Tourikram West (Madeira 3)

Weiter geht´s mit meinem ganz subjektiven Reisebericht über Madeira. Dem nicht immer vertrauenswürdigen Reiseführer folgend haben wir natürlich diverse Ziele auf der Insel angesteuert, die uns aufgrund der Beschreibungen interessant erschienen und/oder mit einem Strand lockten, den sich zwei gewisse, jüngere Familienmitglieder gewünscht hatten. Dieser Beitrag befasst sich jetzt mit den Orten westlich unserer Homebase – aber schön der Reihe nach.

Calheta ist der nur einen Tunnel entfernte Ort, der mit einer, für Madeira untypischen , Besonderheit aufwartet, nämlich mit hellem Sandstrand. Dieser ist aber nicht etwa eine Laune der Natur sondern Menschenwerk, denn besagter Sand wurde extra aus Afrika herangeschippert und hier aufgeschüttet. Damit das ganz dann nicht direkt von der Brandung wieder weggespült wird, hat man es auch  noch schön eingefasst. Wo ein Strand ist sind natürlich auch größere Hotels nicht weit, die direkt an die Promenade gebaut sind. Dazu gibt es noch einen schicken Yachthafen und natürlich jede Menge Gastronomie. Der eigentliche Ort zieht sich ein wenig den Hügel hoch und lebte früher überwiegend vom Zuckerrohr und dessen Produkten. Mangels Zeit haben wir hiervon aber praktisch nichts gesehen.

Ein ganzes Stück weiter im Nordwesten liegt Porto Moniz. Nachdem man über schöne, gewundene Sträßchen den Inselrücken überquert hat geht es auf einer Serpentinenstraße hinab in den Ort, dessen (größte) Touristenattraktion wohl die Lavapools sind. Hier wurden natürliche, durch Vulkanismus entstandene Bassins, die zum Meer hin offen sind, zu einem „Freibad“ erweitert und umgebaut. Das ist sicherlich sehr attraktiv, führt aber auch dazu, dass die gesamte Promenade (für mich) geradezu Touristenkaff schreit. Parkplätze (kostenpflichtig) für PKW und Busse, Imbissbuden und Restaurants mit „internationaler Küche“ und einige Hotel-Betonklötze bestimmen das Bild. Baden war zum Zeitpunkt unseres Besuchs absolut nicht drin, denn es stürmte wie verrückt und wir mussten dann irgendwann auch vor heftigem Regen im örtlichen Meeresaquarium Schutz suchen.

Natürlich gibt es noch viele weitere Örtchen und andere Ausflugsziele im Westen der Insel, ich habe z.B. schöne Bilder von Jardim do Mar gesehen. Wir wären auch gerne einfach ´mal ein wenig gewandert, aber das Wetter und unser nur einwöchiger Aufenthalt machten uns einen Strich durch die Rechnung.

Was mir allerdings seit dieser Woche durch den Kopf geht ist die Frage, wie es wohl in den beiden besuchten Orten in der Hauptsaison aussieht. Das stelle ich mir – gelinde gesagt – grauenhaft vor und habe Bilder von aus Reisebussen quellenden englischen Touristen im Kopf, die kurz darauf rot wie Hummer neben ihren geleerten Bierdosen am Strand liegen. Upps – war das jetzt ein Vorurteil? 😏

Stay tuned

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