Think global – Drink local

Wie bereits angekündigt stand zum Abschluss des Stress-Wochenendes noch ein Besuch (okay es wurden zwei daraus) meines lokalen Weinfestes, der Kostheimer Wintertage, an.

Jetzt wieder einmal zu schreiben „ich war da, es war schön, der Wein war gut blablabla“ ist mir irgendwie zu einfach, deswegen möchte ich an dieser Stelle einmal die Gelegenheit nutzen Werbung zu machen. Nicht nur für die Kostheimer Winzertage sondern für alle kleinen Weinfeste (gilt analog natürlich auch für Bier-, Wasser-, oder Irgendwas-Feste).

Warum, möchte ich anhand eines (für mich) Negativbeispiels erklären, der Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden. Auch wenn dort eine begabte und hübsche Weinkönigin (nämlich unsere vorige) regiert, hat das nichts mehr mit dem Grundgedanken eines Weinfestes zu tun. Hier schieben sich 10 Tage lang über 400.000 Menschen durch die Stadt und können von den Winzern eigentlich nur noch abgefertigt werden. Das sich hier aber auch die Elite der Rheingauer Winzer einstellt, ist das fast schon schade um den guten Wein. Ein noch krasseres Beispiel wie es nicht sein sollte ist, meiner Meinung nach, der Dürkheimer Wurstmarkt, wo zu allem Überfluss noch ein Riesen-Rummelplatz aufgebaut wird.

Die absolute Krönung – im negativen Sinne – sind dann noch die sogenannten Weinfeste. Reine Vermarktungsinstrumente, denen mit Ständen in Form von Fässern ein Pseudo-Festcharakter aufgesetzt wird und die (meistens) in völlig weinfremden Gegenden, insbesondere Großstädten wie Frankfurt, abgehalten werden. Es graust mich …

Vor den Bildern jetzt noch mein Appell an Euch: Lasst Euch nicht mit so etwas verarschen! Wenn Ihr einmal auf ein schönes, uriges und gemütliches Weinfest gehen wollt, dann begebt Euch in die Provinz. Egal ob in den Rheingau, nach Rheinhessen, in die Pfalz oder ein anderes Weinbaugebiet. Macht im Zweifel einen Wochenendausflug daraus.

Hockt Eich bei die Leut, babbelt dumm Zeuch mit dene
und trinkt en gude Schoppe!

Alles klar?

CU

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2 Kommentare zu „Think global – Drink local“

  1. Also ich muss dann doch… eine Lanze für andere Weinfeste brechen! Auch die grossen, die Du nicht magst.
    Auch wenn ich Dir ja zustimme, das Bad Dürkheim kennen und umfahren eines ist – wo soll denn der nicht in Rheinhessen / Nahe / Mosel / Pfalz Heimische wissen wann/wie/wo so schnuckelige kleine Feste sind?
    Ich bin ja fast schon froh, wenn in bei mir in der Stadt mal wieder eine Weinwoche ist und ich (wenn ich die Zeit habe) rumrenne und probieren kann.
    Natürlich macht das beim Weinhändler des Vertrauens mehr Spass, aber dort ist die Auswahl halt begrenzt. Und jeden *hicks* Händler in der Umgebung abklappern wird schwer.
    Daher – auch wenn ich auch viel lieber auf so kleine „echte“ Feste führe – es kann nicht jeder, es weiss auch nicht jeder wann die sind und es wohnen halt nicht alle in der Umgebung…

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    1. Ich verstehe Deine Argumentation und zur Erleichterung des Umstiegs auf die helle Seite der (Wein-)Macht empfehle ich Dir die Webseite des Deutschen Weininstituts http://www.deutscheweine.de und die App Weinziele, die es für iOS und Android gibt. Ausserdem müsstest Du doch auch von Deinem Wohnort aus auf einer gewissen Hornisse die eine oder andere location in akzeptabler Zeit erreichen können. Dann aber bitte nur noch laufen 😉

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