Qheim-Fotowalk

Die traurige Nachricht zuerst, der Fotowalk Mainz Wiesbaden existiert nicht mehr. Vor kurzem gab es auf Facebook eine kurze Nachricht des Organisators unter dem Tenor „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“. Wenig später waren sowohl der Facebook-Account als auch die Webseite verschwunden. Lediglich der YouTube-Kanal ist noch existent, dieser wurde aber nie so richtig gepflegt. Als alter Verschwörungstheoretiker kann ich der obigen Aussage nicht so recht glauben und vermute vielmehr, dass es irgendwo Knatsch, Unfrieden, Missverständnisse oder welche anderen Gründe auch immer gab. Ich finde es richtig schade, denn Fotografieren in der Gruppe bei einem Fotowalk macht Spaß und der Austausch mit den Mitwalkern ist eigentlich immer anregend.

Das Fotografieren ist bei mir in der letzten Zeit deutlich zu kurz gekommen, was ich sehr bedauere. Natürlich hat die geneigte Leserschaft hier jede Menge Bilder gesehen, aber die waren ja „nur“ Beiwerk zu anderen Themen. Eine richtige Fotostrecke – einfach nur der Bilder halber – gab es schon lange nicht mehr hier im Blog zu sehen. Deshalb hatte ich mich am vergangenen Sonntag zu einem privaten Einzel-Fotowalk aufgemacht und, da das Gute bekanntlich nah liegt, einfach vor meiner Haustür. Ganz in der Tradition meiner „Pfannkuchen-Reihe“ (Wie, Ihr wisst nicht, wovon ich schreibe? Dann klickt mal hier, hier und hier) habe ich mich auf eine Kamera, meine Leica Q, beschränkt und dazu noch alles in schwarz-weiß geschossen.QWein - 1 Als glückliche Fügung ergab es sich, dass ich auch meiner Vorliebe für das Fotografieren kaputter Dinge nachkommen konnte und das mich meine Tour rein zufällig 😜🤣 am Weinstand vorbeiführte, um dort lecker Riesling zu genießen.

 

Hier kommen nun also endlich die Ergebnisse meines Ausflugs. Mir gefällt´s und vor allem hat es wieder einmal richtig Spaß gemacht. Natürlich freue ich mich auch über jedwedes Feedback eurerseits.

CU

Burger Time v5.0

Nun bin ich schon seit einer Woche Strohwitwer, da mein Arbeitgeber nicht in der Lage war, einem Vater schulpflichtiger Kinder (mir) in den Sommerferien Urlaub zu gewähren und so meine Frau samt Mädels und Hund ohne mich an die Nordsee getuckert ist. Wer jetzt allerdings glaubt, dass ich hier herumsitze und mir einen Lenz mache, der irrt sich gewaltig, denn an den Arbeitstagen bemühe ich mich um Überstunden (es wartet ja sowieso niemand zuhause auf mich) und nach Feierabend und an meinen freien Tagen weiß ich vor lauter Arbeit im und ums Haus manchmal gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Allein die Aufbereitung des Autos meiner Frau, welches ich aktuell nutze, hat sicherlich acht Stunden (verteilt auf mehrere Sessions) in Anspruch genommen. Dafür kann ich mich jetzt aber wieder ohne „Vorbehalte“ reinsetzen.

Jetzt aber genug des Vorspiels, schließlich hat mein lieber Freund Holger S. schon von seinem Urlaubsdomizil aus einen neuen Blogbeitrag angefordert und nachdem ich heute Wäsche gewaschen, Betten bezogen und den Rasen gemäht habe, dachte ich mir, so ein leckerer Burger schließt den Tag versöhnlich ab. Natürlich habe ich wieder Heikos Buch zu Rate gezogen, diesmal aber kein Rezept daraus nachgebaut, sondern mich zu einer Eigenkreation inspirieren lassen.

Einen Namen dafür habe ich (noch) nicht, hier aber die Zutaten
(für zwei Burger):

  • 300g Schweinemett
  • Appenzeller Käse
  • 2 Laugenbrötchen
  • 1 Zwiebel
  • Senf
  • Honig
  • Preiselbeeren aus dem Glas (in meinem Fall mit Birne 🍐)

Als erstes das Mett zu Patties pressen und diese mehrere Stunden im Kühlschrank kaltstellen. Die Zwiebeln in grobe Stücke schneiden, in Butter andünsten und mit Honig karamellisieren. Die Brötchen aufschneiden, Innenseiten anrösten und die Unterseiten großzügig mit Senf bestreichen. Darauf kommen dann die fertigen Zwiebeln. Die Patties von beiden Seiten anbraten und den Käse darauf anschmelzen lassen. Auf´s Brötchen damit und einen ordentlichen Löffel Preiselbeeren als „Ketchup“ verwenden. (Brötchen-)Deckel drauf – fertig.

Was soll ich sagen. Das Experiment hat sich gelohnt und die Burger waren L E G G Ä H !

Und da ein Bild bekannterweise mehr als 100 Worte sagt, folgt jetzt noch das Äquivalent zu mehr als 900 Worten.

CU

ANS – Ehe für Alle

Der ANS ist bekanntermaßen eine gesellschaftlich hochstehende und politisch anerkannte Veranstaltung, bei welcher omni-kompetente Teilnehmer tiefschürfend über neueste gesellschaftspolitische Themen diskutieren und wertvolle Impulse für die Entscheidungsträger liefern.

Natürlich ist der ANS das nicht!!!

Und das ist auch gut so, denn die Anwesenden möchten vor allem einen schönen Abend in angenehmer Runde verbringen, was auch vorgestern wieder voll umfänglich gewährleistet war. Nichtsdestotrotz gab es aber auch Gesprächsthemen aus der Politik, so z. B. die Initiative der FDP und Nordrhein-Westfalen wieder Raucherlounges zu gestatten und natürlich die Ehe für Alle (Nicht zu verwechseln mit Elend für Alle oder Ehe für Aale). Insbesondere dieses Thema sorgte für allerbeste Unterhaltung, da hierzu natürlich die abstrusesten Paar-Konstellationen entworfen wurden. Näheres möchte ich in diesem Zusammenhang lieber nicht ausführen, ebenso wenig, wie die plötzlich auftauchende Broschüre über Erkektionsstörungen damit zusammenhängt … 🤣😜

Es waren auch wieder ein paar Gäste aus der Ferne angereist, die sich aber größtenteils in den hintersten Winkel des Innenhofs verkrümelt hatten (hoffentlich nicht um dort die Ehe einzugehen). Da ich zu faul war, dorthin zu marschieren bleibt es nachfolgend bei den Bildern einiger der üblichen Verdächtigen.

CU

Merkwürdige Singles

Alle 11 Minuten …

Nein ich mache jetzt keine Werbung für eine gewisse Partnervermittlung, denn eigentlich hätte ich schreiben müssen: Alle 3 Minuten …, denn alle (ungefähr) 3 Minuten ist man früher, in der guten alten Zeit, zum Plattenspieler gelaufen, weil die Spielzeit der Single zu Ende war. Ja Singles, diese netten kleinen Schallplatten mit dem großen Loch in der Mitte (Wikipedia). Ich selbst war nie ein Freund der klassischen 45er-Single, hatte aber eine nicht unerhebliche Menge von 12″ Maxi-Singles im Regal stehen – die mit den fetten, langen Remixes.

Neulich bin ich aber auf eine Art von Single gestossen, die ich bisher noch gar nicht kannte, wohl auch deshalb, weil sie hier in Deutschland nie richtig Fuß fassen konnte. Die Cassette Single oder kurz Cassingle. Wer gerade auf einen der Links geklickt hat, wird bemerkt haben, dass es noch nicht einmal einen Eintrag in der deutschen Wikipedia dazu gibt. Es handelt sich hierbei wirklich um Singles, die als Medium die Compact Cassette nutzen. „A- und B-Seite“ liegen hier (in der Regel) hintereinander auf einer Cassettenseite – und auf der anderen auch. Die nachfolgend abgebildeten konnte ich bei Ebay jeweils für 1,00€ plus Versand ersteigern, es gibt aber auch welche, die geradezu astronomische Preise erzielen, weil es sich um limitierte Auflagen, besondere Promos o. ä. handelt.

Auf jeden Fall schaue ich jetzt auf meinen gelegentlichen Ebay-Streifzügen auch immer wieder in diese Kategorie und hoffe, dass ich noch mehr interessante Cassingles finde.

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P. S. Dies war übrigens der bereits vor über einem Monat hier versprochene Beitrag zum Thema Musik 😇

Berlin-essen (und trinken)

Wer sich noch nicht durch meinen Berlin-Reisebericht gequält gelesen hat, kann die über die folgenden Links nachholen: Teil 1, Teil 2, Teil 3. Dies ist aber nicht Voraussetzung für diesen Beitrag, in dem es um das leibliche Wohl geht und wie wir es in Berlin gepflegt haben.

Wie bereits erwähnt nächtigten wir im Hotel Savoy, das uns nicht nur ein schönes Zimmer bot, auch das morgendliche Frühstücksbuffet im gediegenen Restaurant erfüllte alle Wünsche, die ich/wir an ein gutes und reichliches Frühstück haben, inklusive Sektchen. Der Knaller ist allerdings die Times Bar im Savoy, eine richtig schön altmodische Bar mit gedämpftem Licht, tiefen, bequemen Ledersesseln und einer vollständigen Ausstattung an geistigen Getränken. Darüber hinaus ist auch noch eine Dependance der Casa del Habano angegliedert, aus der einem die kompetenten Kellner auch noch zu später Stunde eine gute kubanische Zigarre reichen. Die Bar ist natürlich auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich und daher ein absoluter Tip meinerseits. Nur mit den (hohen) Preisen muss man sich halt arrangieren.

Das kulinarische Angebot Berlins ist nahezu unüberschaubar und neben den überall präsenten, unvermeidlichen Currywurst-Buden präsentieren sich Restaurants nahezu aller denkbarer Nationalitäten. Uns verschlug es, auf Empfehlung einiger CCC-Mitglieder, ins Mimino Royal, ein georgisches Restaurant ganz in der Nähe unseres Hotels aber etwas zurückgesetzt von der Straße. Danke für die Empfehlung, das Essen war vorzüglich, der Service aufmerksam und die Preise absolut in Ordnung. Ich nehme es gerne als Qualitätsbeweis, wenn Ausländer im Restaurant ihrer Nationalität sitzen und hörte um mich herum fast nur georgisch (russisch?).

Aus dem Fernsehen (hier zeichnet der Musiksender Deluxe Music seine Live Sessions auf) kannte ich die Location des Folgetags, Stone Brewing. Hier wird nicht nur Craft Beer gebraut sondern auch im riesigen Brauereigasthof, einem ehemaligen Gaswerk, ausgeschenkt, passende moderne Speisekarte inklusive. Trotz der enormen Größe kommt hier kein „Bahnhofshallen-Feeling“ auf und man sitzt irgendwie gemütlich. Die Speisen sind von guter Qualität und die Preise zwar nicht billig aber völlig in Ordnung. Die große Auswahl verschiedener Craft Biere aus eigener Herstellung und von befreundeten Brauereien kann man sogar in 0,15l-Portionen geniessen, was ich sehr angenehm fand, denn so kann man mehr testen und hat nicht gleich einen in der Krone. Stone Brewing liegt etwas außerhalb in Marienfelde, ist aber die S-Bahn Fahrt von ca. 20 Minuten und den knappen Kilometer Fußmarsch vom Bahnhof mehr als wert.

Zu guter Letzt noch eine Berliner Institution, die Dicke Wirtin. Am Savignyplatz, und damit zu Fuß vom Hotel erreichbar, befindet sich diese „original“ Berlin Kneipe. „Original“ natürlich in Anführungszeichen, denn es ist rappelvoll mit Touristen (jeden Tag!) und die Einheimischen sind hier in der Minderzahl. Nichtsdestotrotz hat sich das Lokal seinen Charme bewahrt und es findet weder Abfertigung noch Abzocke statt. Die Speisekarte ist übersichtlich und ausschließlich mit deutscher/berliner Küche bestückt. Auf dem Tresen steht sogar noch eine riesiges Einmachglas mit Soleiern. Die Portionen sind riesig – das Schnitzel meiner Frau ragte beidseitig ca. 5cm über den Teller – kommen ultraschnell aus der Küche und schmecken vorzüglich. Falls das immer noch nicht reicht, kann man sich zum Nachtisch eine Portion Kalter Hund oder Kühle Katze bestellen, geballte, konzentrierte Kalorien. Dazu gibt es eine große Auswahl an Bier und Spirituosen. Der Service ist, trotz aller Hektik, sehr aufmerksam, flott und hat immer einen Spruch in echt Berliner Schnauze auf den Lippen. Auch hier sind die Preise absolut fair.

Natürlich haben wir kulinarisch nur an Berlins Oberfläche gekratzt aber vielleicht ist ja bei den obigen Empfehlungen etwas dabei, was dem/r einen oder anderen Leser/In das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Würde mich freuen. Gerne hätten wir auch die Kult-Currywurtsbude Konnopke´s Imbiss getestet aber dafür reichte einfach die Zeit nicht aus.

Ein paar Bilder zu den Lokalitäten gibt es natürlich auch.

CU

Die geteilte Stadt (3)

Dies ist bereits der dritte Teil meines Berlin-Reiseberichts und weil ich bisher doch viel Text hatte, möchte ich diesmal an Worten sparen und überwiegend Bilder sprechen lassen. Ich stelle Euch hier drei Spots vor, die wir besuchten und die uns, aus verschiedenen Gründen, gut gefallen haben. Alle liegen übrigens im ehemaligen Ost-Berlin.

1. Gedenkstätte Berliner Mauer

Hier wurden Teile der ehemaligen Mauer und andere Grenzsicherungen erhalten und um ein Dokumentationszentrum ergänzt. Ach wenn nur Steine, Mauern und Stacheldraht zu sehen sind bekommt man spätestens bei der Gedenkwand für die Todesopfer mulmige Gefühle und ist andererseits froh, dass diese Monstrosität nicht mehr existiert. Sehr interessant ist auch der angrenzende Nordbahnhof, durch den die Mauer hindurch verlief.

2. Friedrichshain

Wenn man es etwas böse ausdrücken möchte der Hipster-Stadtteil. Hier gibt es noch echtes Kiezfeeling mit jeder Menge Gastronomie (wenn auch bereits teilweise touristisch unterwandert), netten Geschäften, stillen Plätzen mit Markt usw. Ich habe gleich bei einem Second Hand-Plattenladen zugeschlagen.

3. Hackescher Markt/Hackesche Höfe und Umgebung

Hier waren wir am Sonntag, was sich überaus positiv auswirkte, da die umliegenden Geschäfte größtenteils geschlossen hatten und somit einfach mehr Platz vorhanden war, um die Location zu genießen.  Im Anschluss ging es dann noch in die nahe gelegene Ampelmann Strandbar um dort im Liegestuhl, mit einer Berliner Weisse ausgestattet, die Sonne und die Aussicht zu geniessen.

Das soll es für den Reisebericht gewesen sein. Ihr seid aber noch nicht erlöst, denn es folgt noch ein Bonusbeitrag zu einem wichtigen Thema. Also:

Stay tuned

Hier geht es zu Teil 1

Hier geht es zu Teil 2

Die geteilte Stadt (2)

Wat? Da warste in Berlin und meckerst nur rum, olle Flitzpiepe?

Nach dem ersten Teil meines Berlin-Reiseberichts, der ja doch einiges an Kritik bzw. Nichtgefallen beinhaltete,  möchte ich nun die zugesagten versöhnlicheren Töne anstimmen, denn, wie der Titel schon andeutet ist Berlin – in gewisser Weise – immer noch eine geteilte Stadt.

Es fängt bereits damit an, dass man nur vom Ku’damm abbiegen muss um direkt Ruhe zu haben, schöne Häuser und Begrünung. Ein gutes Beispiel dafür ist die Fasanenstraße, in welcher sich auch unser Hotel befand. Da wir gerade bei Grün sind: die Parks und Grünanlagen, die überall in der Stadt zu finden sind, sind einfach riesig und geben dem Bewohner und auch dem müden Touristen immer wieder die Gelegenheit, einfach einmal eine schöne Pause einzulegen.

Natürlich hat Berlin außer den Konsumtempel-Klötzen auch architektonisch viel zu bieten. Reichstag, Dom, Museumsinsel usw. sind einfach imposant und sehenswert. Leider finden das viele, viele andere Menschen auch, dazu mehr zu einem späteren Zeitpunkt. Jetzt möchte ich erst einmal eine kleine Rückwärtsschleife drehen und ein Einkaufszentrum, sorry ich meinte natürlich eine Shopping Mall, positiv erwähnen, nämlich Bikini Berlin. Von außen im Stil der 60er Jahre gehalten und innen „luftig“ und mit Shops außerhalb der üblichen Verdächtigen ausgestattet. Witzig sind vor allem die Giiterboxen, in denen sich immer wieder neue Läden für befristete Zeiträume befinden. Und sogar für Männer wird etwas geboten: Cyberport (Computer/Elektronik), Teufel (HiFi) und Beast Cigars. Außerdem gibt es eine riesige Glasfront mit direktem Blick auf das Affengehege des Berliner Zoos. Fragt sich dann nur, wer wen beobachtet. 😜

Jetzt nochmal zu Museen und Bauwerken. Wir haben kein Museum besucht und kein Bauwerk besichtigt, weil alles einfach viel zu voll war. Beim Reichstag z. B. musste man ca. 100m anstehen um ein Ticket für die Glaskuppel – für den nächsten Tag! – zu bekommen. Bei sämtlichen Museen der Museumsinsel standen auch lange Schlangen vor den Kassen und dann noch einmal vor den Eingängen, denn hier waren Ordner, die Besucher nur schubweise hinein ließen. Ich bin ein großer Museumsfan, aber das wollte ich mir wirklich nicht zumuten. Gerechterweise gebe ich zu, dass ein solches Wochenende auch der völlig falsche Zeitpunkt war. Wer hier wirklich Interesse hat sollte „außerhalb der Saison“ kommen, vielleicht Februar oder März, wenn die Touriströme geringer sind.

Was noch? Sehenswert fand ich auch die Arkaden unter den S-Bahn-Trassen, die für Geschäfte Bars Restaurants etc. genutzt werden. Und wenn man etwas in die Peripherie fährt gibt es noch ehemalige Industriekomplexe, die umgewidmet wurden aber auch solche Monster wie die Mercedes Benz Arena.

Bevor es jetzt zu lang(weilig) wird schreibe ich lieber noch einen dritten Teil (coming soon) und präsentiere zum Abschluss dieses Teils noch ein paar Bilder.

Stay tuned

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Die geteilte Stadt (1)

Heute gibt es hier seit langer Zeit einmal wieder einen Reisebericht. Okay, das Wort Reise ist vielleicht etwas überzogen, denn es handelte sich nur um ein verlängertes Wochenende, dafür ging es aber in die geteilte Stadt – nach Berlin.

Hä? Berlin geteilt? Hat da jemand Jahrzehnte verschlafen oder beim Tagesschau-Sehen nicht aufgepasst? Natürlich nicht, denn das Ende der Teilung Berlins (und ganz Deutschlands) durch Mauer und eisernen Vorhang habe ich natürlich mitbekommen. Für mich teilte sich Berlin in laut/hässlich/ätzend und schön/sehenswert/interessant, und auch hier waren die Grenzen oft nur eine Straße voneinander entfernt.

Da meine Frau schon einige Male geschäftlich in Berlin war, hatte sie eine Vorstellung davon, was „man“ gesehen haben sollte, sozusagen das Touristen-Pflichtprogramm mit Brandenburger Tor, Reichstag, Holocaust-Denkmal und und und. Natürlich haben wir zumindest einige dieser Stätten besucht aber glücklicherweise kein „koreanisches Touristenprogramm“ abgespult. Ihr wisst schon, da, wo die Herde einem Leittier mit hochgehaltenem Fähnchen oder Regenschirm hinterher läuft.

Jetzt aber endlich der Reihe nach. Wir haben ein Angebot von BAHNHIT.de gewählt, da es bei diesem Anbieter richtig preisgünstige Kombiangebote und eine gute Hotelauswahl gibt. Die Reise im ICE verlief sehr glatt, bis auf die Tatsache, dass auf der Teilstrecke von Hannover nach Berlin genau in unserem Wagen die Klimaanlage ausgefallen war. Eingemietet hatten wir uns im Hotel Savoy, einem eleganten und liebevoll altmodischen Haus in zentraler Lage zwischen Bahnhof Zoo und Kurfürstendamm, sehr empfehlenswert. Dort trafen wir dann erst einmal CCC-Presidente Gabriel, der geschäftlich in Berlin war und auch dort nächtigte. Die Welt ist halt ein Dorf. Als wir später dann unser sehr schönes Zimmer betraten fanden wir dort zur Begrüßung eine leckere Flasche Rotwein aufs Haus vor. Schön, wenn man eine Frau hat, die den Hoteleigentümer kennt und mit ihm geschäftlich zu tun hatte 😀.

Da wir bereits gegen Mittag ankamen, sind wir natürlich als erstes die nähere Nachbarschaft abgelaufen, wobei wir zur Kategorie laut/hässlich/ätzend kommen, denn das war die Gegend Bahnhof Zoo, Kurfürstendamm, Gedächtniskirche. Für mich als Besucher aus der Provinz war das alles zu viel. Menschenmassen (u. a. koreanische Touristengruppen an der Gedächtniskirche), Verkehr ohne Ende und eine Aufreihung aller weltweit existierenden Modeketten und alle Arten weiterer Konsumtempel. Vom Bahnhof Zoo ganz zu schweigen, der Gestank haut einen teilweise echt aus den Latschen, da möchte ich gar nicht wissen, wie es zu Zeiten des bekannten Buches hier aussah. Das dort „wohnende“ Publikum ist auch nicht gerade vertrauenerweckend. Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Obdachlose oder Leute die betteln müssen, um über die Runden zu kommen. Im Gegenteil, ich finde es mehr als schlimm, dass es so was  in einem reichen Land wie hier gibt. Wenn ich aber Bettelmütter sehe, die ihre (schulpflichtigen) Kinder auf der Straße „anlernen“, wie man möglichst penetrant Passanten anbettelt, dann geht mir einfach die Galle über – selbst jetzt beim Schreiben.

Bevor es zu lange und zu böse wird, mache ich hier erst einmal Pause. Natürlich folgen noch ein paar Touristen-Schnappschüsse. Für die Fotografie-Interessierten mag mein mitgenommenes Equipment interessant sein, es war meine Fujifilm X-Pro2 mit den 3 Musketieren XF23mmf2, XF35mmf2 und XF50mmf2, wobei aber 98% aller Bilder mit dem 23er entstanden.

Das war Teil 1. Teil 2 folgt bald und ich verspreche er wird etwas versöhnlicher für Berlin ausfallen. Also …

Stay tuned.

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Lieber WEW als WWE

Habt Ihr schon einmal die Abkürzung WWE gesehen/gelesen/gehört? Dann gehört Ihr bestimmt zu einer Unterart der Sportbegeisterten, nämlich der Wrestling-Fans. Das ist per se nicht schlimmes, auch wenn es schon beinahe ein Witz ist, Wrestling als Sport zu bezeichnen. Aber lassen wir das, denn wie so oft, geht es auch in diesem Beitrag um etwas völlig anderes.

Dieses völlig andere ist das Weinerlebnisweg(WEW)-Fest. Hier spielen nicht mit Testosteron und Steroiden vollgepumpte Muskelprotze die Hauptrolle sondern eines unserer höchsten Kulturgüter, welches seit Jahrhunderten angebaut und verarbeitet wird. Ja, das war so richtig dick aufgetragen, ich meine natürlich Wein und das Weinerlebnisweg-Fest ist ein Weinfest der anderen Art, welches sich über die Wingerte dreier Weinbaugemeinden erstickt und damit nicht nur zum Trinken sondern auch zum gemütlichen Wandern oder Radeln einlädt.

Nachdem es mir in den vergangenen Jahren nie gelungen war hinzugehen (siehe hier und hier) kam gestern alles Gute zusammen, denn das Wetter war klasse und mein Dienstplan spielte mit. So steuerten wir also bereits am Mittag  das Weingut Bacchus Speicher als erste Station an, wo wir auch direkt nette Nachbarn trafen. Nun, was soll ich sagen, dies blieb auch unsere letzte Station, denn wir lernten noch dazu neue nette Leute  kennen, quatschten uns fest und genossen Wein, leckere Bratwurst und die dargebotene Musik. Was will man mehr?

Bleibt nur noch die Aufforderung an meine regional ansässigen Leserinnen und Leser, nächstes Jahr doch auch einmal beim WEWF vorbei zu schauen und zu genießen. Als kleinen Vorgeschmack gibt es natürlich auch noch ein paar Bilder.

CU

ANS – supercalifragilisticexpialidocious

Am 07.06.2017 wurde eine lange Durststrecke beendet, denn es fand der erste ANS nach einer bisher noch nie da gewesenen Unterbrechung statt. Durststrecke ist eigentlich ein völlig falsches Wort, da es sich beim ANS ja um ein Zigarrenevent handelt, aber was solls, so etwas wie „Rauchfreistrecke“ gibt es nicht und außerdem war auch während der Durststrecke (schon wieder dieses Wort) für ausreichend Gelegenheit gesorgt, um gerollte Tabakblätter thermisch zu verwerten.

Wie immer wurde es ein sehr schöner Abend unter lieben Menschen. Nicht nur für Zigarren war gesorgt, auch Futter und Getränke waren ausreichend und in guter Qualität vorhanden. Ein besonderer Dank geht diesmal an den lieben Albert, der stundenlang in seiner Küche zugebracht hatte um uns einen leckeren, hausgemachten Wurstsalat kredenzen zu können.

Ich versuche ja immer, irgendein Highlight des Abends noch einmal hervorzuheben. Diesmal fällt mir das sehr leicht, denn es war ganz klar das lustige Film- und TV-Serien-Musik raten, welches Andreas unser Gastgeber initiierte. So fiel einem doch oft sehr schnell auf, wie alt man wirklich ist, wenn man die Titelmelodie von Mit Schirm Charme und Melone oder eben supercalifragilisticexpialidocious aus Mary Poppins schon beim ersten Ton erkennt 😫. So, das nehme ich jetzt direkt als Übergang zu den Bildern mit alten Menschen drauf …

CU