Neues Jahr – Alter Ärger (und neuer dazu)

Wie Ihr ja aus meinem letzten Artikel wisst, bin ich kein größer Fan von Sylvesterfeiern, gleiches gilt für Neujahrsgrüße und -wünsche. Deshalb gab es hier im Blog auch so etwas (fast) nicht und ich mache einfach weiter wie bisher.

Und das sich durch einen Jahresbeginn außer in der Jahreszahl nichts ändert, geschweige denn bessert, beweisen die folgenden aktuellen Kurzgeschichten aus meinem Leben. Alsdann, liebes Tagebuch …

1. Der Porno

Bereits im Dezember 2010 erhielten meine Frau und ich Post von einer bekannten Regensburger Anwaltskanzlei, übrigens genau die, die auch gerade in Sachen „Redtube“ tätig war, was ja groß durch die Medien ging. Inhalt war eine Abmahnung mit Geldforderung wegen Download und Verbreitung eines urheberrechtlich geschützten Werks. Nun gut, einen Pornofilm sollen wir angeblich über eine Filesharing-Börse angeboten haben. Natürlich haben wir das nicht aber die deutsche Gesetzeslage überlässt es uns, dies zu beweisen, was (zumindest mit den Kenntnissen und Fähigkeiten eines Normalbürgers) praktisch unmöglich ist. Vielleicht sollte ich ´mal bei der NSA anrufen, die kennen doch meine Internetaktivitäten und können mir sicher helfen. Wie besagte Kanzlei an diese Information gekommen ist erschließt sich mir auch nicht, aber sei´s drum. Ich kann nur eines mit Sicherheit sagen: Wir waren es nicht!!!

An dieser Stelle ein kurzer, aber interessanter Einwurf: Laut Aussage eines mir bekannten Juristen ist es bei Pornos, je nach Ausgestaltung, sowieso fraglich, ob überhaupt der Charakter eines Werkes vorliegt, das dann urbeherrechtlich schützenswert ist.

Es folgten noch zwei weitere Schreiben. Einmal drohend und einmal mit einer reduzierten Forderung und dem Angebot zur Ratenzahlung (sic!). Stinkt das nicht zum Himmel????Und jetzt, wenige Tage vor Ablauf der Verjährungsfrist, packen die Herren Advokaten nochmal die Keule aus und wir erhalten Post vom Amtsgericht. Natürlich werden wir (nach erfolgter Beratung) auch jetzt nicht zahlen aber die ganze Sache nervt doch ohne Ende und irgendwie bin ich ganz und gar nicht darauf gespannt, wie es weitergeht.

2. Das Auto

Pünktlich am 23.12.2013 warnte mich mein Auto, dass eine Motorstörung vorläge und ich doch in die Werkstatt fahren sollte. Wie bereits berichtet hatte mein tolles Autohaus natürlich am 24.12. geschlossen und so ließ ich den Wagen über Weihnachten lieber stehen um dann am 27.12. wieder hinzufahren. In der Servicewüste angekommen wurde das Testgerät eingestöpselt, die Fehlermeldung(en) gefunden und – zurückgesetzt. Zurückgesetzt, nicht etwa behoben, da der Fehler ja zu diesem Zeitpunkt gerade nicht auftrat. Auf meine laienhafte Frage, was denn nun zu tun sei und ob ich denn gefahrlos nachts auf der Autobahn zur Arbeit fahren kann erntete ich als Antwort nur ein pampiges : „Solang do nix aahgezeischt werd, kenne mer nix mache“. So fuhr ich also meines Weges und wiederum pünktlich am 31.12. – der Saftladen war natürlich wieder zu – trat die Fehlermeldung erneut auf. Da der Fehler aber wieder nur sporadisch auftritt, warte ich eben jetzt auf den Dauer-Fehler damit die Kerle in de Werkstatt was zum schraube krieje.

3. Der Staubsauger

Wir sind stolze und zufriedene Besitzer eines Vorwerk Staubsaugers, der aber leider auch kurz vor Weihnachten einen Defekt aufwies. Natürlich war auch hier zwischen den Jahren geschlossen und so machten wir uns gestern auf den Weg zur nahe gelegenen Servicewerkstatt. Hier wurde uns auch schnell und kompetent geholfen und das Gerät repariert, während wir samt Hund einen schönen Spaziergang am Altrhein machen konnten. Allerdings eröffnete uns der freundliche Servicetechniker zum Schluß, das die Werkstatt erst einmal bis Ende Januar wegen Personalmangels geschlossen wird, er die Kündigung erhalten hat und dies sein letzter Tag sei, dass Vorwerk mittelfristig alle Servicewerkstätten schliessen wird und es dann nur noch die Shops in den Innenstädten gibt, die aber nicht reparieren sondern defekte Geräte nur ins Werk einsenden. Auch hier erfolgt also der Umzug in die Servicewüste. Trotzdem gibt es noch etwas zu berichten … später.

4. Die Uhr

Als wäre das alles noch nicht genug, hatte ich dann gestern früh auch noch Geister in meiner Uhr. Alle Zeiger drehten sich in einem Affenzahn um ihre Achsen und ich dachte schon, ich mache eine Zeitreise. Ein Blick auf den Kalender belehrte mich aber eines Besseren. Nun gut, in Kastel gibt ja ja noch ein alt eingessenes Uhrmachergeschäft, in dem mir eine Eltern schon damals meine erste Armbanduhr zur Konfirmation kauften. Nichts wie hin – mit dem kaputten Auto – und den freundlichen Geisterjäger Uhrmacher fragen, was es damit auf sich hat. Eine Wohltat! Gezielte Fragen, klare Aussagen und ein fester Termin, zu dem ich die Uhr wieder abholen kann. Es gibt sie noch, die Geschichten mit Happy-End.

So, das war´s für heute. Falls Euch meine lächerlichen Problemchen nerven, bedenkt immer, das hier ist nur (m)ein Blog und mir hilft es eben, mich hier hin und wieder einmal so richtig auszukotzen 🙂

Bleibt zum Schluß nur noch Zeit für einen schönen Anglizismus:

Life is not light. Bit I am heavy on wire and that makes me so fast no one after.

CU

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2 Kommentare zu „Neues Jahr – Alter Ärger (und neuer dazu)“

  1. Ich kenne genau dieses Autowerkstattdilemma aus mehreren Opelwerkstätten. Die Autos sind okay. Aber wenn mal etwas defekt ist und man in eine Werkstatt muss, dann ist es genau so, wie du beschrieben hast. Bin inzwischen von Opel geheilt.

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    1. Leider ist das offenbar ja mittlerweile ein marken-übergreifendes Problem. Es liegt, wie so oft, an den handelnden Personen und da nehmen die Lustlosen und die „Dienstnachvorschriftler“ immer mehr zu 😦

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