepumpte Muskelprotze die Hauptrolle sondern eines unserer höchsten Kulturgüter, welches seit Jahrhunderten angebaut und verarbeitet wird. Ja, das war so richtig dick aufgetragen, ich meine natürlich Wein und das Weinerlebnisweg-Fest ist ein Weinfest der anderen Art, welches sich über die Wingerte dreier Weinbaugemeinden erstickt und damit nicht nur zum Trinken sondern auch zum gemütlichen Wandern oder Radeln einlädt.

Nachdem es mir in den vergangenen Jahren nie gelungen war hinzugehen (siehe hier und hier) kam gestern alles Gute zusammen, denn das Wetter war klasse und mein Dienstplan spielte mit. So steuerten wir also bereits am Mittag  das Weingut Bacchus Speicher als erste Station an, wo wir auch direkt nette Nachbarn trafen. Nun, was soll ich sagen, dies blieb auch unsere letzte Station, denn wir lernten noch dazu neue nette Leute  kennen, quatschten uns fest und genossen Wein, leckere Bratwurst und die dargebotene Musik. Was will man mehr?

Bleibt nur noch die Aufforderung an meine regional ansässigen Leserinnen und Leser, nächstes Jahr doch auch einmal beim WEWF vorbei zu schauen und zu genießen. Als kleinen Vorgeschmack gibt es natürlich auch noch ein paar Bilder.

CU

Zwei Liter sind ein Softdrink – kein Hubraum

In den letzten Monaten ist das Fotografieren bei mir massiv zu kurz gekommen. Irgendwie kam oder konnte ich nie ´raus und hatte auch keine Motivation mehr zum (gefühlten) 1000. Male die „Homezone“ abzulichten. So blieb es also beinahe ausschließlich bei der Berichterstattung zu diversen Zigarrenevents, doch selbst da konnte ich nur sporadisch teilnehmen. Nun begab es sich, dass heute, am Ostersonntag, die American V8 Drivers zum Garbage Hill einluden. Zur Erklärung: natürlich werden hier keine Autos auf den Müll gebracht, vielmehr handelt es sich um ein Clubtreffen, welches auf dem Gelände der Hochheimer Abfallverwertungsdeponie stattfindet und nicht nur für Mitglieder der V8 Drivers sondern auch für Jedermann zugänglich ist.

„Natürlich“ war pünktlich zu Ostern der Wetterumschwung da und statt 20º C und Sonnenschein (wie noch zwei Tage vorher) war es windig bei 12º C und Regenschauern. Trotzdem habe ich mich nach Frühdienst und dem ersten Spargelessen der Saison sofort aufgemacht, um wieder einmal den Auslösefinger zu trainieren und natürlich ein paar heiße Schlitten zu betrachten. Auf dem Gelände war nicht allzu viel los (sowohl bei den „Ausstellern“ als auch beim Publikum), was sicherlich am blöden Wetter lag aber den Vorteil hatte, dass mir nich alle Nase lang jemand vor die Linse gelaufen ist. So habe ich dann einige Bilder für Euch zusammengestellt und hoffe, sie gefallen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, auch einmal Blech und Chrom zu bestaunen, dem sei gesagt, dass es dieses Jahr noch weitere Garbage Hill Termine gibt, nämlich am 21. Mai, am 20. August und am 17. September. Dann hoffentlich bei gutem Wetter und vollem Haus Gelände.

Wer noch mehr Auto-Bilder von mir sehen will kann das hier, hier und hier tun. Viel Spaß dabei.

CU

Capital (Madeira 5)

Diesen letzten Beitrag über Madeira möchte ich mit einer Klarstellung starten, denn ich wurde bereits mehrfach darauf angesprochen, dass ich in den vorausgegangenen Beiträgen nur herumgemeckert hätte. Ich sehe das nicht so, denn ich glaube immer wieder betont zu haben, wie viele schöne Seiten es gab. Natürlich habe ich auch Dinge erwähnt, die mir nicht gefallen haben, weil ich es wichtig finde klarzustellen, dass – im Gegensatz zu den Texten in Reiseführern – nicht alles eitel Sonnenschein und Friede, Freude, Eierkuchen ist. Na gut, wie heißt es so schön: die Nachricht entsteht beim Empfänger.

Deshalb möchte ich die Serie mit einer Lobeshymne auf die Inselhauptstadt Funchal abschliessen. Natürlich hat auch Funchal „Schattenseiten“, die sich bei einer Stadt mit ca. 90.000 Einwohnern nun einmal nicht vermeiden lassen aber alles in allem habe mich mich irgendwie in die Stadt verguckt (und das obwohl ich dort von Frau und Töchtern in eine riesige Mall mit allen üblichen verdächtigen Modelabels verschleppt wurde 😱). Funchal hat für mich alles, was zu einer mediterranen* Stadt dazugehört: einen Hafen, eine schöne Promenade, eine sehenswerte Altstadt und vor allem ein Flair, das erkennen lässt, dass dies nicht nur für Touristen gemacht ist sondern hier noch richtig gelebt wird. Wer dort ist, soll einfach ´mal in die Markthalle gehen, wo sich die Hausfrauen (und -männer) mit leckerem frischen Fisch für das Sonntagsmenü eindecken oder sich in eine der vielen kleinen Bars setzen, wo Einheimische in der Überzahl sind und merken, was ich meine.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch Kirchen, Museen, schöne Plätze zum Verweilen und sehenswerte, gepflegte Parks.

Hierzu noch eine kleine Anekdote: Natürlich wollte ich das Fotografiemuseum im ehemaligen Studio des bekannten maderischen Fotografen Vicente besuchen. Dieses ist nur leider seit 2014 geschlossen und das schöne alte Haus verfällt. Sehr schade. In diesem Zusammenhang haben wir aber festgestellt, dass die Kindle-Ausführung unseres Reiseführers eine Updatekuntion hat – leider erst nachdem wir vor geschlossener Tür standen. Dummheit muss eben bestraft werden 😳.

Selbst die Einkaufsstraßen sind interessant, da sie noch nicht von H&M und Konsortien okkupiert sind und es dort noch viele traditionelle Geschäfte aller Branchen gibt. Wir waren insgesamt drei mal dort und ich habe das Gefühl, nur an der Oberfläche gekratzt zu haben.

Meiner Begeisterung entsprechend gibt es nun zum Abschluss eine große Zahl Bilder

CU

* Ich weiß, dass Madeira im Atlantik vor Afrika liegt. Trotzdem finde ich das Adjektiv mediterran, zu dem viele Leute ähnliche Assoziationen haben, passt einfach am besten.

P. S. Hier noch die Übersicht aller Beiträge dieser Serie:
Madeira 1  Madeira 2  Madeira 3  Madeira 4

Tourikram Ost (Madeira 4)

Nach ein wenig abrbeitsbedingter Zwangspause mache ich heute endlich einmal mit meinem Madeira-Bericht weiter. Dieses Mal geht es um die von unserer Homebase östlich gelegenen Ziele, die wir angesteuert haben.

Der erste Ort nach dem östlichen Tunnel ist Ponte do Sol. Dies ist auch der Ort, über den wir erst auf Madeira aufmerksam wurden, da mir ein Kollege ein dort gelegenes Hotel empfohlen hatte. Das Städtchen ist ein wenig zweigeteilt, ein alter Ortskern schmiegt sich in die kleine Bucht und etwas weiter oben kommt dann das „Neubaugebiet“, in dem dann die Einheimischen wohnen und wo es Schule, Einkaufsmöglichkeiten und sogar eine Tankstelle mit integriertem Supermarkt gibt. Der alte Ortskern ist sehr gemütlich und schön anzuschauen. Es gibt einen Strand aus schwarzem Gestein und eine schicke Promenade mit Bars und Hotels. Alles sehr knuffig. Natürlich haben wir uns auch besagtes Hotel einmal angesehen und dort einen Kaffe auf der überdachten Terrasse genommen, weil es leider wieder einmal in Strömen regnete.

Es ging natürlich auch noch weiter gen Osten, an Funchal vorbei nach Machico und Santana (Nein, die Stadt wurde nicht nach dem Gitarristen benannt und er stammt auch nicht daher). Beide Orte haben uns nicht gerade vom Hocker gehauen, was zum Teil sicher dem schlechten Wetter geschuldet war und natürlich auch dem nicht immer vertrauenswürdigen Reiseführer, der aber einfach alles schön schreibt. Machico, die zweitgrößte Stadt der Insel hat auch einen (aufgeschütteten) Sandstrand, einen Ortskern mit ein paar gemütlichen Gassen und an der Strandpromenade eine riesige Freifläche mit einen modern-protzigen Veranstaltungsgebäude (?), dem Forum Machico. Die Attraktion von Santana sind die traditionellen alten Häuser, von denen dort noch einige erhalten sind. Sie sehen in ihrer Dreiecksform, mit Strohdach bis auf den Boden reichend, schon sehr interessant aus, werden aber gnadenlos touristisch ausgeschlachtet, indem sich on jedem ein anderer Shop mit madeirischen Spezialitäten befindet. darüber hinaus gibt es noch eine Seilbahn, die vom auf dem Hügel gelegenen Ort direkt ans Meer führt. Leider blieb diese uns verborgen.

Auch bei diesen beiden Orten kann ich nur sagen : Gut, dass wir in der Nebensaison dort waren, denn auch hier möchte ich nicht im Sommer ein Blatt im reissenden Touristenstrom sein.

Das war jetzt beinahe, nur ein Beitrag fehlt noch. Also

stay tuned.