Der Würgefloh oder Gefährliches Halbwissen (2)

Wie im ersten Teil dieser Serie versprochen, erzähle ich Euch heute etwas darüber, wie ich meine digitalen Bilder im Rahmen meines Würgeflohs Workflows speichere und sortiere. Vorab aber eine Warnung: Dies ist lediglich eine Beschreibung dessen, was ich tue und erhebt keinerlei Anspruch auf „Richtigkeit“. Und genau wie Ihr im ersten Teil die Abfolgegeschichte meiner Kameras erfahren habt, gibt es hier auch eine Zeitreise von den Anfängen bis heute.

Es begab sich also zu der Zeit, als Computer noch mechanisch funktionierten …

Am Anfang habe ich einfach eine Ordnerstruktur auf der Festplatte angelegt und meine Bilder nach Datum in Unterordner sortiert und diese dann noch mit einem Titel versehen. Das ganze sah dann ungefähr so aus:

2016-04-17 Familienfeier oder 2016-03-10 … 20 Urlaub auf Malle.

Die Bilder habe ich dann innerhalb des Ordners mit Namen und fortlaufender Nummer versehen. Das ging damals richtig toll mit kostenlosen Tools wie FileBuddy, womit ruckzuck ganze Massen von Dateien umbenannt sequenziert oder anderweitig „manipuliert“ werden konnten.

iPhotoDann kam Apple mit iPhoto und ich war begeistert, denn nun konnte ich einfach alle Bilder importieren, diese wurden automatisch in sogenannte Ereignisse sortiert, die ich aber noch manuell „nachbessern“ konnte um z. B. einen zweiwöchigen Urlaub nicht aufzuspalten sondern in ein Ereignis zu legen. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit noch gezielt Alben anzulegen, Gesichter erkennen zu lassen, Druckerzeugnisse zu bestellen, Bilder zu sharen etc. Ausserdem wir natürlich direkt mit iOS-Geräten abgeglichen. Ganz zu schweigen von der Nachbearbeitung, doch dazu komme ich in Teil 3 dieser Serie.
Ganz ohne Haken war diese Sache natürlich nicht, denn so schön die Darstellung und Sortierung in iPhoto auch war, im Hintergrund lief alles in der iPhoto Library ab, einem undurchsichtigen Ordner, der die Originalbilder sowie alle Bearbeitungen speicherte. Aber es war halt bequem und ich sparte mir den Schritt der Benennung der Einzelbilder.

ios-7-photos-icon-pn1Irgendwann entschied sich Apple iPhoto (und auch das professionelle Schwesternprogramm Aperture) einzustellen und durch eine neu App namens Fotos zu ersetzen. Hintergrund war vor allem der, alles auf allen Apple-Geräten (Mac und iOS) mit dem gleichen „look and feel“ zu versehen. Natürlich war der Import weiterhin super-easy und die Synchronisierung klappte fantastisch aber die Struktur mit den Ereignissen wurde in eine Timeline geändert, was mir überhaupt nicht zusagte. Dazu kam noch, das (zumindest in den ersten Versionen) die Bearbeitungsfunktionen minimal waren und die Bedienung derselbigen mir völlig dämlich erschien. Was also tun?

17690Nächstes Kapitel: Zurück auf Anfang. Nach einigem Überlegen hatte ich mich entschlossen als Bildbearbeitungsprogramm DxO OpticsPro 10 zu nutzen (auch dazu mehr im nächsten Teil), weil dies seinerzeit das einzige Programm war, das bereits meine  J5 unterstützte, aber keinerlei Sortier- oder Katalogfunktion beinhaltet. Also begann ich wieder Ordner anzulegen, muss aber zugeben, dass ich mittlerweile zu faul bin, die einzelnen Bilder umzubenennen, auch weil ich noch kein schönes Tool dafür gefunden habe, das unter OS X so funktioniert, wie früher der o. g. FileBuddy. Alle Dateien in den Ordner heissen jetzt also DSC_0343.NEF oder so ähnlich. Hoffentlich geht mir das nicht irgendwann nach hinten los.

lighroom_cc_icon_580x388-100580445-largeDiese Phase währte nicht lange, denn ich entschied mich relativ schnell zu Adobe Lightroom zu wechseln als hier die Version 6 auf den Markt kam. Lightroom sortiert und katalogisiert nun wieder – allerdings in deutlich anderer Form als die Apple-Produkte. Insbesondere kommt nur das in den Katalog, was man willentlich importiert und nicht alles, was irgendwie ein Foto ist, das gerade mit dem iPhone aufgenommen wurde. Darüber hinaus sind die Bearbeitungsmöglichkeiten deutlich weitreichender als bei DxO (aber Ihr wisst ja: hierzu mehr im nächsten Teil).

Damit das hier jetzt nicht völlig ausufert, komme ich zu einer Art Abschluss. Meine aktuelle Speicherlösung ist eine Kombination von gestern und heute und erfüllt derzeit meine Anforderungen am besten. Nachteile git es trotzdem und zwar jede Menge. So habe ich eben noch die Fotos-Library von mehreren Jahren mit mehr als 10.000 Bildern, die ich nun manuell wieder in besagte Ordnerstruktur zurückführen muss und das ist eine (Straf-)Arbeit für jemanden der Vater und Mutter erschlagen hat.

In diesem Sinne

Stay tuned

P. S. Gerade ist mir aufgefallen, dass ich noch nichts zum wichtigen Thema Backup gesagt habe. Das schiebe ich noch ein, deshalb gibt den Teil zur eigentlichen Bildbearbeitung erst in der übernächsten Folge.

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