Die Luft zum atmen

Und weiter geht´s mit den vorweihnachtlichen Musik-Geschenkempfehlungen. Diesmal beginnt die Geschichte nicht, wie sonst bei mir (fast) üblich in den 80ern sondern noch früher, nämlich bereits im Jahr 1976.

Vierzig Jahre ist es also mittlerweile her, dass Oxygène von Jean Michel Jarre erstmals veröffentlicht wurde. Damals nur in Frankreich und nur in geringer Auflage von einem lokalen Label, da die Großen der Branche sich nicht an diese Art Musik herantrauten und keinen (Massen-)Markt dafür sahen. Das dies ein Irrtum war ist bekannt, denn Oxygène verkaufte sich seinem mehr als 12 Millionen mal. JMJ wurde zum Pionier elektronischer Musik, nahm noch viele weitere erfolgreiche Alben auf und war und ist bekannt für seine akustisch und visuell formidablen Konzerte, die sich selbst im Guinness-Buch der Rekorde wiederfinden.

Genug der Belehrungen, endlich zum Thema. Nach Oxygène 1976 und Oxygène 1997 erschien am 02.12.2016 Oxygène 3 zum vierzigjährigen Jubiläum als Abschluss der Oxygène Trilogie. Nachdem der Meister in den 2000ern eine Art Schaffenskrise durchmachte und eher fragwürdige Alben herausbrachte, meldete er sich 2015/16 mit den beiden Electronica-Alben, auf denen er mit verschiedenen anderen Electro-Größen kollaboriert, eindrucksvoll zurück um dann als Paukenschlag noch Oxygène 3 zu bringen.

Zu Oxygène – und zwar 1 bis 3 – habe ich eine private, nicht repräsentative Umfrage gemacht. Das Ergebnis zeigt, dass man diese Musik entweder liebt oder hasst, etwas dazwischen gibt es praktisch nicht. Ich gehöre zur ersten Fraktion, sonst würde ich mir hier nich gerade einen Wolf schreiben. Nicht nur, dass hier geniale Melodien präsentiert werden, die einen so richtig in der Musik aufgehen lassen, auch die Tatsache, dass die alten Sachen heute noch genau soviel  Spaß machen wie damals zeugt von Qualität. Auf Oxygène 3 werden dann auch in den neuen Stücken teileweise frühere Parts zitiert und vermitteln dem Hörer, dass er hier in ein geschlossenes System eintaucht. Als Anspieltip gebe ich Euch Oxygène Pt. 17. Dieses – ziemlich poppige – Stück findet Ihr auch auf YouTube inklusive Bildern vom Konzert, daher auch visuell ein Erlebnis.

Zum Schluss noch etwas zur Darreichungsform. Natürlich gibt es die üblichen Download-Möglichkeiten, dazu die jeweiligen Einzel-CDs und die Trilogy als CD-Pack. Ich habe mich für das Box-Set entschieden. Hier gibt es in einem stabilen Schuber alle Alben auf drei CDs, nochmal auf drei LPs aus transparentem 180g-Vinyl und ein Coffetable-Book mit faszinierenden Bildern von alten Synthesizern, die auf den Oxygène-Alben Verwendung fanden. Dazu noch ein Riesenposter und die Originalcover als Nachdruck.

Mann, ich ich ein Fanboy.

CU

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