Ein dickes Ding

Es ist wirklich ein dickes Ding, wie lange ich hier schon wieder nichts veröffentlicht habe. Der letzte Beitrag datiert vom 29. April und heute ist schon der 15. Mai. Dabei wollte ich Euch doch schon lange eine Neuerwerbung vorstellen, bei der es sich auch um ein dickes Ding handelt. Diesmal aber nichts mit HiFi, sondern, mal wieder ganz klassisch, ein Objektiv und zwar das Fujinon XF 16-55 mm f2.8.

Ja, ich als Verfechter von Festbrennweiten habe mir ein sogenanntes Standardzoom gekauft. (Okay, ich habe bereits seit einiger Zeit auch das 18-135er, aber das ist ja nur für die Urlaubs-Schnappschüsse 😙) Warum? Weil es viele Gelegenheiten gibt, die einfach mehr Flexibilität in der Brennweite erfordern und/oder der Wechsel von Objektiven nicht praktikabel bzw. unmöglich ist. Sei es nun am Strand oder bei Gelegenheiten, die bei mir öfter vorkommen, nämlich diverse Zigarrenevents, wie zum Beispiel neulich.

Die Kaufentscheidung hatte ich schon länger getroffen, es hat aber gedauert, bis ich fündig wurde, denn das Objektiv ist nicht gerade ein Billigheimer, weswegen ich mich auf dem Gebrauchtmarkt umgesehen habe, der aber recht klein ist und wo oftmals Preise aufgerufen werden, die sich vom Neupreis kaum unterscheiden. Aber meine Geduld wurde belohnt und ich konnte ein sehr gutes Exemplar zu einem richtig fairen Preis erwerben.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder zum Größenvergleich mit den drei „Fujicrons“ (23/35/50mm) und dem 18-135mm, damit die Aussage vom dicken Ding auch richtig rüberkommt.

CU

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CCC – Nach langer Zeit …

Kennt Ihr das? Ihr habt eine Sache, die Ihr (eigentlich) gerne und regelmäßig tut, z. B. Sport, Lesen, die Lieblings TV-Serie usw. Dann kommt es, dass Ihr aus irgendwelchen Gründen dies nicht tun könnt – einmal, zweimal … Dann ist der nächste Termin und obwohl Ihr Zeit hättet, habt Ihr auf einmal keinen Zug mehr und lasst es sausen. So ging es mit mit meinen regelmäßigen Zigarrenevents. Das letzte Mal war der ANS am 14. Januar, seitdem siehe oben.

Nun habe ich mich aber endlich wieder einmal aufgerafft und bin zum April-Smoke des CCC ins Enchillada Wiesbaden gegangen. Ich habe es nicht bereut, denn es war wie stets ein schöner und lustiger Abend unter Freunden und ich fragte mich, warum ich eigentlich vorher gekniffen hatte.

Wie auch immer, auf diese Weise gibt es endlich wieder einmal Fotos von Speisen, Getränken, Zigarren und natürlich den üblichen Verdächtigen. Have Fun damit.

CU

P.S. Noch ein Hinweis zu den Bildern – insbesondere für Detlef Gimbel 😜. Diese entstanden mit meiner Fujifilm X-Pro2 und dem 16-55mm f2.8-Objektiv. Sieht man doch alleine schon am Look🤣😃. Übrigens konnte ich komplett die JPEGs, bei nur minimaler Bearbeitung, benutzen.

Walk like an Egyptian (6)

Ausgrabungen

Nun bin ich schon wieder einige Tage zuhause und möchte deshalb meinen Reisebericht mit diesem Beitrag abschließen. Wesentliches Neues gibt es nicht zu berichten, da wir die letzten Urlaubstage ausschließlich in der Hotelanlage bzw. am Strand zugebracht haben. Ich zusätzlich auch in klimatisierten Räumen, denn der vorher so stetige Wind wollte einfach nicht mehr blasen und dies führte zu einer Bullenhitze, der ich mich nicht aussetzen konnte/wollte.

Wie von früheren Serien dieser Art bekannt, habe ich auch diesmal alle Folgen überarbeitet und insbesondere mit zusätzlichen Bildern versehen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, noch einmal zurück zu blättern. (Wer immer noch Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten😜)

Folge 1 / Folge 2 / Folge 3 / Folge 4 / Folge 5

Ausgegraben habe ich auf meiner Festplatte noch einige Bilder, auch wenn der liebe Mannix in seinem Facebook-Kommentar darum gebeten hat darauf zu verzichten. Ja, es wurde alles bereits millionenfach fotografiert – aber nicht von mir 😇. Viel Spaß daran.

CU

Walk like an Egyptian (5)

Hetzjagd

In England gibt es (meines Wissens nach) noch Fuchsjagden, bei denen das Opfer durch Treiber, Hunde und berittene Jäger in die Enge getrieben und dann erlegt wird. Selbst bei den skurrilen Inselbewohnern regt sich aber mittlerweile enormer Widerstand gegen diese Art des Vergnügens. Nun haben wir gerade an der ägyptischen Variante dieser Form der Tierqäulerei unfreiwillig teilgenommen. Unfreiwillig ist nicht ganz das richtige Wort, besser würde unwissentlich passen, denn gebucht hatten wir „Schwimmen mit Delfinen“.

Nun war es mir völlig klar, dass wir nicht mit unserem Boot allein im ganzen Roten Meer unterwegs waren, um auf die Meeressäuger zu treffen. Der Anblick, der sich uns aber bot als wir das Zielgebiet erreicht hatten, war dann doch grausig, denn ein Dutzend Boote kreuzte hin und her, um die Delfine irgend wie zu erwischen. Das Ganze wurde gefährlich eng, da zwischen den großen Booten noch diverse Schlauchboote im Affenzahn durchflitzten und mit Schnorchel und Taucherflossen ausgestattete Touristen, mehr oder weniger planlos, das Meer durchpflügten. Alles begleitet vom ständigen Tuten der Schiffssirenen und dem Geschrei der ägyptischen Reiseleiter, die damit die Delfine zusammentreiben wollten. Ein unwürdiges Spektakel. Unser Reiseleiter gehörte glücklicherweise zur etwas vernünftigeren Sorte, was dazu führte, dass wir uns ein wenig abseits bewegten und warteten, bis die Horde weiter gezogen war um dann den Delfinen wirklich nahe zu kommen. Damit Ihr nicht glaubt, dass ich Lüge, hier einige Beweisfotos (erstmal nur eines, später mehr).

Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich aber beim Betrachten der Touristenschwärme so etwas wie mein privates Whale-Watching gehabt (vgl. Folge 3).

Ein paar versöhnliche Worte möchte ich zum Abschluss aber noch loswerden. Der zweite Teil, der Exkursion – Schnorcheln am Korallenriff – war sehr schön und ein echtes Erlebnis. Ich muss mich hierbei allerdings auf die Aussagen meiner Familie verlassen, denn ich selbst war deutlich eingeschränkt. Als Brillenträger hat man manchmal echt gelitten, trotz der teilweise korrigierenden Wirkung des Wassers. Dafür hatte ich durch meine Anwesenheit das Rote Meer temporär um eine neue Fischart bereichert, den dickbäuchigen deutschen Blindfisch🤣.

Eines kann ich jedoch definitiv bestätigen: an Bord gab es das bisher beste und vor allem landestypischste Essen!

Stay tuned.

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Walk like an Egyptian (4)

Parallelwelten

Schon einmal etwas von Parallelwelten gehört? In der Literatur gibt es jede Menge Beispiele für Welten, die neben unserer existieren und die man, mehr oder weniger leicht, durch irgendeine Art Portal erreichen kann. Denken wir nur an den Kleiderschrank, durch den man nach Narnia gelangt oder an Nimmerland, wo ein gewisser Peter Pan lebt, der beschlossen hat, nicht zu altern. Sehr chic finde ich auch eine Idee aus Star Trek The Next Generation, die es ermöglicht praktisch unendlich viele Parallelwelten zu erschaffen, das Holodeck.

Auch hier in Hurghada existieren zwei Welten nebeneinander. Da ist einmal die Welt innerhalb der Hotelanlage, schön, gepflegt, angenehm und entspannend. Es benötigt aber noch nicht ein mal ein magisches Portal oder gar fünfdimensionale Science Fiction-Technik, um in die Parallelwelt zu gelangen. Man muss einfach nur das Hotel durch die Tür verlassen und hat es geschafft. Diese Parallelwelt ist schmutzig, stressend, unangenehm, fast schon unheimlich und vielleicht sogar gefährlich.

Ich will Euch gar nicht mit großen Beschreibungen nerven, sondern einfach Bilder sprechen lassen. Die aus der Parallelwelt habe ich, unter Einsatz meines Lebens, bei einer wagemutigen Exkursion morgens um halb sechs exklusiv für Euch geschossen. Da es mit dem Upload hier etwas schwierig ist, kommt erst einmal ein Teaser. Die Vollversion gibt es bei der Nachbearbeitung dieses Artikels, wenn ich wieder zuhause bin.

Noch eine Bemerkung zum Abschluss: Ich bin sicher, dass es hier noch (mindestens) eine weitere Parallelwelt geben muss, ich nenne sie einfach einmal „Das wahre Ägypten“. Allerdings habe ich das Portal dorthin (bisher) nicht gefunden.

Stay tuned

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Walk like an Egyptian (3)

Von Plautzen und Proleten

Bevor ich anfange erst einmal wieder einer meiner Warnhinweise: Der folgende Beitrag enthält jede Menge Lästereien, Vorurteile, Arroganz, Verallgemeinerungen und dergleichen. Wer so etwas nicht mag, kann die Lektüre nun beenden oder ganz einfach weiterlesen und akzeptieren, dass die folgenden Zeilen einfach nur Meinungsäußerungen sind – wenn auch teilweise absichtlich harsch formulierte – und überlegen, ob nicht doch ein Körnchen Wahrheit, oder sollte ich besser sagen Fakten, darin steckt.

Unsere Hotelanlage, finde ich sehr schön. Die Zimmer sind geräumig und sauber, das Essen ist im Allgemeinen gut, der Service ist aufmerksam und den Animateuren und Werbern ist glücklicherweise mit einem einfachen „nein, danke“ meist schon ausreichend zu begegnen. Auf Seiten der (Mit-)Gäste gibt es aber einiges zu berichten. Zuerst einmal, dass es hier keine Russen und/oder Engländer gibt, was ein absolutes Positivum darstellt und vor allem für abendliche Ruhe sorgt (besonders an den Bars). Trotzdem bleibt man hier nicht von diversen Entgleisungen verschont. Okay, wahrscheinlich sehe ich das alles völlig falsch und ich bin der merkwürdige Außenseiter oder zumindest ein Exemplar einer aussterbenden Minderheit, denn ich bin normalgewichtig, nicht tätowiert, kann mit Messer und Gabel essen und mich auch ansonsten benehmen.

Was ich mir hier anschauen muss, grenzt schon an Körperverletzung (Augenschädigung), von den psychischen Auswirkungen ganz zu schweigen. Es ist mir immer wieder unbegreiflich, wie biedere, spießige Familienväter dazu kommen, sich am ganzen Körper verstreut merkwürdige Muster oder Bilder aus Tinte unter die Haut jagen zu lassen. Gleiches gilt natürlich auch für die werten Damen, denn die tätowierte Rose welkt gemeinsam mit dem Allerwertesten, auf dem sie sich befindet. Dazu kommen die Fleischberge beiderlei Geschlechts, die rund um den Pool herum, meist regungslos, verharren und vor sich hin grillen. Ich bin immer wieder versucht, Greenpeace oder den WWF anzurufen um gestrandete Wale 🐳 zu melden. Die Krönung des Ganzen ist natürlich die Kombination beider Merkmale. Ihr wisst sicher, was ich meine, deswegen will ich hier nicht weiter machen. Eine Frage beschäftigt mich allerdings: Wie lassen sich Wale tätowieren? Von Tintenfischen?

Womit wir beim Buffet wären an welchem sich besagte Klientel – frei nach dem Motto „Ich will so bleiben, wie ich bin“ – ausgiebig delektiert. Ich bewundere daran vor allem die rationelle Vorgehensweise, denn zur Vermeidung unnötiger Laufwege werden die Teller bis zum Überlaufen beladen, am besten mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert gleichzeitig, um dann – nach sorgfältiger Umgehung der Obststation – am Tisch unter Zuhilfenahme von Unmengen stark zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke vertilgt zu werden.

So, jetzt ist es aber gut und ich möchte zum Schluss kommen, jedoch nicht ohne nochmals auf die oben angesprochenen Vertreter bestimmter Nationalitäten zu kommen. Die fehlen zwar immer noch aber gestern kam eine Horde Gruppe Schluchtenscheisser Österreicher an, die alles tut, um diese würdig zu vertreten, inklusive Grölen und Besuch des Restaurants in Badebekleidung 🤯.

Stay tuned.

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Walk like an Egyptian (2)

Von Computern und Koffern

Es fing alles gut an. Wir hatten bereits am Vorabend eingecheckt und waren so früh vor Abflug am Airport, dass wir uns noch ein opulentes Frühstück 😜 in der Fraport-Kantine gönnen konnten. Am Gate lief auch alles glatt, denn wir konnten nahezu ohne Wartezeit in den Bus einsteigen, der nach uns die Türen schloss und sich in Richtung Vorfeld auf den Weg machte. Im Flugzeug (der üblichen, schrabbeligen 757) war es Condor-typisch eng aber das war uns ja klar.

Was uns nicht klar war, war warum der Flieger nicht losging, obwohl es an der Zeit war. Dies wurde aber schnell durch eine Durchsage des Piloten aufgeklärt, der mitteilte, dass einer der Navigationscomputer aufgrund eines Fehlers ausgetauscht werden musste (die Dinger laufen wahrscheinlich noch unter MS-DOS ⌨️), Safety first. Irgendwann waren dann alle Brücken ab, die Beladung fertig und das Belly zu – nur wir standen immer noch. Diesmal klärte es eine Ansage der Purserin, die uns mitteilte, dass ein Koffer „versehentlich“ entladen wurde. Dazu müsse man allerdings wieder den Laderaum öffnen und natürlich wieder die auf die längst abgefahrenen Ladeleutchen warten. Lange Rede, kurzer Sinn: über eine Stunde zu spät ging es dann endlich los.

Auch der Flug selbst hatte so einiges zu bieten. Neben der bereits erwähnten Enge (die man aber für 5 Stunden aushalten kann) war die Geräuschkulisse die Hölle. Zum Beweis hier ein Screenshot aus der Lärm-App.

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Was ich aber als absolute Frechheit empfand, war dass es noch nicht einmal mehr etwas zu trinken (Wasser/Kaffee/Tee) „aufs Haus“ gab. Bei unserem letzten Condor-Flug nach Madeira (ähnlich lange Flugzeit) war die noch der Fall. Stattdessen konnte man schlabberige, verpackte Sandwiches und Erfrischungsgetränke zu „Puffpreisen“ erwerben, welche dann von völlig überforderten Saftschubsen gereicht wurden, die auch noch nach der der zwanzigsten Cola in der Liste nachschauen mussten, was sie kostet.

Endlich angekommen musste der Pilot dann kurz vor dem Aufsetzen durchstarten. Eine Plötzliche Windböe hatte ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nichts dagegen, Safety first – aber so waren wir dann insgesamt mehr als anderthalb Stunden zu spät. Nach einer erstaunlich schnellen Einreiseprozedur warteten wir dann am Kofferband, wo der der Koffer meiner (kleinen) Tochter nicht aufzufinden war. Wohl aber ein sehr ähnlicher, der auch (wie ihrer) ein rotes Emirates Namensschild trug. Dem etwas überforderten Flughafenpersonal war es nicht zu erklären, dass es sich hier höchstwahrscheinlich um eine Vertauschung handelte. So nahm ich dann die Sache selbst in die Hand, denn der Koffereigentümer – übrigens ein Herr aus Wiesbaden – hatte seine Handynummer auf dem Tag notiert. Tatsächlich erreichte ich ihn als er schon im Taxi saß, welches er aber wenden und zurück fahren ließ, damit wir den Austausch vornehmen konnten. Gerade noch rechtzeitig, bevor unser Hotelshuttle ohne uns abgefahren wäre.

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Endlich im Hotel erfreuten wir uns dann an einem sehr ordentlichen Abendbuffet und ich konnte das vorzeitige Ende unserer jährlichen Fastenzeit mit diversen ägyptischen Bieren begehen, die übrigens gar nicht übel waren. Der Hesse würde sagen: zischt wie Abbelsaft. So ging es dann irgendwann erschöpft aber auch mit dem Tag wieder halbwegs versöhnt ins Bett, nicht aber ohne vorher festzustellen, dass nach solch einem Scheißtag das wichtigste fehlte, nämlich Klopapier.

Stay tuned

P.S. Liebe Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter, meine obigen Ausführungen beziehen sich nicht generell auf Eure Zunft sondern waren nur die Beschreibung meiner Erlebnisse auf diesem speziellen Flug.

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Walk like an Egyptian (1)

Es ist wieder einmal soweit – Urlaubszeit.

Diesmal habe ich mich breitschlagen lassen, nach Ägypten, genauer gesagt in die Touristenmetropole Hurghada zu fliegen, um dort zehn Tage Sonne, Strand und Meer zu „genießen“. Genießen habe ich bewusst in Anführungszeichen gesetzt, da sowohl Strand als auch Meer zu den Dingen gehören, die ganz unten auf meiner Liste der bevorzugten Locations stehen – aber was tut man nicht für (oder mit) der Familie. Von Sonne, bzw. der damit verbundenen Wärme, erhoffe ich mir wenigstens, dass sie dazu beiträgt meine Nackenmuskulatur zu entspannen und vielleicht sogar die permanenten Nackenschmerzen zu lindern bzw. zu lösen.

Jetzt sitze ich also hier (an meinem Arbeitsplatz) und warte auf unseren Flug. Im Vorfeld hatte ich, nach meiner Antwort auf die Frage, wo es hingeht zwei Arten von Antworten. Entweder „oh, wie schön, super“ oder „oh Gott, habt ihr keine Angst vor Anschlägen“. Nun, ich gebe zu, dass ich darüber wenig nachgedacht habe und das Haupt-Entscheidungskriterium die Kombination von Sonne und Bezahlbarkeit war.

Ich hoffe jetzt einfach, das unser 5-Sterne-Bunker hält, was er verspricht und das ich die Gelegenheit haben werde, ordentlich viel zu fotografieren, denn das kam in letzter Zeit viel zu kurz. Ich habe mir sogar einen Polfilter und einen ND-Filter zugelegt, für schönen Himmel und glattes Wasser. Da es im Hotel nur Free WiFi in selected Areas gibt, weiß ich noch nicht, wann ich den nächsten Beitrag posten kann, daher

Stay tuned

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Verpasste Gelegenheiten

Vorab ´mal wieder eine Warnung: Dies wird ein Artikel ohne Bilder und in eigener Sache. Manch einer wird ihn als „Jammern“ bezeichnen, andere vielleicht als Versuch einer Entschuldigung. Ich selbst hatte einfach Lust, wieder einmal etwas zu schreiben – und da (m)ein Blog ja auch so etwas wie ein Tagebuch ist, kommt heute eben so etwas heraus.

Hier ist im Moment sehr wenig los, mein letzter Beitrag stammt vom 1. März und ist damit (zum Erscheinungstag dieses Blogposts) schon mehr als drei Wochen alt. Ich kokettiere hin und wieder gerne mit der Ereignislosigkeit meines Lebens und genau diese ist auch der Grund, warum hier im Blog so wenig passiert. Zumindest teilweise bin ich an dieser Ereignislosigkeit aber selbst schuld (Achtung: Jammern voraus), denn ich konnte mich in letzter Zeit einfach zu nichts aufraffen. Dies lag (und liegt) natürlich am Job, verbunden mit diversen häuslichen Pflichten, die mir immer wieder 14-Stunden-Plus-Arbeitstage bescheren. Dazu kommt, dass ich zwischen meinen Diensten seit Monaten immer nur einen Tag frei hatte – Erholungswert gleich Null. Erschöpfungsbedingt konnte ich mich noch nicht einmal dazu motivieren, eines meiner geliebten Zigarrenclub-Treffen zu besuchen (nicht, dass mich irgendeiner vermissen würde …).

Auch mit dem Fotografieren sieht es aktuell absolut mau aus. Ich glaube sogar, dass ich mich hier irgendwie zurück entwickle, denn wenn ich (selten genug) einmal eine Kamera angefasst habe, war ich mit den Ergebnissen ganz und gar nicht zufrieden und habe den weitaus überwiegenden Teil der Fotos einfach gelöscht.

Bitte drückt mir die Daumen, dass es sich bessert. Die Chancen stehen gut, denn heute ist mein erster Urlaubstag und ich hoffe, einfach ´mal Ruhe zu finden und nicht nur Pflicht sondern auch Kür zu haben.

Verpasst habe ich auch ein besonders Ereignis in diesem Blog, nämlich den 100.000sten Besucher. Ja, Ihr habt richtig gelesen, nicht schlecht für ein noch so ein Blog, das keiner liest. Dazu eine kleine Geschichte, die am 28. Januar 2018 beginnt als mein lieber Bloggerkollege Rainer Franke den 1.000sten Beitrag auf seinem Blog feierte. Dies verführte mich dazu, doch einmal in meine Statistiken zu sehen, was mich allerdings schnell auf den Boden zurückholte. Zu diesem Zeitpunkt war ich bei (gerade einmal) 492 Beiträgen angelangt und die Besucherzahl lag irgendwo in den unteren 98.000ern.  Dann kam irgendwann, von mir zuerst unbemerkt, eine Art Invasion aus den USA und ich hatte über Wochen mehrere hundert Zugriffe. Schwuppdiwupp war’s passiert und ich hatte das 100.000er-Jubiläum verpasst. In diesem Moment bin ich bei 495 Artikeln (dieser ist Nr. 496) und 100.905 Besuchern angelangt und schon irgendwie stolz. 😊

Also dan, hoffentlich bis bald.

CU

Mach mal halbschnell

„Mach mal halblang“, im Sinne von sei nicht so voreilig, sei nicht so stürmisch, besinn dich, hat wohl jeder schon einmal gehört, gelesen und auch, wie gerade beschrieben, verstanden. Was soll also „Mach mal halbschnell“ bedeuten? Nun, als Redewendung sicherlich nichts, denn eine solche Redewendung gibt es ganz einfach nicht. Wohl aber als Vehikel zum Einstieg in diesen Beitrag, in dem ich Euch einmal wieder ein paar musikalische Neuzugänge präsentieren möchte, zusammen mit etwas klugscheisserisch präsentierten Halbwissen.

Um Euch nicht unnötig auf die Folter zu spannen (schon wieder eine Redewendung) geht es gleich los mit einer Greatest Hits Sammlung auf die ein 80ger-Jahre Synthipop-Fan wie ich einfach nicht verzichten kann: The Human League / A Very British Synthesizer Group. Natürlich in der Vinyl-Version, also in Form von drei Langspielplatten, bei denen half speed mastering zum Einsatz kam – womit wir endlich beim Thema wären. Beim half speed mastering bekommt der Schneidestichel, der die Vorlage ritzt, die Musik in halber Geschwindigkeit zugespielt und hat somit doppelt soviel Zeit, die Information zu Rille zu bringen, was sich deutlich klangverbessernd auswirken soll. Dies kann ich nur voll und ganz bestätigen, denn die Klangqualität ist fantastisch, selbst bei den ältesten Titeln, die nun ja schon mehr als dreißig Jahre auf dem Buckle haben. Dazu kommt da absolute Nicht-Vorhandensein irgendwelcher Kratzer, Knisterer oder anderer Unsauberkeiten. Als Krönung noch die liebevolle Ausstattung im stabilen Schuber, mit hochwertigen Inlays und einem Bonus-Beiheft mit einem ausführlichen Essay zur Geschichte der Band. Das ganze hat natürlich auch seinen Preis, der mir lange zu hoch war (Erscheinungsdatum war bereits  in 2016). Dank eines funktionierenden Amazon Preistrackers konnte ich aber endlich deutlich günstiger zuschlagen.

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Weiter geht es mit einer Fraktion, wo die halbe Geschwindigkeit nicht förderlich sondern eher abträglich ist. Ich meine natürlich Tonbänder und insbesondere Cassetten. Hier ist es nämlich so, das der Klang besser ist, wenn ihm viel Bandlänge zur Verfügung gestellt wird, sprich das Band mit hoher Geschwindigkeit am Tonkopf vorbeigezogen wird. So betrug die Geschwindigkeit eines (Spulen-)Tonbands einst 7,5ips (inches per second), dies wurde oft auf die Hälfte reduziert (3 3/4ips), weil das die Hälfte des Bandmaterials einsparte, wenn auch unter Hinnahme von Qualitätsverlusten. Nochmals halbiert, also auf 1 7/8ips wurde die Geschwindigkeit bei der Compact Cassette, welche anfänglich als völlig HiFi-ungeeignet eingestuft wurde. Doch dann kamen verbesserte Beschichtungen, optimierte Herstellungsprozesse und Rauschunterdrückungssysteme, die die Compact Cassette zum günstigsten und beliebtestem Musikmedium für Jahrzehnte machen sollten.

Ich habe bei Ebay gerade etwas aus der Spätzeit des Mediums (1992), mal wieder für einen Euro, geschossen: ZZTop Greatest Hits. Eine klasse Zusammenstellung spitzenmäßiger Rock- und Bluesrock-Nummern, teilweise mit schönem 80er-Appeal und in einer ganz nicht so üblen Klangqualität (Aufnahme mit Dolby B), die Leute Lügen straft, welche Cassetten nur als Träger von Rauschen und Ursache für Bandsalat abtun.

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Zum Schluss noch zwei DCCs (zu diesem Thema könnt Ihr schon hier und hier etwas lesen). Ja, es ist der Soundtrack von GREASE, denn meine Frau ist ein großer Fan davon (Jugenderinnerungen) und wir haben das Musical sogar schon einmal am Broadway gesehen. Als sie neulich neulich wieder einmal auf das Thema kam, wollte ich Sie überraschen, begab mich bei Discogs auf die Suche und wurde fündig bei einem netten Anbieter aus Holland, bei dem ich gleich noch den Commitments Soundtrack dazu orderte um ein wenig Versandkostendegression zu betreiben. Ihr müsst wissen, die holländische Post nimmt es von den Lebenden. Beide Tapes waren neu, noch in ihren Folien eingeschweißt und wurden nach Erhalt durch mich sozusagen entjungfert. Natürlich hätte ich beide Alben als CD für jeweils fünf Euro bei Amazon bestellen können, was ungefähr 20% meines Kaufpreises gewesen wäre – aber wo wären da der Spaß und das völlig überrascht blickende Gesicht meiner Frau geblieben 😜 😜.

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CU

P.S. Wer es zum Thema half speed mastering etwas gebauer haben will, wird bei diesem Artikel fündig, der auch ein Interview mit einem Abbey Road Studios Tontechniker enthält.