Fixes Futter (Teil 12)

Heute schreibe ich (endlich) einmal wieder zu einem Thema, das mir sehr am Herzen liegt, welches ich aber hier im Blog lange nicht behandelt habe. Kochen – oder besser gesagt, Zubereitung von Speisen. Wie schon so oft geht es wieder einmal darum, aus vorhandenem Material eine genießbare Mahlzeit zu zaubern, weshalb dieser Beitrag ursprünglich „Resteverwertung“ heissen sollte. Bei den Vorbereitungen bemerkte ich allerdings, dass der letzte Beitrag in meiner legendären Serie „Fixes Futter“ (bitte benutzt die Suchfunktion) die Nummer 11 trug, und so beschloss ich heute das Dutzend voll zu machen.

Kurz zur Vorgeschichte. Wir hatten gerade meine beiden Schwager (oder heißt es in der Mehrzahl Schwäger?) nebst Gattinnen zum abendlichen Grillen eingeladen und ich hatte mich herangewagt Bauchrippchen (so nannte es der Metzger) über viele Stunden langsam zu bbq-en. Der Versuch ist mir wohl gelungen, denn ich erntete – selbst von den Damen – Lob über das zarte und wohlschmeckende Fleisch. „Natürlich“ hatte ich zuviel gemacht und so blieb ein komplettes Rack (ca. 1kg) übrig, welches ich selbstverständlich nicht verkommen lassen wollte und will. So kam ich heute, als Tages-Strohwitwer, auf die Idee mir eine Art Burger daraus zuzubereiten, da ich auch noch Burgerbrötchen (ja, aus dem Supermarkt, ich gelobe Besserung) im Brotkasten und Käse im Kühlschrank fand.

Ran ans Werk, sprich das Fleisch in gewünschter Menge in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne mit ganz wenig Olivenöl kross anbraten und ggf. noch etwas würzen . Dann den Käse darauf schmelzen lassen und zum Schluss das Ganze auf das Burgerbrötchen applizieren.

Ich fand´s extrem L E G G Ä H !

Dazu gab es natürlich ein Bier, denn bei der aktuell herrschenden Hitzewelle muss man ja regelmäßig auf die Zufuhr wichtiger Mineralstiffe, Enzyme und Spurenelemente achten 😜.

Für die eher visuell geprägten Menschen jetzt noch ein paar Bilder

CU

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Vergangenheit hat Zukunft

Ich hatte es angedroht angekündigt, es geht weiter mit dem Thema Musik.

Allen, die es aus vorigen Beiträgen zu diesem Thema immer noch nicht geschnallt haben, erkläre ich hiermit explizit, dass ich dabei eine Art ewig gestriger bin. Oder anders gesprochen: Gebt mir 80er-Jahre Synthiepop und ich bin glücklich.

Ganz besonders glücklich bin ich darüber, dass eine meiner Lieblingsbands aus dem besten Musikjahrzehnt aller Zeiten kürzlich ein neues Album veröffentlicht hat – fünfundzwanzig Jahre nach dem vorigen.

The Twins – Living for the Future.

Entdeckt hatte ich es neulich beim 3 für 15-Stöbern bei Amazon und das Schicksal wollte, dass ich auch erfuhr, dass es eine, auf 500 Stück limitierte, Sonderedition gibt. Trotz, oder gerade wegen des horrenden Preises dieser Box schaltete mein Verstand direkt ab und ich bestellte sofort.

Die stabile, handsignierte Box (ich habe Nr. 423/500) mit dem leicht erhabenen Goldaufdruck hat folgendem Inhalt:

  • CD und LP Living for the Future
  • Original Twins Single (die allererste) aus den 80ern, neu und ungespielt
  • Autogrammjäger
  • Anstecknadel (Button) [Mehr 80er geht wirklich nicht!]
  • Buch Die Abenteuer der Twins

Es zählen aber nicht nur die Äußerlichkeiten sondern vor allem die inneren Werte, sprich die Musik und die passt einfach. Fette Synthie-Sounds, ordentliche Rhythmen und schöne Melodien lassen bei mir keine Wünsche offen. Ich erwische mich sogar immer wieder beim Mitsummen und Fußwippen (gerade erst heute morgen beim Bügeln meiner Henden 😏). Hinzu kommt klarer Gesang, an dem sich viele aktuelle, nuschelnde und silbenverschluckende „Stars“ aus unserem Lande ein Beispiel nehmen sollten. Die Texte (natürlich englisch), Herz, Schmerz, Liebe, Leid, Treffen, Verlassen usw. Pop eben und absolut zur Musik passend.

Jetzt kommt aber der Negativpunkt und den finde ich bei der LP. Diese sieht wunderschön aus, man nennt das wohl „Golden Marbled Vinyl“, kann mich aber klanglich nicht überzeugen. Es fehlen außerdem zwei Titel, was wohl der Dauer des Gesamtwerks geschuldet ist. Trotz dieser Kürzung ist jede LP-Seite noch über 24 Minuten lang, was nicht nur die Rille sehr schmal macht (daher mangelnde Dynamik) sondern auch den „Auslauf“ sehr, sehr kurz. So kurz, dass mein Plattenspieler den Tonarm nicht hochhebt und zurückfährt. All dies Probleme hätte man mit einem Doppel-Album lösen können, zur Not mit nur drei bespielten Seiten. Schade eigentlich.

Bereuen tue ich den Kauf aber absolut nicht, denn die CD bietet einen wirklich fetten Sound und hat richtig Wumms.

Zum versöhnlichen Schluss noch mein weiteres Highlight, das Buch „Die Abenteuer der Twins“ von Bandmitglied Sven Dohrow. Hierin erzählt er, im angenehmsten Plauderton, die Geschichte der Twins in den 80er Jahren. Angefangen in der Schule bis hin zum Superstar-Status in Italien, Chartplazierungen in Australien und Begegnungen mit (damaligen) Musikgrößen wie Culture Beat und Depeche Mode. Insbesondere bei einigen Anekdoten aus dem Tourleben von Popstars konnte ich mir ein lautes Loslachen einfach nicht verkneifen. Was mir beim Lesen auch positiv auffiel, war dass hier nicht künstlerisch verklärt wurde. Getroffene Fehlentscheidungen wurden auch als solche bezeichnet und auch mit dem Thema Geld und seinen Auswirkungen wird offen umgegangen. Was soll ich sagen, ich bin eigentlich recht lesefaul aber dieses Werk habe ich mir in Rekordzeit regelrecht „reingezogen“.

So, jetzt genug mit der Lobhudelei und zum Abschluss ein paar Bilder und eine klare Kaufempfehlung für alle, die meinen Musikgeschmack teilen oder zumindest damit etwas anfangen können.

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P. S. Ich werde einen Link zu diesem Blogpost mal an die Twins weiterleiten. Mal sehen, ob etwas zurückkommt.

3 für 15

Hatte ich in meinem letzten Beitrag (der natürlich schon wieder ewig her ist) geschrieben, dass ich mich im Sommer nicht mit meinem Musik und HiFi-Kram beschäftige?

Wieso kommt dann jetzt schon wieder etwas zu diesem Thema?

Ganz einfach! Weil es sonst nichts zu berichten gibt, denn das aktuelle Sommerwetter lähmt mich regelrecht. Draußen kann ich es erst ab ca. 21:00 Uhr aushalten und dann auch am liebsten nur mit schönem, kalten Gin Tonic 😜. Ich gehe sogar „gerne“ zur Arbeit, denn da gibt es eine Klimaanlage 🤪. Wie auch immer …

Als ich dann neulich einmal wieder auf dem großen Fluss surfte, sprang mir die Aktion „3 CDs für 15,- €“ ins Auge und ich schaute ´mal rein. Vielleicht ist ja etwas dabei, was mir gefällt.

So vervollständigte ich also meine Sammlung der (regulären) OMD-Alben um das Debütalbum in der Digital Remastered Edition. Hat sich gelohnt – nicht nur der Vollständigkeit halber, sondern weil es ein schönes und stimmiges Werk ist, dem man auch noch einen gewissen Synthie-Pioniergeist anhört.

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Als nächstes kam dann der Soundtrack von Indiana Jones and the last Crusade hinzu (in der Extended Edition). Ich bin ja ein großer Fan dieser sinfonischen Filmmusiken, insbesondere von John Williams, und diese wollte ich schon eine ganze Weile haben. Alleine schon wegen des Gralsthemas.

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Dann folgte das typische Problem, denn trotz hunderter CDs auf der Liste war es so, dass die, die mich interessierten schon in meinem Besitz waren und die vielen anderen mich eben nicht interessierten. Die (Er)Lösung kam ziemlich gegen Ende der Liste in Form von Jazz for Peanuts. Eine Sammlung der Musik aus den klassischen Peanuts TV-Filmen, gespielt von diversen Jazzgrößen, u. a. Dave Brubeck. Also alles geniale Klassiker. Jetzt kann ich mich zurücklehnen und in Ruhe auf den Herbst und natürlich auf den Großen Kürbis 🎃 warten.

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P.S. Das war nur der Anfang, denn wenige Tage später stolperte ich über etwas, was ich nicht mehr für möglich hielt. Seid also gespannt auf den nächsten Beitrag.

Am PULSE der Zeit

Die Sommersaison ist eigentlich nicht gerade die Zeit, in der ich zuhause auf dem Sofa sitze und Musik höre oder mich sonst irgendwie mit meinen HiFi-Gerätschaften auseinandersetze. Deshalb ist der letzte Blogpost zu diesem Thema auch schon eine Weile her.

Aber auch wenn das HiFi-Thema derzeit etwas weiter unten in der Prioritätenliste steht, war ich schon seit mehreren Monaten auf der Suche nach einem Gerät, mit dem ich auch anderswo im Haus qualitativ hochwertig Musik genießen kann. Ein Bluesound PULSE sollte es werden, denn den kann ich direkt aus meinem Bluesound VAULT übers WLAN mit Musik versorgen. Wer Bluesound nicht kennt, das ist die qualitativ – und leider aus preislich – höherwertige Alternative zu den diversen Multiroom-Systemen, die sich auf dem Markt tummeln (Am bekanntesten ist wohl Sonos und die sind beileibe auch weder schlecht noch billig). Der Neupreis des PULSE war es aber auch, der mich vom Kauf abschreckte. So schaute ich also regelmäßig in eBay-Kleinanzeigen, ob sich da nicht etwas täte. Das Angebot ist recht gering aber vorige Woche wurde ich dann fündig, denn da verkaufte ein Anbieter gleich zwei Stück von diesen Teilen. Nach kurzer Verhandlung war dann eines davon mir, zu einem sehr fairen Preis (ca. 45% vom Neupreis).

Nun steht das Teil also bei mir – ist von einem neuen nicht zu unterscheiden – und nach anfänglichen Problemen mit dem WiFi-Setup, die ich aber schnell durch kabelgebundenes Anschließen an meinen Router lösen konnte, genieße ich einen fantastischen Sound (sogar beim Bügeln meiner Diensthemden😬).

Damit Ihr euch etwas unter meinem Geschreibsel vorstellen könnt, hier die obligatorischen Fotos:

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P.S. Den Anbieter meines Geräts kann ich empfehlen und er verkauft – zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags – noch ein zweites Gerät hier.
Falls also jemand Interesse bekommen hat …

Prag – Ganz ehrlich (4)

Ein bisschen fühle ich mich jetzt wie Peter Jackson, der es geschafft hat aus einem dünnen Heftchen mit dem Titel Der Hobbit drei endlos lange Spielfilme zu kreieren. Ich bin jetzt schon beim vierten Bericht zu einem einzigen Wochenende 😜.

Nun gut, es war ein langes Wochenende mit vier Tagen aber am vierten Tag unserer Prag-Reise machten wir so gut wie nichts mehr. Nach fast 60 km zu Fuß zurückgelegter Strecke in den vorigen drei Tagen, mit einer Abflugzeit um 14:45 Uhr und erneut starker Hitze hatten wir einfach keine Lust mehr irgendwo herum zu eiern, insbesondere, weil wir ja auch schon unsere Köfferchen dabei hatten. So gab es ein spätes, ausgiebiges Frühstück und nur noch einen kurzen Blick auf und in die Kirche auf dem Namesti  Miru, weil sich dort auch unsere Metro-Station Richtung Airport befand. Dort angekommen machten wir es uns dann bis zum Boarding in der Lounge bequem, denn unser Rückflug war in der Business Class, wofür das Ticket merkwürdigerweise deutlich günstiger zu bekommen war als für die Economy Class. Na gut, was soll’s  – es gibt Schlimmeres.

Ein paar Sachen möchte ich gerne noch loswerden, angefangen mit der Wahl meiner Kamera für diesen Trip. Entgegen früherer Überlegungen hatte ich mich doch für die X-Pro 2 mit dem 16-55mm f2.8 und gegen die Leica Q entschieden. Wie ich glaube eine gute Wahl, denn Flexibilität in der Brennweite war sehr wichtig und insbesondere die 4mm, die das Fuji im Weitwinkel mehr bietet, waren sehr willkommen.

Jetzt zu Prag:

  • Wir haben viel gesehen aber bei weitem nicht Alles und ich würde gerne nochmal hin, natürlich möglichst nicht an einem (solchen) Wochenende. Aber die Arbeit muss es halt zulassen.
  • Es stimmt wirklich, dass man in Prag oft nur eine Straße parallel laufen muss, um den Touristenmassen zu entkommen und richtig schöne Flecke in aller Ruhe anschauen zu können.
  • Wir hatten keinerlei Begegnungen mit unfreundlichem Servicepersonal, dass es dort verbreitet geben soll (auch gemäß Gottfrieds eigener Erfahrung), was vielleicht aber auch daran liegt, dass wir versuchten Touristen-Hotspot-Lokalitäten zu meiden.
  • Prag ist eine Stadt zum Herumlaufen und den ÖPNV. So sehr ich hier zuhause jedwede Art von Bus und Bahn hasse und vermeide, so schön und bequem und spottbillig ist es dort.
  • Prag ist billig, aber im positiven Sinn. Wer, wie wir, Preise des Rhein-Main-Gebiets gewohnt ist, kommt bei einem Preis von umgerechnet ca. 1,80 € für ein großes Bier (0,5 l) schon ins Schwärmen. Gleiches gilt für Speisen, solange man nicht in Touristen-Nepp Lokale gelotst wird oder gar Pizza essen oder zu Meckes gehen will.
  • Nach Prag ist es besser zu fliegen als zu fahren, denn die ÖPNV-Anbindung an den Airport ist super, und gerade in der warmen Jahreszeit sitzt man ungern  (von uns zuhause aus) sechs oder mehr Stunden im Auto, das dann am Ziel nur teuer herumsteht.
  • . . .

Zum Abschluss kommen jetzt noch einige Fotos, von denen ich einige gerne in die Kategorie „Prager Peinlichkeiten“ einordnen möchte. Ich habe ja bekanntermaßen ein Faible für Street-Photography und habe dies auch ausgelebt und einige Straßenszenen sowie weitere Motive aus der City zusammengetragen. Zwar nicht immer scharf, dafür aber treffend. Viel Spaß damit.

Diese Bilder sind exklusiv hier in diesem Beitrag. Viele weitere gibt es auf meinem Flickr-Account zu sehen, zu dem Ihr gelangt, wenn Ihr in der rechten Seitenleiste auf „Mein Flickr Fotostream“ klickt.

So, das war’s, ich habe Peter Jackson geschlagen! 😂😂😂😂

CU

Prag – ganz ehrlich (3)

Eine alte Säuferweisheit sagt, man soll morgens mit dem anfangen, womit man abends aufgehört hat. Nun, ich kann das weder bestätigen noch verneinen aber beim nun folgenden Bericht von unserem Prag-Wochenende geht es ja auch nicht ums Saufen, auch wenn natürlich wieder Pilsner Urquell im Spiel ist.

Wie auch immer. nachdem wir den vorangegangenen Abend auf dem Hradschin beendet hatten, wollten wir – einem weiteren Honest Guide Tip folgend – diesen auch einmal bei Tageslicht bewundern, ohne von Touristen totgetrampelt zu werden. Da ich manchmal das Gefühl habe bereits unter seniler Bettflucht zu leiden, war das auch kein Problem, denn ich war morgens um 05:00 Uhr wie üblich wach. Um 05:30 Uhr weckte ich dann meine Holde und es ging kurz darauf los zu einer Tour durch alle Touristen-Hotspots (Altstadtplatz, Karlsbrücke, Hradschin), nur eben (fast) ohne Touristen. Es war ein wunderschöner Morgen mit fantastischen Ausblicken und ganz ohne Drängelei. Die fing erst an, als wir schon, zurück im Hotel, beim Frühstück saßen.

So gestärkt ging es dann im Anschluss mit der grünen Metro eine Station nach/zu Vysherad, der „coolen“ Alternative zu Burg, Karlsbrücke und Co. Dort gibt es eine sehr schöne Parkanlage, eine große Kathedrale mit einem ganz besonderen Friedhof (auf dem sich die Gräber von Dvorak und Smetana befinden) und natürlich wieder Ausblicke über die ganze Stadt mit der Moldau. Als dann der Hunger und der Durst schon wieder riefen ging es zurück in die Innenstadt. Dort im Biergarten U Pinkasu gab es Pilsner Urquell (was sonst) und leckere lokale Spezialitäten zum Bier. Der Biergarten befindet sich nicht nur mitten in der Stadt sondern auch direkt an einer Kirchenmauer und bietet daher selbst an den heissesten Tagen ein kühles Plätzchen zum Verweilen. Danach ging es zum nh-Hotel, das eine eigene Standseilbahn zu einer höher gelegenen Dependance hat. Leider waren dort ringsherum diverse Baustellen, so daß wir nur kurz blieben.

Trotz der immer noch brütenden Hitze machten wir noch einen Umweg durch Burgviertel um dort in ein Schallplatten-Antiquariat zu schauen, welches wir am Vorabend zufällig dort entdeckt haben. Leider wurde ich hier nicht fündig, es fehlte aber auch Zeit und Elan richtig tief zu suchen. Anschließend trieb uns die Lust auf Kuchen und Bier noch einmal zu ROESEL, wo wir es uns im Innenhof gemütlich machten, bis wir dann zur Spätnachmittags-Pause ins Hotel fuhren. Dort nahmen wir dann auch im Kozlovna Tylák (ist wohl eine Art tschechische Systemgastronomie) unser Abendessen ein. Es gab lokale Speisen aber auch Burger, Ribs und Co. und auch hier waren wir sehr zufrieden. So vollgefuttert mussten wir und noch einmal bewegen und spazierten einfach wieder durch die Stadt um erneut im Napa zu landen, wo es das Gute-Nacht-Bier gab. Kurz darauf fielen wir, nach ungefähr achtzehn Stunden auf den Beinen, todmüde ins Bett.

Natürlich gibt es auch jetzt wieder einige, ausgewählte Bilder, verbunden mit dem Hinweis auf meinen Flickr-Account (rechte Seite, runter scrollen), wo es noch eine viel größere Auswahl in höherer Auflösung zu sehen gibt.

 Stay tuned

Prag – Ganz ehrlich (2)

Weiter geht´s mit dem Prager-Reisetagebuch.

Am zweiten Tag stiegen wir direkt nach dem Frühstück in die „berühmte“ Tram 22, die im Ruf steht nicht nur die ganze Stadt zu durchqueren sondern auch (nahezu) alle touristisch interessanten Punkte anzufahren. An der Haltestelle Pohorelec stiegen wir erst einmal aus, weil uns die Gegend irgendwie gefiel, nicht etwa geplant. Wie sich herausstellte, war dies eine gute Idee, denn ganz in der Nähe kamen wir zum Strahovsky-Kloster, welches wir uns sowieso anschauen wollten, und damit auch gleichzeitig schon auf halbe Höhe des Petrin, den wir eigentlich mit der Standseilbahn „erklimmen“ wollten. So entschlossen wir uns, den Rest des Hügels hinauf zu laufen und uns dort umzuschauen und natürlich bei einem kühlen Bier auszuruhen. Es war übrigens wieder richtig heiß und der Weg durch den schattigen Wald daher, trotz Steigung, sehr angenehm. Sowohl im Kloster, als auch auf dem Petrin waren bereits regelrechte Touristenströme unterwegs, wir schafften es aber meistens gegen den Strom zu schwimmen laufen und hatten dadurch immer wieder Ruhe, Frieden und schöne Aussichten.

Um die Mittagszeit bestiegen wir dann die Standseilbahn bergabwärts und machten uns auf dem Weg in die City, denn ein Gewitter war im Anzug und wir wollten dies irgendwo trocken aussitzen. So landeten wir dann bei ROESEL Craft-Beer and Cake (was für eine Kombination), einer weiteren Empfehlung der Honest Guides. Die Lokalität liegt nur wenige Meter vom Anfang der Karlsbrücke entfernt an einer Haupt-Touristenstraße, allerdings versteckt in einem Hinterhaus, das man durch einen schmalen Durchgang erreicht. Danach ist man fast wie in einer anderen Welt, denn es ist schön, gemütlich, günstig, lecker und die Gäste zwar (auch) Touristen aber alle gesittet. Übrigens waren wir gerade noch rechtzeitig, denn wir hatten kaum bestellt, da kam ein sintflutartiges Gewitter herunter.

Es hatte ordentlich abgekühlt (zumindest kurzeitig) als wir uns auf den Weg mitten durch die vollgestopften Straßen über die Karlsbrücke zum Wenzelsplatz machten. Auf dem Weg dorthin betraten wir das Palladium Einkaufszentrum und ich hatte schon schlimme Befürchtungen, doch selbst meine Frau hatte keine Lust sich die selben (Ketten-)Läden anzuschauen, die es auch zuhause gibt. So zogen wir, nach einer Inspektion der Sanitärbereiche weiter. Am Wenzelsplatz ging es dann in die Akademia Buchhandlung, denn diese beherbergt im ersten Stock ein kleines Literaturcafé, in welchem wir erst einmal den Stadtplan auspackten. Da das Wetter immer noch instabil war gab es aber nur noch eine Fahrt mit der Tram 17 immer an der Moldau entlang und den anschließenden Weg ins Hotel um etwas zu pausieren.

Am frühen Abend ging es dann wieder los, denn wir wollten ins Lokal (ja, das ist der Name dieser Gaststätte) zum Abendessen. Dies hatte uns Gottfried wärmstens empfohlen, wohl auch weil es dort Pilsner Urquell gezapft direkt vom Tank gibt. Wer braucht schon so etwas lächerlich kleines, wie Fässer 😜. Leider bekamen wir – trotz der bahnhofshallenmäßigen Größe des Lokals – keinen Platz und zogen deshalb weiter ins Mincova. Auch sehr lecker, auch Pilsner Urquell. Um einen weiteren Honest Guide Tip „abzuarbeiten“ besuchen wir abschließend die Napa Bar & Gallery. Hier saßen wir sehr gemütlich unter vielen jungen Pragern und wenigen Touristen im Hinterhofgärtchen und genossen den Fortganges Abends, den wir im nahegelegenen Jazzclub (siehe gestern) ausklingen lassen wollten. Auch dieses Mal kam es nicht dazu, denn die Combo spielte New Jazz, was uns, nach kurzer Hörprobe, eindeutig zu „experimentell“ war. Also nutzen wir die Gunst der späteren Stunde und gingen rauf in Richtung Burg, denn es war schön leer und in der Dämmerung gab es von dort fantastische Ausblicke auf die beleuchtete Stadt. Um 22:00 Uhr wurden wir dann vom Wachpersonal herauskomplimentiert und es ging mit der Tram 22, nach einem ereignisreichen Tag zurück ins Hotel.

So, jetzt habt Ihr euch sehr viel Text angetan und Die nachfolgenden Bilder echt verdient. Vorher aber noch ein wichtiger Hinweis: Ich habe meinen Flickr-Account wieder ein wenig aktiviert und dort gibt es noch viel mehr Bilder in größerer Auflösung als ich hier im Blog zeigen kann. Klickt Euch einfach mal hin, indem Ihr hier rechts in der Seitenleiste nach unten scrollt, es würde mich sehr freuen!

CU

Prag – Ganz ehrlich (1)

Wer mir auf Instagram folgt (es gibt merkwürdigerweise immer noch Menschen, die das nicht tun) weiss, das meine Frau und ich am vorigen langen Wochenende unsere jährliche Fronleichnamslangeswochenendestädtereise unternommen haben. Diesmal ging es nach Prag.

Beginnen möchte ich mit dem, was normalerweise am Ende kommt, den Danksagungen. Diese gehen an die Jungs von Honest Guide, Janek und Honza, die uns mit ihrem YouTube-Kanal hauptsächlich zu Prag motiviert haben und bei meinem lieben Freund Gottfried, nebst Gattin Astrid, die mich an den Erfahrungen ihres Prag-Trips im vergangenen Jahr teilhaben ließen und uns den Reiseführer ausgeliehen haben.

Jetzt geht´s aber endlich los, und zwar mit unserer Ankunft am Prager Flughafen. Entgegen unserer ursprünglichen Planung sind wir nämlich nicht mit dem Auto gefahren, sondern geflogen, was eine gute Entscheidung war. Dazu an anderer Stelle später mehr. Nach einem kurzen Kampf mit dem Fahrkartenautomaten hatten wir unsere 72-Stunden-Tickets in der Tasche und setzten und in den Bus, stiegen dann in die Metro um und landeten letztendlich nach etwas über einer halben Stunde ganz in der Nähe unseres Hotels, in welchem unser Zimmer schon bereit war. Koffer in die Ecke und los ging es in die Innenstadt, die in wenigen Minuten erreichbar war, sei es nun zu Fuß, per Tram oder mit der Metro. Da es Mittagszeit war und wir beide Hunger hatten ging es direkt zu ersten Honest Guide-Tip in die Svetozor-Passage ins gleichnamige „Restaurant“. Dort sah es aus, wie in einer Werkskantine in den 50igern aber das Essen war landestypisch (inklusive Pilsner Urquell vom Fass), superlecker und superbillig. Nicht einmal 12,00 € für zwei vollständige Mahlzeiten sind schon eine Ansage. Danach ging es mit einem leckeren Eis in den direkt daneben liegenden Franziskanergarten, um ein wenig zu entspannen und den restlichen Tag zu planen.

Wir wollten eine im Marco Polo beschriebene Tour durch diverse Passagen machen, sind aber bereits nach der ersten kläglich gescheitert, was aber an der Tourbeschreibung lag. Was ist bitte eine Straße runter laufen, wenn keinerlei Gefälle vorhanden ist und auch sonst nichts, was „runter“ oder „hoch“ definieren würde 😡. Also ließen wir uns einfach treiben und liefen querbeet durch die Stadt, vorbei am Kafka-Denkmal und der Spanischen Synagoge bis an die Moldau. Diese überquerten wir um direkt in den Letna-Park mit dem Metronom zu gehen. Hier ging es wirklich hoch, zuerst jede Menge Treppen und dann noch eine weitere Steigung – das Ganze bei einer Bullenhitze. Der Letna-Park ist eine sehr schöne, weitläufige Grünanlage, die so groß ist, dass man immer irgendwo ein ruhiges und schattiges Plätzchen findet. Leider scheint er aber auch die Hauptablagestelle für leere Bierdosen zu schein, denn die fanden sich leider an vielen Stellen. Uns zog es zum dortigen  Biergarten, der, unter großen, schattigen Bäumen, einen tollen Blick auf die City bietet und zur Erholung von den vorangegangenen Strapazen kühles Pilsner Urquell vom Fass – wieder mal zum Spottpreis. Da das Thermometer immer noch mehr als 30 ºC anzeigte bestiegen wir dann die Tram zurück zum Hotel um uns eine Pause zu gönnen.

Abends ging es dann ins Burgviertel zum U Maleho Glena, einem Pub mit Jazzclub, in dem wir uns eigentlich noch die Liveband des Abends anhören wollten. Eigentlich ist das Stichwort, denn wir waren einfach zu müde und haben dieses Vorhaben deshalb gestrichen. Es gab also nur noch einen kurzen Verdauungsspaziergang, der uns an den Fuß des Petrin brachte, und dann die Tram ins Hotel, wo wir todmüde ins Bett fielen.

Hier nun der Tag in ausgewählten Bildern

Stay tuned

Die geteilte Stadt (2)

Was ist denn jetzt los?
Gab es diesen Beitragstitel nicht schon einmal am 25.06.2017?

Ja, genau richtig und es handelte sich um den zweiten Teil meines damaligen Berlin-Reiseberichts. Wie sich eben zufällig herausstellte wurde der Beitrag aber irgendwann einmal versehentlich gelöscht. Fragt mich bitte nicht wie und warum – ich kann es mir nicht erklären. Fest steht, dass nur ich selbst es getan haben kann. Klarer Fall von Anwenderfehler also.

Leider kann ich den Beitrag nicht wieder vollständig herstellen aber zumindest die Einleitung und alle Bilder stelle ich nun wieder online. Wenn jemand eine Idee hat, ob, wo und wie man noch an den vollständigen Artikel kommt, freue ich mich auf jeden Hinweis.

Es ist wirklich geschehen! Der liebe Martin (aka Magir) hat den vollständigen Beitrag in den tiefen des Internet gefunden und mir zugänglich gemacht. Jetzt und hier also wieder der vollständige Text. Danke! Danke! Danke!

Wat? Da warste in Berlin und meckerst nur rum, olle Flitzpiepe?

Nach dem ersten Teil meines Berlin-Reiseberichts, der ja doch einiges an Kritik bzw. Nichtgefallen beinhaltete,  möchte ich nun die zugesagten versöhnlicheren Töne anstimmen, denn, wie der Titel schon andeutet ist Berlin – in gewisser Weise – immer noch eine geteilte Stadt.

Es fängt bereits damit an, dass man nur vom Ku’damm abbiegen muss um direkt Ruhe zu haben, schöne Häuser und Begrünung. Ein gutes Beispiel dafür ist die Fasanenstraße, in welcher sich auch unser Hotel befand. Da wir gerade bei Grün sind: die Parks und Grünanlagen, die überall in der Stadt zu finden sind, sind einfach riesig und geben dem Bewohner und auch dem müden Touristen immer wieder die Gelegenheit, einfach einmal eine schöne Pause einzulegen.

Natürlich hat Berlin außer den Konsumtempel-Klötzen auch architektonisch viel zu bieten. Reichstag, Dom, Museumsinsel usw. sind einfach imposant und sehenswert. Leider finden das viele, viele andere Menschen auch, dazu mehr zu einem späteren Zeitpunkt. Jetzt möchte ich erst einmal eine kleine Rückwärtsschleife drehen und ein Einkaufszentrum, sorry ich meinte natürlich eine Shopping Mall, positiv erwähnen, nämlich Bikini Berlin. Von außen im Stil der 60er Jahre gehalten und innen „luftig“ und mit Shops außerhalb der üblichen Verdächtigen ausgestattet. Witzig sind vor allem die Giiterboxen, in denen sich immer wieder neue Läden für befristete Zeiträume befinden. Und sogar für Männer wird etwas geboten: Cyberport (Computer/Elektronik), Teufel (HiFi) und Beast Cigars. Außerdem gibt es eine riesige Glasfront mit direktem Blick auf das Affengehege des Berliner Zoos. Fragt sich dann nur, wer wen beobachtet. 😜

Jetzt nochmal zu Museen und Bauwerken. Wir haben kein Museum besucht und kein Bauwerk besichtigt, weil alles einfach viel zu voll war. Beim Reichstag z. B. musste man ca. 100m anstehen um ein Ticket für die Glaskuppel – für den nächsten Tag! – zu bekommen. Bei sämtlichen Museen der Museumsinsel standen auch lange Schlangen vor den Kassen und dann noch einmal vor den Eingängen, denn hier waren Ordner, die Besucher nur schubweise hinein ließen. Ich bin ein großer Museumsfan, aber das wollte ich mir wirklich nicht zumuten. Gerechterweise gebe ich zu, dass ein solches Wochenende auch der völlig falsche Zeitpunkt war. Wer hier wirklich Interesse hat sollte „außerhalb der Saison“ kommen, vielleicht Februar oder März, wenn die Touriströme geringer sind.

Was noch? Sehenswert fand ich auch die Arkaden unter den S-Bahn-Trassen, die für Geschäfte Bars Restaurants etc. genutzt werden. Und wenn man etwas in die Peripherie fährt gibt es noch ehemalige Industriekomplexe, die umgewidmet wurden aber auch solche Monster wie die Mercedes Benz Arena.

Bevor es jetzt zu lang(weilig) wird schreibe ich lieber noch einen dritten Teil (coming soon) und präsentiere zum Abschluss dieses Teils noch ein paar Bilder.

CU

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Feld, Wald, Wiese, Wein

Am nicht mehr allzu fernen Fronleichnams-Wochenende werden meine Frau und ich unseren jährlichen Städtetrip machen, diesmal geht es nach Prag. Bei dieser Gelegenheit hoffe ich natürlich auch wieder einmal richtig viel und interessant fotografieren zu können und hatte mir überlegt, nur mit „kleinem Besteck“, d. h. ausschließlich mit meiner Leica Q auszukommen. Da ich diese Kamera aber in letzter Zeit etwas vernachlässigt habe, war sie in den letzten Wochen bei meinen (fast) täglichen Gassigängen in der Gemarkung zum Üben dabei – mit dem Nebeneffekt, dass ich, seit langer Zeit wieder einmal, einfach eine Fotostrecke präsentieren kann in welcher mein ganzer Dilettantismus zum Ausdruck kommt, die Euch hoffentlich ein bißchen gefällt.

Ganz sicher, ob ich wirklich nur die Q mitnehme, bin ich noch nicht. Die Alternative wäre meine X-Pro 2 mit dem 16-55er, womit ich (zumindest brennweitentechnisch) deutlich universeller aufgestellt wäre. Hm …

Für wohlgeleinte Hinweise und Ratschläge wäre ich dankbar.

CU