ANS – Der Müdigkeit zum Trotz

Gestern bin ich bereits am Nachmittag auf dem Sofa kurz eingenickt und hatte dann, als ich aus meinem Halbschlaf in unwürdiger Position aufwachte, irgendwie so keine Lust auf gar nichts mehr. Die Müdigkeit verfolgt mich schon seit ein paar Tagen, denn auf der Arbeit ist es aktuell sehr stressig (Pech, wenn man überwiegend für eine japanische Airline tätig ist und Japan das Gastland der aktuellen Cebit ist).

Gestern war aber auch wieder einmal ANS-Termin und den wollte ich wahrnehmen, da es sich um den einzig möglichen Zigarrentermin handelte, den ich diesen Monat wahrnehmen kann/konnte. Also habe ich der Müdigkeit getrotzt und bin hingefahren. Wie immer war dies kein Fehler, denn während ich dort war, war meine Müdigkeit wie weggeblasen und ich erfreute mich an meiner Zigarre und der Anwesenheit guter Freunde.

Vernünftig, wie ich nun einmal bin 😜, habe ich meinen Besuch trotzdem relativ kurz gehalten und fiel dann als ich wieder zuhause war sofort ins Bett – das aber mit guter Laune.

Warum es sich immer lohnt zum ANS zu gehen? Keine Ahnung – aber bei mir bessert es einfach die Stimmung.

Ach ja, ein paar Bilder gibt´s natürlich auch:

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Burger-Time v4.0

Mittlerweile habe ich schon oft in Heikos Buch herumgestöbert, kürzlich einen seiner Burger „nachgebaut “ und dafür sogar Lob vom Meister selbst erhalten. Danke.

Heute habe ich mich aber wieder einmal zu einer Eigenkreation hinreißen lassen:  Thunfisch-Burger (insbesondere weil eine meiner Töchter derzeit den Rappel hat, kein Fleisch zu essen 🙄).

Dabei habe ich es mir ganz einfach gemacht und als Grundlage   die Thunfischfrikadellen low carb von Schlank mit Verstand benutzt. Die doppelte Menge des dortigen Rezepts ergibt bei Verwendung der Burgerpresse genau vier schöne Paddies, die ich vor dem Braten noch ca. 30-45 Minuten in der Tiefkühlung hatte. Als Brötchen kamen die fertigen Brioche-Buns, die ich neulich bei Rewe gefunden habe, zum Testeinsatz. Ich muss sagen, die waren echt okay und praktisch, da ich absolut keine Zeit hatte selbst zu backen. Dazu noch etwas Käse, frischer Salat, Tomate und Röstzwiebeln – fertig ist der Lack Burger.

Was soll ich sagen, es war L E G G Ä H. Und so sahen sie aus:

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Diese Scheibe ist ein Hit

Diese Scheibe ist ein Hit

Wann kriegt Ihr das endlich mit
Diese Scheibe müsst Ihr koofen

Es ist ´ne Scheibe für die Doofen

So sangen einst Insterburg & Co. und machten damit Werbung für sich selbst. In letzter Zeit habe ich hier auch so einiges an Werbung gemacht, z.B. für Heikos neues Buch oder schöne Kameragurte, und das alles ohne jegliche Bezahlung. Heute möchte ich Euch wieder etwas vorstellen und ans Herz legen.

Ich habe hier viele Leser, die ich durch oder über die Zigarre und damit verbundene Aktivitäten kennengelernt habe, deswegen ist Kuba in diesen Kreisen in aller Munde. Nicht nur die Zigarren, zu denen es viele Meinungen gibt, auch das Land als solches, die Reise dorthin und insbesondere seine zukünftige Entwicklung sind immer wieder Gesprächsthemen. Und ich weiß, dass nicht nur ich sondern auch noch ein paar andere sicherlich einen Kuba Bildband im Bücherregal stehen haben.

Womit ich endlich beim Thema wäre, dem Hashtag Magazine #3 KUBA von Patrick Ludolph. Paddy ist ein Hamburger Fotograf, den ich (leider) nicht persönlich kenne, dessen Stil mir aber unheimlich gut gefällt. In seinem Hashtag Magazine veröffentlicht er 3-4mal pro Jahr einige seiner Arbeiten zu verschiedenen Themen, diesmal nur zu einem, nämlich Kuba. Die Bilder sind absolut sehenswert und – was sich wohltuend abhebt – abseits des Kuba Mainstreams mit den immer gleichen Bildern von Capitolio, Habana Vieja usw. (so schön diese auch sein mögen). Hier gibt es Straßenszenen aus echten Wohnvierteln, Bilder von Locations, zu denen man als Tourist eher nicht kommt und von Kubanern, die nicht Ihren Lebensunterhalt durch fotografiert werden (und dann die Hand aufhalten) verdienen. Einfach klasse.

Ich werde jetzt und hier keine Fotos von den Fotos machen. Kauft das Magazin doch einfach, es ist mit 25,00 € inkl. Versand sicherlich nicht überteuert und bietet auch noch ein haptisches Erlebnis durch sein quadratisches Format in Anmutung einer Langspielplatte. Ich sag´s ja, diese Scheibe ist ein Hit.

Als Teaser gibt es jetzt nur von mir ein kleines Kubanisches Stillleben 😜.

CU

P.S. Wer gut aufgepasst hat, weiss, dass ich schon einmal über Paddy berichtet habe und zwar im Artikel Learning by viewing.

Fixes Futter (Teil 11)

Dies ist wieder einmal ein Beitrag, den ich mit einem Warnhinweis versehen möchte, denn es geht um Essen bzw. die Zubereitung des selbigen. Da ich weiß, dass mir einige Foodblogger folgen, die viel Wert auf frische Zutaten, fehlende Konservierungsstoffe, Low Carb usw. legen, sollten insbesondere diese das Folgende beachten.

Im nachfolgenden Blogpost wird über die Zubereitung einer Speise berichtet. Hierzu wurden nahezu ausschließlich Fertigprodukte verschiedener Art verwendet. Wer sich dadurch in irgendeiner Weise negativ angesprochen fühlt, sollte die Lektüre hier beenden.

Für alle Anderen geht es jetzt weiter.

Zuerst eine kurze Erklärung, wie ich auf das nachfolgende Fixe Futter gekommen bin.

  1. Beim Discounter meines Vertrauens gibt es seit einiger Zeit immer einmal wieder fertiges Pulled Pork, in 550g Portionen eingeschweißt. Das hatte ich schon einmal gekauft und siehe da, es war gar nicht so übel. Natürlich weit entfernt von dem Geschmack, wenn es richtig zubereitet wird, aber okay.
  2. Wenn ich meine Töchter frage, was ich Ihnen zu Essen machen soll, kommt meistens die Antwort „Was mit Nudeln“.

Also gut, dann gibt es heute ein PPNG (Pulled Pork Nudel Gratin), für das ich folgende Zutaten verwendet habe:

  • 1 Packung (550g) fertiges Pulled Pork
  • 500g Nudeln
  • 1 Tüte (200g) geriebener Käse
  • Salz, Pfeffer, Tabasco, Ketchup mit hohem Tomatenanteil oder BBQ-Sauce
  • 1 Glas selbst eingelegte Chilis (nach dem Rezept von Heiko, dass Ihr hier nachlesen könnt), alternativ ein Fertigprodukt

Das Pulled Pork gemäß Anleitung im Backofen erhitzen und die Nudeln kochen. Beides sollte ungefähr zur gleichen zeit fertig sein. Das Fleisch mit zwei Gabeln zerreissen und mit Salz, Pfeffer, Tabasco und Ketchup nachwürzen. Fleisch und Nudeln in einer großen Auflaufform vermengen, den Käse und die Chili-Slices darauf verteilen. Dann kommt das Ganze noch einmal zum Überbacken in den Ofen, am besten mit der Grillstufe – sofern vorhanden – bis sich eine schöne Kruste gebildet hat.

So, das war´s. Fertig und L E G G Ä H !

Habt Ihr an den Bildern erkannt, dass alles nur Fertigzeug war?
Wohl kaum!

Vielleicht hat ja jetzt eine/r der kochenden bzw. grillenden Leser/innen Lust bekommen, so etwas mit frischen Zutaten zuzubereiten und ggf. noch zu verfeinern. Es würde mich sehr freuen, wenn ich hier eine Idee geliefert habe.

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P. S. Zu allen anderen Teilen der Serie „Fixes Futter“ kommt Ihr über die Suchfunktion in der Seitenleiste oben rechts. Schaut mal rein.

Hyper Hyper

Viele Blogger und Instagrammer verdienen mit Ihren Seiten richtig viel Kohle, weil Sie irgendwelche Produkte in ihren Beiträgen verwenden oder vorstellen und dafür von den Herstellern dieser Produkte, auf welche Weise auch immer, Geld erhalten. Einen interessanten und hilfreichen Beitrag dazu könnt Ihr hier lesen. Diese Art der Werbung ist nicht nur einträglich für die Blogger sondern auch sehr effektiv für die Produktgeber und dazu noch deutlich kostengünstiger als klassische Werbemaßnahmen. Ich muss offen gestehen, dass ich von dieser Idee irgendwie fasziniert bin und auch nichts dagegen hätte gewisse Einnahmen aus meinem Blog zu erzielen, sei es nun cash oder z. B. Produktproben usw. Natürlich ist das eher Wunschdenken – aber man wird ja wohl noch träumen dürfen. Deshalb habe ich auch neulich damit angefangen Amazon-Links in Artikel einzubauen, bei denen ich ein paar Cents verdiene, wenn darüber jemand kauft (und zwar irgendetwas, nicht nur den verlinkten Artikel). Wie auch immer, heute mache ich ganz offen Werbung – und zwar ohne Bezahlung, unaufgefordert und sogar ohne Wissen des Herstellers, denn das Produkt begeistert mich.

Als Anhänger irgendeines Hobbys ist man (wie Ihr sicherlich schon am eigenen Leib erfahren habt) gerne gewillt Geld in dieses Hobby zu investieren. Das gilt auch und immer wieder für Dinge, die zur Kategorie Zubehör bis hin zu unnützem aber schickem Schnickschnack gehen, der eigentlich gar nicht benötigt wird. Hand aufs Herz, braucht der Autonarr wirklich Wurzelholzeinlagen im Armaturenbrett oder der Zigarrenfan ein Dutzend verschiedene Cutter, sicher nicht. Bei mir und meinen Kameras ist das ähnlich, denn ich bin ein großer Freund von Verschönerungen, man denke nur an die neulich vorgestellten Halfcases. Ausserdem bin ich ein Fan von alternativen Kameragurten und Handschlaufen, von denen ich mittlerweile auch eine gewisse Auswahl mein eigen nenne.

Trotzdem möchte ich Euch Hyperion Camera Straps ans Herz legen, denn die haben es mir echt angetan. Die Straps sind als klassischer Nackengurt (in Wunschlänge!) und als Handschlaufe erhältlich. Sie bestehen aus stabilem Nylonseil und jedes einzelne Teil ist handgemacht. Sowohl das eigentliche Seil als auch der zugehörige „Bindefaden“ sind in zig Farbvarianten erhältlich, die frei kombiniert werden können. Hersteller ist keine große, anonyme Firma irgendwo in Asien sondern ein griechisches Fotografenehepaar und das allerbeste ist der Preis, denn der liegt für alle Produkte bei unglaublich niedrigen 13,00 € das Stück, inklusive Versand! Das ist echt ein Witz, verglichen mit dem, was sonst für ähnliche Produkte aufgerufen wird. Auf der Webseite kann man sich seine Farbkombination zusammenstellen und das Ganze dann bequem mit PayPal zahlen. Aufgrund der handwerklichen Herstellung kommt die Lieferung natürlich nicht am Folgetag sondern dauert ca. 14 Tage.

Ich habe mir zwei Handschlaufen machen lassen, eine schwarze mit bordeauxfarbener Bindung für meine X-Pro2 und eine rote mit schwarzer Bindung für die Leica Q – sieht beides sehr gut aus.

Irgendwie juckt es mir schon wieder in den Fingern, denn ich habe noch diverse chice Farbkombinationen im Kopf. Und ausserdem sind die Dinger so stabil, dass man sie sicherlich auch für andere Sachen gebrauchen kann, Fesselspiele, zum Beispiel 😇.

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Burger Time, diesmal mit professioneller Anleitung 

Wer hier im Blog die Suchfunktion nutzt, findet diverse Beiträge zum Thema Essen. In diesen habe ich versucht meine Nicht-Kochkünste zu protokollieren und in Form von Rezepten an den Leser zu bringen, oft sogar mit positivem Feedback. Als bekennender Fleisch(fr)esser und Burger-Fan gab es natürlich auch die Unterrubrik Burger-Time.

Burger Time war bei mir auch heute – aber diesmal habe ich professionelle Hilfe in Anspruch genommen, nämlich das Buch World Wide Burger meines lieben Freundes (diese Titulierung nehme ich mir jetzt einfach mal dreist raus) Heiko Blumentritt. Heiko ist nicht nur Liebhaber guter Zigarren sondern auch ein Grillmeister par excellence, der seine Rezepte gerne mit anderen teilt. Klar, sonst würde er ja keine Bücher schreiben. Bücher? Ja, denn WWB ist bereits sein zweites Buch nach dem Erstlingswerk BBQ, Burger und Co. War das erste Buch noch mehr ein Heft(chen), so hat Heiko mit World Wide Burger mächtig zugelegt und ein über 270 Seiten dickes Werk abgeliefert. Nun behaupten böse Zungen natürlich, dass es Bücher mit Burger-Rezepten gibt wie Sand am Meer, was sicherlich nicht verkehrt ist. WWB hebt sich von diesen aber vor allem dadurch ab, das der Autor alle 87 Burger (sowie diverse Beilagen etc.) selbst kreiert, zubereitet fotografiert und gegessen hat. Hinzu kommt noch, dass alles im Eigenverlag abgewickelt wird. Hier steckt also eine Menge Herzblut drin, was man dem Buch auch anmerkt. Sämtliche Rezepte sind nach Kategorien sortiert, klar gegliedert und mit einer vollständigen Zutatenliste versehen (was bei manchen „professionellen“ Kochbüchern nicht selbstverständlich ist). Wer hier nicht fündig wird ist Vegetarier.

Nach so viel Lob fällt es mir schwer Kritikpunkte aufzuzählen. Gefunden habe ich etwas, auch wenn ich dafür sozusagen in den Hackfleischkrümeln suchen musste. Also das Folgende bitte nicht überbewerten. So schreibt man groß, großzügig und ähnliche Wörter mit „ß“ und nicht mit „ss“. Die farblich absolut gelungenen Bilder haben für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Unschärfe, eine kleinere Blende hätte gut getan. Es haben sich viele Schweizer Begriffe eingeschlichen, die in Deutschland möglicherweise für Fragezeichen auf der Stirn sorgen. Als Beispiel möchte ich nur den Nüsslisalat erwähnen, bei dem es sich um Feldsalat handelt.

Nun noch kurz zu meinem Selbstversuch. Ich hatte mir als Testobjekt den Schweizer Raclette Burger ausgesucht, der mir schmackhaft und nicht zu kompliziert wirkte und ich war begeistert. Das Rezept findet Ihr übrigens auf Seite 214. Folgende Abweichungen habe ich aber vorgenommen: Appenzeller statt Raclettekäse, der hier nur Saisonware ist und Briochebuns, da mir die Zubereitung der eigentlich vorgesehenen Ciabattabuns zu langwierig war. Dazu darf ich jetzt noch – mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors – die Rezeptur für das ebenfalls benötigte Raclettegewürz ergänzen, welches in Deutschland so nicht erhältlich ist:

  • 15g Knoblauchpulver
  • 2g   Muskat, gemahlen
  • 5g   Thymian
  • 50g Paprikapulver, süss
  • 9g   Schwarzer Pfeffer, grob gemahlen

Jetzt folgen noch ein paar Bilder, die Euch hoffentlich hungrig machen, das Buch zu kaufen und dafür einen der Links hier aus dem Artikel zu benutzen, dann dann freut sich nicht nur Heiko über viele verkaufte Exemplare sondern auch ich über ein paar Cents von Amazon.

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Gier noch einmal die Links zu Amazon.de in Bildform:

Adventures In Modern Recording

Fast schon traditionell haben die Einleitungen zu meinen Blogposts nichts oder nur sehr wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun, über das ich schreiben möchte.  Auch heute gibt es keine Ausnahme von dieser Regel und so möchte ich Euch als erstes eines der besten (da sind sich die Kritiker einig) und gleichzeitig vom breiten Publikum am wenigsten beachteten Alben der 80er vorstellen – Adventures In Modern Recording von den Buggles.

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Buggles, hä? Waren das nicht die, deren größter/einziger Hit Video Killed The Radio Star war, dessen Musikvideo seinerzeit den Start von MTV darstellte? Ja, genau die, und deren zweites (und letztes) Album war eben Adventures In Modern Recording.  Eine wahre Perle, weitab vom einfachen Synthipop, einfallsreich, voller Abwechslung, anspruchsvoll und dazu noch meisterhaft produziert in genialer Klangqualität. Na klar, war ja auch Trevor Horn. Ich habe irgendwann ein Vermögen für die CD ausgegeben, die nur als Japan-Pressung zu bekommen war. Mittlerweile gibt es aber eine Neuauflage, sogar mit Bonustracks, zu einem normalen Preis.

Nun aber endlich zum Thema, nämlich meinen persönlichen Adventures In Modern Recording. Wie Ihr wisst, habe ich mich ja vor einiger Zeit ein dcc-Deck zugelegt und mit diesem einen Stapel Leercassetten. Also habe ich mich hingesetzt und – ganz Retro – wieder einmal Schallplatten auf Cassette aufgenommen. Als würdige Objekte hatte ich mir die beiden Yazoo-Alben Upstairs At Eric’s und You And Me Both ausgesucht, die mir der liebe Holger dankenswerterweise ausgeliehen hatte. Das ist heute, wo der Download eines ganzen Albums nur wenige Minuten dauert (entsprechende Internetverbindung vorausgesetzt) und selbst das Rippen von CDs in xx-facher Geschwindigkeit geradezu archaisch anmutet, schon ein echtes Abenteuer. Langwierig dazu, denn zur eigentlichen Spieldauer der Schallplatte muss man noch Zeit zum Reinigen derselben, zum Einpegeln des Recorders und zum Umdrehen der Platte einplanen.

Richtig „modern“ wird es dann durch die dcc. Reichte es bei einer normalen CompactCassette das Band mit dem Finger oder dem berühmten sechseckigen Bleistift an die Startposition zu bewegen so gibt es hier noch einige digitale Besonderheiten. Bei einer leeren dcc wird vom Recorder erst einmal ein Lead-in geschrieben, damit das Gerät erkennt, wo das Band anfängt. Bei Start der Aufnahme wird dann ein START-Marker gesetzt, der den Beginn markiert, ebenso beim Beginn jedes neuen Titels, sehr praktisch, wenn man mal einen Titel suchen will. Am Ende ist es allerdings nicht damit getan, einfach Stop zu drücken, denn dann will das Deck die nächste Aufnahme nämlich einfach und zwangsweise hinten dran setzen. Eine CompactCassette würde man jetzt lediglich auf den Beginn von Seite 2 vorspulen und dann weitermachen, bei der dcc muss am Ende der Aufnahme ein NEXT-Marker gesetzt werden, der dafür sorgt, das das Band auf Seite 2 vorgespult wird und die Tracknumerierung für die nächste Aufnahme wieder bei 1 startet. Hier kam dann mein Anwenderfehler, denn ich setze versehentlich den REVERSE-Marker, der die Laufrichtung des Bandes sofort und ohne Spulen ändert. Was soll ich dazu sagen, typischer Fall von RTFM*. Glücklicherweise lassen sich die Marker auch im Nachhinein löschen und ändern🙄. Was mir auch zu schaffen machte, war die Qualität der Schallplatten, insbesondere You And Me Both war so voller Knacken und Knistern, dass der Recorder teilweise keine stille Stelle zwischen den Liedern gefunden hat um die Tracks zu markieren.

Ihr seht also, das war ein echtes Erlebnis. Mir hat es aber irgendwie Spaß gemacht, auch wenn ich zugebe, dass es schon ziemlich murksig war – an heutigen Standards gemessen. Aber hey, pfeif‘ drauf.

Das Ende vom Lied: Nach meiner Aufnahmesession habe ich Upstairs At Eric’s dann als CD für 6,49 € (billiger als der Download) beim großen Fluss bestellt. Die werde ich als lossless file auf mein AppleTV schlumpfen und habe dann eine knack- und knisterfreie Version dieses unverzichtbaren Klassikers zuhause 😎

Ganz zum Schluss noch ein Hinweis, für den Fall, dass sich junge Leser hierher verirrt haben und mit solchen Worten wie Schallplatte, Cassette usw. nichts anfangen können: Fragt Eure Eltern! 😇

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* Read The Fucking Manual

m4c – Leckeres Essen und leere Versprechungen

Es war der dritte Mittwoch im Februar und wie an jedem dritten Mittwoch eines Monats traf die Runde von meet4cigars zum gemeinsamen Smoke in der Adela Alentejana in Darmstadt zusammen. In lockerer und gut gelaunter Runde wurden nicht nur karibische Laubrollen thermisch verwertet sondern auch das eine oder andere leckere Gericht aus der sehr empfehlenswerten Küche der Adega verspeist. Wie üblich waren auch bereits deutlich vor dem „offiziellen“ Beginn der Veranstaltung einige der üblichen Verdächtigen bereits anwesend und hatten ihre Duftmarke aus Zigarrenrauch gesetzt.

Nachdem ich bereits vorige Woche am Freitags-ANS teilnehmen konnte , war der Besuch bei m4c der nächste Schritte zu einem klassischen Triple, denn tags darauf war das CCC-Monatstreffen in Mainz terminiert. Dies wurde auch von CCC-Presidente Gabriel erkannt, der mich mit „Hast du gerade eine Serie?“ begrüßte.

Jetzt zu den leeren Versprechungen (okay, es war nur eine), denn ich verabschiedete mich mit einem deutlich hörbaren „bis morgen“ von denen, die auch zum CCC-Smoke wollten. Doch der Folgetag meinte es nicht gut mit mir. Es ging so ziemlich alles schief, was schiefgehen konnte und spätestens am Nachmittag war ich so geladen, dass ich niemandem meinen Frust und meine schlechte Laune zumuten wollte und zuhause blieb. Glaubt mir, es war besser so.

Deshalb gibt es jetzt natürlich auch nur Bilder aus Darmstadt, have Fun.

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Wissen, was gespielt wird

Vor einigen Tagen habe ich Euch ja mit meinem „neuen“ Hifi-Equipment bekannt gemacht und dabei zum Überblick dieses Bild gepostet:

hifi-1

Fällt Euch etwas auf? Nein – dann zeige ich es etwas penetranter:

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Genau! Dieses kleine, schwarze Board, erhältlich für 4,99€ beim sogenannten unmöglichen Möbelhaus aus Schweden, spielt ab jetzt eine wichtige Rolle, denn es ist mein #nowplaying – Board. Hier stelle ich die Plattencover (oder äquivalente Verpackungen) der Musik ab, die gerade gespielt wird, fotografiere sie dann und poste sie auf meinem Instagram-Account.

Warum, fragt Ihr Euch? Hier eine Multiple-Choice Liste (möglicherweise) zutreffender Antworten:

  • Ich möchte, dass Ihr mir auf Instagram folgt und viele andere Leute auch
  • Ich möchte Euch zu guter Musik bekehren
  • Ich möchte nicht immer nur mein Essen fotografieren
  • Ich habe zu viel freie Zeit, die ich mit unnützen Dingen verplempern muss
  • Ich bin einfach nur ein Wichtigtuer
  • Es macht mir Spaß
  • frei für eine Antwort Eurer Wahl

Bitte kreuzt die richtige/n Antwort/en deutlich sichtbar mit einem wasserfesten, roten Filzstift auf Eurem Bildschirm an, macht einen Screenshot und schickt mir diesen dann per E-Mail. Unter allen Einsendern verlose ich dann – gar nix  🤣🤣🤣🤣.

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ANS – Freitag, Liebe, Ringe, Bücher und ein Sieg

So und wieder einmal ist es mir gelungen einen völlig schwachsinnigen Titel für einen meiner Blogbeiträge zu finden. Natürlich kommen alle gerade genannten Dinge in diesem Artikel zur Sprache, stehen aber in keinem Zusammenhang, ausser dass ich sie beim gestrigen Freitags-ANS angetroffen habe. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Es war mit seit (gefühlten) Jahrhunderten wieder einmal vergönnt, einen Freitags-ANS zu besuchen, da ich weder am gestrigen Freitag Spätdienst noch am heutigen Samstag Frühdienst hatte und ich so einen großen Teil der Nacht zum Tag machen konnte.

Was soll ich sagen, als ich kurz nach dem offiziellen Beginn in der Apotheke eintraf (ich habe ja versprochen nicht mehr zu früh zu kommen), drängte sich bereits die Menge im alten Labor und den Nebenräumen, der Tisch war übervoll mit leckerem Futter, die Flaschen und Gläser klirrten und es lag ein angenehmer Nebel aus feinstem Zigarrenrauch in der Luft. Wie es Tradition ist, hatten auch wieder einige Gäste aus der Ferne es sich nicht nehmen lassen hunderte von Kilometern zu fahren um unter guten Freunden zu sein. Danke! Schön, dass Ihr da wart und hoffentlich bis zum nächsten Mal.

Jetzt aber weiter im Text der Überschrift. Freitag ist abgehakt, also zu den anderen Punkten:

  • Liebe: Ich freue mich sehr, das zwei aus unserer Mitte, die sich schon ewig kennen zusammengefunden haben. Natürlich sind die Namen der Redaktion bekannt, trotzdem möchte ich sie hier nicht veröffentlichen und klaue ganz dreist bei Peter, der sie in einem Facebook-Post Turtel und Täubchen nannte. Besser kann man es einfach nicht ausdrücken.
  • Ringe: Obwohl gestern kein CCC-Treffen stattfand waren natürlich viele CCC-Mitglieder anwesend, die ihre sehnlichst erwarteten Club-Ringe in Empfang nehmen konnten.
  • Bücher: Zu den Gästen aus der Ferne zählte auch unser im Schweizer Exil lebender Freund Heiko Blumentritt, der kürzlich sein zweites Buch mit dem Titel World Wide Burger veröffentlicht hat und einen Riesen-Stapel davon dabei hatte, um die anwesenden Vorbesteller zu bedienen, natürlich inklusive persönlicher Widmung. Obwohl ich es verbaselt hatte eine Vorbestellung abzugeben, konnte ich dennoch ein Exemplar ergattern, freu!
  • Sieg: CCC-Presidente Gabriel traf diesmal erst zu ungewohnt später Stunde ein aber er hatte eine Entschuldigung. Als treuer Fan war er natürlich beim Heimspiel seiner Mannschaft Mainz 05, die gestern im Heimspiel, nach langer Durststrecke, endlich wieder einen Sieg einfahren konnte. So erlebten wir einen geradezu ausgelassenen Gabriel, der sich mit breitem grinsen im Gesicht die wohlverdiente Sieger-Cohiba anzündete.

Alles klar? Ja! Dann kommen jetzt die unvermeidlichen Bilder

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