Der Würgefloh oder Gefährliches Halbwissen (5)

Dies ist die Fortsetzung einer Serie – man beachte die 5 in Klammern – und dieser Beitrag schließt direkt an den vorigen Teil an, weshalb man unbedingt hier klicken sollte, wenn man Teil 4 nicht nicht gelesen hat. Natürlich gibt es auch die Teile 1, 2 und 3, die ich wärmstens empfehle.

Wie versprochen möchte ich Euch hier noch ein paar Dinge zu Lightroom mitgeben, die ich als Specials ansehe. Specials deshalb, weil ich Sie nicht standardmäßig in meiner Bildbearbeitung nutze (wie immer noch nicht Teil 4 gelesen?) sondern nur situativ einsetze. Ich werde die einzelnen Punkte auch nur kurz abhaken und darauf eingehen, wofür ich sie nutze, damit Ihr eine Idee bekommt. Danach heisst es für Euch: ausprobieren.

09 BreichsreparaturLos geht es mit der „Bereichsreparatur“. Diese benutze ich um z.B. unschöne Flecken auf Wänden oder auch ´mal einen unerwünschten Pickel verschwinden zu lassen. Wichtig dabei ist, dass die Größe des Reparaturpinsels genau gewählt wird, damit wirklich nur unerwünschte Sachen weggestempelt werden. Spielt auch mit den zugehörigen Reglern, um die Korrektur für den Betrachter nicht erkennbar zu machen. Ich bevorzuge die Option „Repar.“, da hierbei, im Gegensatz zu „Kop.stempel“, vorhandene Strukturen erhalten bleiben. Übrigens: woher sich das Werkzeug die Stempelfarbe holt, könnt Ihr manuell beeinflussen – Use the Force Mouse.
Hier noch ein vorher/nachher zur Verdeutlichung:
10 vorhernachher04

Mit dem „Verlaufsfiter“ könnt Ihr (fast) alle Bildbearbeitungsmöglichkeiten innerhalb eines ausgewählten, verlaufenden Bereichs vornehmen. Ein Beispiel, das bei mir hin und wieder vorkommt, ist die Verdunkelung eines viel zu hellen blauen Himmels. Durch Drücken dar Taste O könnt Ihr euch übrigens sehr schön rot anzeigen lassen, wo und wie stark der Filter wirkt.
11 Verlaufsfilter

12 RadialfilterDer „Radialfilter“ bietet die gleichen Bearbeitungsmöglichkeiten in anderer Verpackung. Hier könnt Ihr mit der maus ein Oval aufziehen und dann innerhalb dieses Ovals die Bearbeitungsschritte vornehmen. Dieser Filter ist z. B. sehr gut zum Aufhellen von im Schatten liegenden Augenpartien zu gebrauchen. Nehmt Ihr das Häckchen bei „Maske umkehren“ heraus, wird der Bearbeitungsbereich umgedreht. Alles innerhalb des Ovals bleibt und alles außerhalb wird beeinflusst. Auch hier hilft die Taste O mit einem roten Bereich.
13 vorhernachher05

14 KorrekturpinselNoch einmal dasselbe in Grün, der „Korrekturpinsel“. Gleicher Leistungsumfang wie die beiden vorigen Instrumente, jedoch (wie der Name schon sagt) als Pinsel, mit dem man freihändig arbeiten kann um z. B. Kantenlinien gezielt nachzuschärfen, unregelmäßig geformte Bildteile aufzuhellen oder abzudunkeln oder Bildteile in der Farbe zu bearbeiten.

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15 HSLFARBESW

Ihr habt es fast geschafft. Nur noch zwei Dinge folgen, die ich zwar nur sehr selten benutze aber dennoch erwähnen möchte. Nummer Eins nennt sich „HSL / Farbe / S/W“. Hier gibt es eine Unmenge von Reglern in den verschiedenen Optionen (Bild zeigt die Gesamtübersicht) um einzelne Farbtöne gezielt zu bearbeiten. Übrigens auch bei Schwarz/Weiß-Bildern! Sollte Euch also z. B. mal ein Gesicht zu rot strahlen und „Sättigung“ bzw. „Dynamik“ (siehe Teil 4) nicht helfen, versucht es hiermit. Sehr hilfreich finde ich die kleinen Böbbel links von den Reglern. Auf so einen draufgeklickt, dann ins Bild und das Mausrad rauf- oder runterradeln – es werden genau die Farbtöne verändert auf denen der Cursor steht.

16 VignetteZu guter Letzt noch in die „Effekte“. Hier gibt es den Punkte „Vignett. nach Freistellung“, mit der Ihr Euch eine Schweizer Autobahnbenutzungserlaubnis ausdrucken könnt Euer Bild mit einer Vignette (Randabschattung) versehen könnt. Nach rechts in weiß für den absolut grausigen 70er-Look und nach links in schwarz, was – gezielt und dezent eingesetzt – den Blick des Betrachters auf das Hauptmotiv zieht, z. B. bei Portraits. Bedient Euch auch ruhig der weiteren vorhandenen Regler um die Vignette nach eigenem Geschmack zu formen. Hierfür gibt es auch noch mal ein (etwas übertriebenes) Beispiel, das Euch die Anwendung dieses Werkzeugs verdeutlicht.
17 Vignette Jürgen

Wer aufmerksam war, hat sicherlich bemerkt, dass ich ganz viele Menüpunkte und andere Dinge einfach nicht behandelt habe. Das hat mehrere Gründe, die da wären:

  • Es handelt sich um Dinge, die ich nicht nutze
  • Ich komme mit den Dingen, die ich nutze zum gleichen gewünschten Ergebnis
  • Es ist mir zu kompliziert
  • Ich habe einfach nicht den Schimmer einer Ahnung, was ich tue, wenn ich an diesem oder jenem Regler herumfummele

Ganz wischdisch: Wie bereits erwähnt, ist diese Serie kein Kurs unter dem Motto Wie mache ich es richtig, sondern einfach ein Überblick über meine – zugegebenermaßen recht stümperhafte – Arbeitsweise. Damit komme ich aber zum Ziel und außerdem lerne ich jedes Mal ein bisschen dazu.

Am Anfang dieses Projekts habe ich nicht gedacht, dass es einmal fünf recht ausführliche Beiträge werden. Ich war mir auch nicht darüber im Klaren, das es eine ganz schöne Arbeit und großen Zeitaufwand bedeutet, das Ganze in dieser Form zu Papier Bildschirm zu bringen. Deshalb äußere ich diesmal eine Bitte, die ich bisher noch nie hatte:

Wenn Euch diese Serie gefallen hat – oder auch wenn nicht – bin ich für jedwedes Feedback dankbar. Ebenso natürlich für Weiterempfehlung, Reblogging, Verlinkung und und und …       Ich würde mich wirklich sehr freuen!

CU

 

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3 Kommentare zu „Der Würgefloh oder Gefährliches Halbwissen (5)“

  1. Feedback? Kannst haben :-). Fand die Serie sehr gut – vieles kennt man ja, aber deine lockere Art macht dann doch sehr Lust, auch an den eigenen Fotos mal wieder Hand anzulegen. Denke ernsthaft darüber nach, mir Lightroom zuzulegen!

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