Berlin-essen (und trinken)

Wer sich noch nicht durch meinen Berlin-Reisebericht gequält gelesen hat, kann die über die folgenden Links nachholen: Teil 1, Teil 2, Teil 3. Dies ist aber nicht Voraussetzung für diesen Beitrag, in dem es um das leibliche Wohl geht und wie wir es in Berlin gepflegt haben.

Wie bereits erwähnt nächtigten wir im Hotel Savoy, das uns nicht nur ein schönes Zimmer bot, auch das morgendliche Frühstücksbuffet im gediegenen Restaurant erfüllte alle Wünsche, die ich/wir an ein gutes und reichliches Frühstück haben, inklusive Sektchen. Der Knaller ist allerdings die Times Bar im Savoy, eine richtig schön altmodische Bar mit gedämpftem Licht, tiefen, bequemen Ledersesseln und einer vollständigen Ausstattung an geistigen Getränken. Darüber hinaus ist auch noch eine Dependance der Casa del Habano angegliedert, aus der einem die kompetenten Kellner auch noch zu später Stunde eine gute kubanische Zigarre reichen. Die Bar ist natürlich auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich und daher ein absoluter Tip meinerseits. Nur mit den (hohen) Preisen muss man sich halt arrangieren.

Das kulinarische Angebot Berlins ist nahezu unüberschaubar und neben den überall präsenten, unvermeidlichen Currywurst-Buden präsentieren sich Restaurants nahezu aller denkbarer Nationalitäten. Uns verschlug es, auf Empfehlung einiger CCC-Mitglieder, ins Mimino Royal, ein georgisches Restaurant ganz in der Nähe unseres Hotels aber etwas zurückgesetzt von der Straße. Danke für die Empfehlung, das Essen war vorzüglich, der Service aufmerksam und die Preise absolut in Ordnung. Ich nehme es gerne als Qualitätsbeweis, wenn Ausländer im Restaurant ihrer Nationalität sitzen und hörte um mich herum fast nur georgisch (russisch?).

Aus dem Fernsehen (hier zeichnet der Musiksender Deluxe Music seine Live Sessions auf) kannte ich die Location des Folgetags, Stone Brewing. Hier wird nicht nur Craft Beer gebraut sondern auch im riesigen Brauereigasthof, einem ehemaligen Gaswerk, ausgeschenkt, passende moderne Speisekarte inklusive. Trotz der enormen Größe kommt hier kein „Bahnhofshallen-Feeling“ auf und man sitzt irgendwie gemütlich. Die Speisen sind von guter Qualität und die Preise zwar nicht billig aber völlig in Ordnung. Die große Auswahl verschiedener Craft Biere aus eigener Herstellung und von befreundeten Brauereien kann man sogar in 0,15l-Portionen geniessen, was ich sehr angenehm fand, denn so kann man mehr testen und hat nicht gleich einen in der Krone. Stone Brewing liegt etwas außerhalb in Marienfelde, ist aber die S-Bahn Fahrt von ca. 20 Minuten und den knappen Kilometer Fußmarsch vom Bahnhof mehr als wert.

Zu guter Letzt noch eine Berliner Institution, die Dicke Wirtin. Am Savignyplatz, und damit zu Fuß vom Hotel erreichbar, befindet sich diese „original“ Berlin Kneipe. „Original“ natürlich in Anführungszeichen, denn es ist rappelvoll mit Touristen (jeden Tag!) und die Einheimischen sind hier in der Minderzahl. Nichtsdestotrotz hat sich das Lokal seinen Charme bewahrt und es findet weder Abfertigung noch Abzocke statt. Die Speisekarte ist übersichtlich und ausschließlich mit deutscher/berliner Küche bestückt. Auf dem Tresen steht sogar noch eine riesiges Einmachglas mit Soleiern. Die Portionen sind riesig – das Schnitzel meiner Frau ragte beidseitig ca. 5cm über den Teller – kommen ultraschnell aus der Küche und schmecken vorzüglich. Falls das immer noch nicht reicht, kann man sich zum Nachtisch eine Portion Kalter Hund oder Kühle Katze bestellen, geballte, konzentrierte Kalorien. Dazu gibt es eine große Auswahl an Bier und Spirituosen. Der Service ist, trotz aller Hektik, sehr aufmerksam, flott und hat immer einen Spruch in echt Berliner Schnauze auf den Lippen. Auch hier sind die Preise absolut fair.

Natürlich haben wir kulinarisch nur an Berlins Oberfläche gekratzt aber vielleicht ist ja bei den obigen Empfehlungen etwas dabei, was dem/r einen oder anderen Leser/In das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Würde mich freuen. Gerne hätten wir auch die Kult-Currywurtsbude Konnopke´s Imbiss getestet aber dafür reichte einfach die Zeit nicht aus.

Ein paar Bilder zu den Lokalitäten gibt es natürlich auch.

CU

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