Odyssee einmal anders …

Willkommen FRA

nämlich nicht mit Zyklopen, Sirenen, übel gelaunten Göttern und dem ganzen Kram sondern mit dem ÖPNV.

Obwohl ich bekennender Autofahrer bin und normalerweise lieber im Stau stehe als mich in Bus und/oder Bahn zu setzen, ist der Frankfurter Flughafen ein Ziel, für das ich dennoch die Öffentlichen Verkehrsmittel nutze, allein schon deshalb, weil die Parkhäuser einen ausplündern. Ausgerechnet heute hatte ich dort einen Termin um 08:00 Uhr.

Es fing alles ganz harmlos damit an, dass ich sogar einen Platz auf dem sonst immer voll belegten Park+Ride-Parkplatz bekam und mich schon freute, dass ich nicht einen Riesen-Fußmarsch zum Bahnhof hatte. Die S-Bahn kam pünktlich und war proppenvoll und „wohlriechend“ wie immer. Trotzdem konnte ich noch einen Sitzplatz ergattern, was sich im Nachhinein als sehr hilfreich herausstelle, denn der Schlag kam kurz vor Kelsterbach, als die Bahn einfach auf freier Strecke anhielt.

Nach einer Viertelstunde Wartezeit kam dann endlich die Durchsage des Lokführers, dass es Probleme gibt. Weitere zehn Minuten später wurde das dahingehend konkretisiert, dass verschiedene Weichen Störungen haben und sowohl Kelsterbach als auch der Airport nicht anfahrbar sind und der nächste Halt deshalb Frankfurt-Stadion sei. Ein Aufschrei ging durch den Zug!

Weitere fünf Minuten später kam die Nachricht, dass auch die Anfahrt des Stadion-Bahnhogs nicht möglich ist und das es deshalb direkt bis nach Frankfurt-Süd ginge. Handys wurden massenweise gezückt und hektische Gespräche geführt. Natürlich auch von mir, denn ich war zu diesem Zeitpunkt schon verspätet.

Als es dann nach weiterer Wartezeit endlich losging, wurde doch am Stadion gehalten und alle sprangen aus dem Zug. Kein nutzbares Bahnhofsgebäude, -5º C, eisiger Wind und hunderte von Fahrgästen auf den Bahnsteigen, von denen sich einige sehr lautstark über die „Qualität“ der Bahn äusserten.

Ich will es nicht episch in die Länge ziehen. Nach ca. einer Stunde kam eine S-Bahn Richtung Wiesbaden, die allerdings aufgrund der anhaltenden Weichenproblematik nur bis Flughafen fuhr. Mir war es recht, denn da wollte ich hin. So gelang es mir gerade noch einen winzigen Stehplatz zu erobern und mit sehr engem Körperkontakt zu wildfremden Menschen den Flughafen zu erreichen.

Am Ende kam ich über zwei Stunden zu spät, wurde aber mitleidsvoll empfangen.

Als ich dann mit allem fertig war, ging auch der S-Bahn-Betrieb wieder seinen normalen Gang und ich kam erschöpft aber glücklich zuhause an, wo schon die Freier sich an meine Frau heranmachten und ich sie der Reihe nach mit gezielten Bogenschüssen niederstreckte (Upps, habe ich da jetzt etwas verwechselt 😉 ).

Dieser Artikel ist den tausenden von Menschen gewidmet, denen es heute so oder so ähnlich ergangen ist.

🙂🙂🙂 Lacht einfach drüber! 🙂🙂🙂

CU

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