Das Erbe des Herrn Lehmann

In letzter Zeit gibt es hier jede Menge Fortsetzungsgeschichten oder besser gesagt Beiträge, bei denen ich bereits behandelte Themen wieder aufnehme. Damit meine ich nicht die mehr oder minder regelmäßige Berichterstattung vom ANS oder anderen Zigarrentreffen sondern so etwas das jetzt folgende.

Vor knapp zwei Jahren berichtete ich über die Zigarrenmanufaktur Herr Lehmann in Lahr und insbesondere deren Entstehung bzw. (Vor-)Geschichte. Wer den damaligen Beitrag noch nicht kennt (oder vergessen hat), sollte vor dem Weiterlesen deshalb unbedingt hier klicken.

Auch in diesem Jahr habe ich mich nach Lahr begeben und natürlich auch zum Lehmann-Shop in einem schönen Eckhaus der Fußgängerzone, um dort in der Lounge-Ecke eine Herr Lehmann Nr. 5 zu genießen und mit den im Geschäft arbeitenden – sprich Zigarren rollenden – Damen zu plaudern. Leider musste ich hören, dass Herr Lehmann selbst im vergangenen November im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Ich hoffe, er sitzt jetzt auf einer schönen Zigarrenrauchwolke und blickt auf sein Erbe, das sich sehr erfreulich entwickelt hat. Verkauf und Produktion sind jetzt im Ladengeschäft zusammengefasst, sozusagen zu einer gläsernen Manufaktur. Man musste allerdings aus Platzgründen einen Teil der Produktion schon wieder in ein naheliegendes Gebäude auslagern um den schönen Shop nicht allzu voll zu stellen. Die Geschäfte laufen gut, so dass die Damen aktuell mit der Produktion kaum hinterherkommen und sich schon auf den Herbst vorbereiten, in dem in Lahr wieder die Chrysanthema stattfindet, die ebenfalls für eine Umsatzspitze sorgt.

Ganz im Sinne der Philosophie zur Förderung regionaler Prokukte wurde auch das Sortiment erweitert. Es gibt nun auch Schwarzwäder Gin, Schwarzwälder Whisky und Kaffee, der zwar nicht im Schwarzwald wächst aber in einer regionalen Rösterei verarbeitet wird. Auch beim Tabak hat sich in dieser Richtung etwas getan, denn nachdem der Tabakbestand der Lehmanns aufgebraucht war, ist man auch hier auf regionale Beschaffung umgestiegen. Die Zigarren bestehen also jetzt  aus Geudertheimer Tabak, der von zwei Bauern in der Umgebung exklusiv für Herr Lehmann gezogen wird. Als Deckblatt wird Sumatra, bzw. bei der Nr. 7 Brasil, verwendet.

Natürlich hat das ganze auch seinen Preis, bis hin zu 39,90 €/St. für die Herr Lehmann Nr. 9, genannt Der Schwazwald-Zapfen (Länge 190mm, Ringmaß 73) aber was tut man nicht alles zur Erhaltung von Kulturgut. 😉

Damit Ihr auch sehen könnt, wovon ich die ganze Zeit erzähle, gibt´s jetzt Bilder. Natürlich wieder nur zum anfixen und den Rest bei Nachbearbeitung.

Stay tuned

Edit 25.08.2016: Flattersatz entfernt, neue Bilder als Galerie hinzugefügt, Links aktualisiert

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